Es war ein Kampf, der wirkte wie David gegen Goliath: Ein kleines sympathisches Indie-Studio gegen einen Giganten der Spieleindustrie. Mojang, die Macher von Minecraft, gegen ZeniMax, die Mega-Firma hinter Bethesda, den Entwicklern von Skyrim und Fallout.
Genau dieser Kampf sorgte 2011 für Schlagzeilen als Mojang überraschend ein neues Spiel nach Minecraft ankündigte: Scrolls, ein kartenbasiertes Online-Taktikspiel. ZeniMax war mit diesem Namen alles andere als glücklich: Die Verwechslungsgefahr zwischen »Scrolls« und »The Elder Scrolls«, der Reihe, in der Spiele wie Morrowind und Skyrim erscheinen, sei einfach zu groß.
Markus »Notch« Persson, der krawallige Minecraft-Erfinder, schlägt Alternativen vor: Man könne das doch einfach bei einer freundlichen Runde Quake entscheiden? ZeniMax hat eine andere Antwort: Anwälte. Sie verklagen das kleine schwedische Studio - und lösen eine industrieweite Debatte aus: Wem gehören die Worte, die Ideen, die Konzepte, die Spiele ausmachen?
Kann schon die Benutzung von Worten, die allgemeiner Sprachgebrauch sind, dazu führen, dass ganze Heerscharen von Anwälten anfangen, Stempel und Briefpapier aus der Sekretärsschublade zu holen?
Die Antwort ist: ja. Das zeigt ein aktueller Fall, über den bisher noch kaum berichtet wurde. Grund genug, in diesem Report für GameStar Plus mal etwas genauer zu beleuchten, wie sehr rechtliche Fragen Spieleentwicklung beeinflussen.
Thema Spieleklone:
Plagiatsvorwürfe - Ist es legal, wenn Entwickler bei anderen Studios abkupfern?
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Copyright in Spielen: Der Conflict-Konflikt
Das Wort, um das es sich in diesem aktuellen Fall dreht, ist »Conflict« und es hat anscheinend einen Besitzer: Square Enix. Das erfährt ein Entwicklerteam auf der Insel Malta eher überraschend: »Wir haben im Laufe des Jahres 2016 bei der Europäischen Agentur für Markenrecht, der EUIPO, unsere Marke angemeldet«, erzählt Nick Porsche im Interview mit GameStar.

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