Howdy, Choomba! Über 250 Stunden habe ich mir in Night City schon die Bionik heißgelaufen – stecke gerade in meinem dritten Durchgang und mache mir als ehemaliger Corpo-Parasit einen Namen als Söldner. Passt ja wie 'ne Kugel in die Knarre, dass CD Projekt Red zum Release von Edgerunners 2 auf Netflix noch eiskalt das Update 2.5 auf die Straße geschmissen hat, um das Biz ordentlich aufzuheizen!
Ich habe mir also mal die Optiken poliert und gecheckt, ob es sich lohnt, noch einmal in den Sumpf von Night City abzutauchen. Eine frische Nebenquest mit Söldner-Legende Weak Kingsley, Glamdocs und ein Vorteil im Skill-Tree, bei dem ich mir direkt den Cowboy-Hut aufsetzen möchte? Verdammt. Ja, Choom – da bin ich am Start!
#1 – Highlight: Die neue Kampf-Fähigkeit
Hättet ihr mich vor meinen Gaming-Abend gefragt, welches neue Feature mir am meisten gefallen wird, hätte ich euch zu 100 Prozent gesagt: Natürlich die neue Nebenquest »Clampdown«!
Doch jetzt fällt meine Antwort überraschend anders aus: Die neue Fähigkeit »Doppelter Ärger« im Coolness-Talentbaum. Hier bekomme ich die Möglichkeit, zwei Pistolen oder Revolver gleichzeitig auszurüsten und mich mit doppelter Feuerkraft durch eine Auseinandersetzung zu schießen.
Es fühlt sich schon ziemlich befriedigend an, einem Gegner plötzlich zwei Waffen vor die Nase zu halten. Wie Jamie Foxx im finalen Showdown von Django Unchained knipse ich einem Gonk nach dem anderen die Lichter aus.
Eine kleine Anmerkung habe ich aber: Es wäre noch cooler, wenn jede Waffe einen eigenen Button zum Abfeuern hätte. So würde sich der ganze Vorgang noch immersiver anfühlen und ich könnte die Pistolen auch getrennt voneinander nutzen. Wenn ich zum Beispiel im Stealth-Modus nur eine Waffe mit Schalldämpfer habe, mache ich nicht direkt alle Gegner um mich herum auf mich aufmerksam. Aber mit irgendeinem Button muss ich ja immerhin auch noch zielen.
#2 – Highlight: Die Glamdocs
Die Glamdocs sind die zweite Sache, die mich wirklich sehr positiv überrascht hat. Denn CD Projekt Red hat nicht einfach nur irgendwelche NPCs in die Gebäude einziehen lassen, sondern jeder von ihnen hat eine richtige Persönlichkeit und eine kleine Hintergrundgeschichte.
So werde ich im Stadtzentrum beim Glamdoc The Styliste direkt einmal von Robotern mit Knarren bedroht oder gerate in Santo Domingo bei einem Familienstreit zwischen die Fronten. Ich hatte so viel Spaß mit dem Geplänkel, dass ich bei jedem einzelnen Glamdoc in Night City vorbeigeschaut habe.
Dort könnt ihr eure Cyberware (Mantis-Klingen, Gorilla-Arme, Monodrahte, Raketen-Abschuss-System) design- und farbtechnisch anpassen. Allerdings haben alle bis auf der Glamdoc in Pacifica (Zéna Delicé) dasselbe Sortiment zur Auswahl. Demnach lohnt es sich nur bei allen von ihnen reinzuschneien, wenn ihr es liebt, jeden Winkel von Night City zu erkunden und in euch aufzusaugen.
Eine ähnlich liebevolle Gestaltung hätte auch die neue Nebenquest vertragen können, denn die hat mich tatsächlich ziemlich enttäuscht.
Clampdown hätte viel besser sein können
Für die neue Nebenquest muss ich sowohl die Hauptmissionen Der Coup, Love like Fire und Playing for Time als auch zwei Aufträge für die Fixerin Wakako Okada in Japantown erledigen. Nach einiger Zeit bekomme ich eine Nachricht von ihr, die mich mit dem Söldner King alias Weak Kingsley in Verbindung setzt – einer der Hauptfiguren aus Edgerunners 2.
Die Quest spielt vor den Ereignissen der zweiten Staffel und ich soll mich in der Nähe des Diners BuryGer in Santo Domingo mit King treffen. Hier kommt schon die erste Enttäuschung: Er taucht nicht selbst auf, sondern ruft mich lediglich an. Mein Auftrag lautet, eines seiner Crewmitglieder aus dem Gefängnis auf der anderen Straßenseite zu befreien.
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Clampdown ist an sich ganz nett, hat mich für etwa 30 Minuten beschäftigt, lohnt sich aber eigentlich nur, um das legendäre Outfit von King und seinen Tech-Revolver Coronation zu bekommen. Vor allem seine fetzige rote Brille sieht ziemlich cool aus – die hat Robert Downey Jr. vermutlich auch in seiner Brillensammlung.
Am Ende winkt noch ein kleiner Endboss, zu dem ich aber absolut keine emotionalen Gefühle hege, der vorher noch nie erwähnt wurde und der eher wie ein weiterer Cyberpsycho-Auftrag von Regina Jones wirkt. Ich habe keine riesige Quest erwartet, aber es hätte schon viel mehr Spaß gemacht, wenn ich wenigstens eine Videospiel-Version von King gesehen hätte. Nicht einmal ein richtiges Anrufbild hat der Söldner spendiert bekommen.
Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr seit dem 2.5 Update schon wieder in Cyberpunk 2077 reingespielt? Oder werdet ihr es noch tun? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.
Für mich geht's jetzt wieder nach Dogtown, da habe ich nämlich noch einiges zu erledigen und Reed nervt mich ständig damit, dass ich zurückkommen soll.

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