Kommentar zum Abschluss (3)
Eine Kuschelveranstaltung war die Konferenz, mal abgesehen von der überflüssigen Podiumsdiskussion am Eröffnungstag, nicht. Tilo Hartmann zeigte das Gegenwartswissen der Gewaltforschung nüchtern dar, Johannes Fromme attestierte Computerspielen auch negative Lerneffekte. Überraschend war das für die wenigsten Beobachter, aber darum ging es nicht.
Es gibt Inhalte, und es gibt Wirkungen. Dass man als Wissenschaftler hier wenig Neues lerne, das gaben Redner aus dem Plenum in den Pausen freimütig zu. Man kennt sich und seine Arbeit halt untereinander. Viel wichtiger erscheint dagegen die Außenwirkung: Kommt die Botschaft der Konferenz in der Öffentlichkeit an? Es geht um den Gegenpol zur Games Convention, die große und schöne Bilder produziert; aber es sind Kinderbilder, das Klischee von der Jugendkultur.
Die International Computer Game Conference Cologne macht ernst mit den Spielen. Man darf deshalb mit Spannung beobachten, ob und wie in den nächsten Wochen über die Tagung und ihren Gegenstand berichtet wird. Genügend Kameras und Textblöcke waren jedenfalls da, um die Organisatoren zum Strahlen zu bringen. »Es ist ein Stein, den wir ins Wasser werfen, der Wellen ziehen soll«, sagte EA-Deutschlandchef Jörg Trouvain. Ob es ein Stein war oder ein Kieselchen, das hier geworfen wurde, oder gar ein Brocken -- das muss sich nun zeigen. (cs)
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