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»Das war's wert« - Spieler klagt 763 Tage gegen Call of Duty und hat nun gewonnen

Gegen einen seiner Meinung nach unrechtmäßigen Ban zieht ein Spieler gegen Activision vor Gericht und bekommt am Ende Recht.

Ein Call-of-Duty-Fan kämpfte über zwei Jahre gegen einen Ban. Ein Call-of-Duty-Fan kämpfte über zwei Jahre gegen einen Ban.

Im November 2022 öffnete der Spieler b00lin Steam und wurde von einem Ban in Call of Duty: Modern Warfare 2 und damit auch allen anderen CoD-Spielen begrüßt. Was darauf folgte, waren über zwei Jahre, in denen er versuchte, den seiner Ansicht nach fälschlicherweise ausgesprochenen Ban wieder loszuwerden. Das Ganze endete vor Gericht und zu seinen Gunsten.

In einem Blog beschreibt b00lin nicht nur die Ereignisse, sondern auch seine Motivation, sich so lange für das einzusetzen, was ihm seiner Meinung nach zustand. Wichtig: Der Spieler betont, dass es sich um einen Erfahrungsbericht handelt und nicht als ein rechtlicher Ratschlag anzusehen ist.

Wie kam es zum Ban?

b00lin hatte bereits über 36 Stunden in der Beta von Modern Warfare 2 verbracht, als der Ban erfolgte. Laut der Benachrichtigung soll er »unautorisierte Software« benutzt und »Spieldaten manipuliert« haben.

Laut b00lin wurden weitere Auskünfte auf Anfrage beim Support von Activision abgelehnt und ihm wurde nicht verraten, welche Software nun für den Ban verantwortlich sein soll, da dies ein Sicherheitsrisiko sei. 

Der eigentliche CoD-Fan ist jedoch der Meinung, dass er keine sensiblen Daten wissen wollte, die irgendwelchen Cheat-Herstellen nutzen würden. In seinem Blog schreibt er: 

Nicht einmal diese harmlosen Informationen wurden bereitgestellt. Wie kann ich beweisen, dass ich nicht betrogen habe, wenn keine Informationen bereitgestellt wurden? War es Logitech G Hub? iCUE? OBS? Bis heute weiß ich nicht, was die Ursache für den falschen Ban war.

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Der lange Weg bis zum Richter

Als b00lin dann Klage einreichte, schaltete Activision eine Kanzlei ein. Die Versuche, sich außergerichtlich zu einigen, scheiterten laut dem Spieler am Publisher

b00lin nimmt an, dass Activision nicht damit gerechnet hat, dass der Fall wirklich vor Gericht geht. In seiner Heimat Großbritannien müssen beide Parteien eines Rechtsstreits ihre Beweise vor der Verhandlung vorlegen.

Während b00lin Belege vorlegte, die ihn als vorbildlichen Spieler auszeichnen sollten, der sich nie etwas hatte zuschulden kommen lassen, gab es bei Activision nichts, was ein Fehlverhalten seinerseits bewies: Im Blog hält er fest:

Anscheinend ist das Anti-Cheat-/Sicherheitsteam von Activision so streng, dass die Leute, die sie zu ihrer Verteidigung angeheuert haben, keine Beweise für nicht autorisierte Software oder Manipulation von Spieldaten sehen durften.

Schlussendlich entschied der Richter, dass Activision den Ban aufheben muss, da sie keine Beweise für ein Fehlverhalten lieferten. Seit Januar 2025 darf b00lin wieder Cal of Duty mit seinem Account spielen. Er hält für sich fest, »es war den Aufwand wert«.

Doch warum das alles?

Für ihn ging es um mehr als nur wieder CoD spielen zu können. Da er über Steam spielt, bekam er natürlich einen VAC Ban, der ihn zwar nicht von anderen Titeln ausschloss, aber auch auf seinem Steam-Profil angezeigt wurde.

Der Ban habe seine Reputation auf Steam zerstört und in Spielen wie Counter-Strike 2 in schlechteren Matches resultiert. Dazu kommt das öffentliche Stigma: der Ban habe auch andere Spiele für ihn ruiniert, da er häufig als Cheater bezeichnet wurde, wenn es gut für ihn lief.

Am Ende führte b00lins ansonsten weiße Weste und die fehlenden Beweise zu einem Erfolg für den Spieler vor Gericht.

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