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Spoilerfreie Kritik zu Daredevil: Born Again ist ein teuflisch gutes Comeback

Hier ist der Teufel los! In unserer spoilerfreien Serienkritik erfahrt ihr, was uns an der Rückkehr von Matt Murdock gut und weniger gut gefällt.

Der Teufel von Hells Kitchen ist zurück und präsentiert sich in Bestform. Bildquelle: Disney Marvel Der Teufel von Hell's Kitchen ist zurück und präsentiert sich in Bestform. Bildquelle: Disney / Marvel

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Sieben lange Jahre mussten Daredevil-Fans auf eine Fortsetzung der beliebten Marvel-Serie warten, die von 2015 bis 2018 unter der Schirmherrschaft von Netflix drei Staffeln lang produziert wurde.

Jetzt geht's weiter. Ohne Netflix, sondern auf Disney Plus und offiziell als Teil des Marvel Cinematic Universe. Wer deshalb befürchtet, dass Daredevil: Born Again nicht an das düstere und sehr brutale Netflix-Original anknüpfen kann … hat Recht.

Born Again legt nämlich sogar noch eine Schippe drauf!

Spoiler? Nicht bei uns! Wir haben bereits alle neun Folgen der ersten Staffel schauen können. Aber keine Sorge, ihr könnt beruhigt weiterlesen. Wir halten uns bei Angaben zur Handlung von Born Again nur an das bereits gezeigte Material aus den offiziellen Trailern. Auch sonst verraten wir keine wichtigen Infos zur Serie, die euch die Überraschung verderben.

Sören Diedrich
Sören Diedrich

Sören hat lange gebraucht, um Daredevil cool zu finden. Anno 2003 hat er sich nämlich als Jugendlicher die scheußliche Verfilmung mit Ben Affleck im Kino angeschaut. Bis heute trauert er den fünf Euro Taschengeld hinterher. Erst die Netflix-Serie hat ihm gezeigt, was für ein cooler Teufelskerl dieser Matt Murdock ist. Born Again macht auf diesem Qualitätsniveau weiter, juchhu!

Um was geht es in Daredevil: Born Again?

Das Leben von Matt Murdock (Charlie Cox) ist aus den Fugen geraten. Nach einem traumatischen Ereignis hat der erblindete Rechtsanwalt sein Superhelden-Alter-Ego Daredevil aufgegeben und versucht, irgendwie im Alltag zurechtzukommen.

Derweil verfolgt sein Erzfeind, der gefürchtete Unterwelt-Schurke Wilson Fisk alias Kingpin (Vincent D'Onofrio), einen neuen Plan: Er möchte Bürgermeister von New York City werden, der nie schlafenden Stadt zu neuem Glanz verhelfen und den Menschen dienen. Doch welche Ziele hat er wirklich?

Die Schicksale von Matt und Fisk kreuzen sich plötzlich wieder, als eine neue Bedrohung in den Straßen von New York für Ärger sorgt. Der grausame Serienkiller Muse bringt einen Stein ins Rollen, der schon bald die komplette Stadt zu überrollen droht.

Video starten 2:07 Daredevil ist zurück: Der Trailer zu Born Again zeigt genau das, was Fans wollen

Für wen ist Daredevil: Born Again interessant?

Wenn euch die Netflix-Serie gefallen hat, werdet ihr euch in Born Again von Sekunde eins an wie Zuhause fühlen. Der Look, der Sound, die Dialoge - alles fühlt sich nach der Staffel 4 an, die wir nie bekommen haben.

Viele bekannte Nebenfiguren sind wieder am Start. Neue Personas betreten die große Bühne und fügen sich prima ein. Vor allem die Art und Weise, wie die insgesamt neun Folgen erzählt werden, fesselt vor die Glotze. Die Action zieht einem die Schuhe aus, die Dialoge sind hochspannend geschrieben und lassen uns manchmal den Atem anhalten.

Umso erfreulicher, dass ihr auch als Neulinge problemlos allen wichtigen Handlungssträngen folgen könnt. Es gibt zwar Anspielungen an frühere Geschehnisse aus Netflix-Tagen, die spielen aber keine wichtige Rolle und verwirren somit auch nicht, wenn Born Again euer erster Kontakt mit dem Daredevil-Franchise ist.

Matthew Murdock (Charlie Cox, links) und Wilson Fisk (Vincent DOnofrio, rechts) sorgen schon einzeln in jeder Szene für Spannung. Wenn die Beiden aufeinandertreffen, zittert sogar das TV-Gerät vor Nervosität. Bildquelle: Disney Marvel Matthew Murdock (Charlie Cox, links) und Wilson Fisk (Vincent D'Onofrio, rechts) sorgen schon einzeln in jeder Szene für Spannung. Wenn die Beiden aufeinandertreffen, zittert sogar das TV-Gerät vor Nervosität. Bildquelle: Disney / Marvel

Dass Faszinierendste an Born Again ist die einzigartige Chemie zwischen Wilson Fisk und Matthew Murdock. Zwei Männer, die sich bis aufs Blut hassen und auf den ersten Blick grundverschieden erscheinen, sich aber in vielen Punkten erschreckend ähnlich sind. Die Darsteller Charlie Cox und Vincent D'Onofrio brillieren in jeder Szene. Vor allem D'Onofrio festigt seinen Ruf als legendärer Marvel-Schurke.

Obacht: Die Show ist nichts für schwache Gemüter. Es fließt Blut, es brechen Knochen, es knacken Schädel - hier werden innerhalb des meist familienfreundlichen MCU Grenzen verschoben. Wie auch schon zu Netflix-Zeiten ist die Brutalität nie reines Schauwerk. Die Gewalt ist in der kompromisslosen Welt von Kingpin, Daredevil und Co. ein Teil der Kämpfe der Figuren - der äußeren, aber vor allem der inneren.

Was uns an Daredevil: Born Again gefallen hat

  • Die Hauptfiguren: Es kann nicht oft genug betont werden, wie herausragend Charlie Cox und Vincent D'Onofrio in ihren Rollen aufgehen. Man merkt einfach, dass diese Figuren eine Leidenschaft für die Beiden sind. Dieses Duo spielt sich in Born Again noch weiter in die Herzen der Fans, wenn das überhaupt noch möglich ist.
  • Charakterentwicklung: Fast alle relevanten Figuren machen von Folge 1 bis 9 eine spürbare Entwicklung durch und sind am Ende an einem Punkt angelangt, der uns der bereits bestätigten Staffel 2 entgegenfiebern lässt. Mein persönlicher Favorit: Das Ehepaar Wilson und Vanessa Fisk. Wie kaputt und zugleich verstörend-harmonisch kann eine Partnerschaft sein?!
  • Dialoge und Tonalität: Viele Konversationen in der Show strotzen vor kleinen Nuancen, die die Figuren lebensecht wirken lassen und die Immersion erhöhen. Es wird geflucht, geweint, geschrien und die ganze Zeit über schwebt ein bedrückender Schleier über allem. Disney und Marvel haben Wort gehalten und sind kein Stück von der Ausrichtung auf ein erwachsenes Zielpublikum abgerückt.
  • Die Kämpfe: Gekämpft wird gar nicht mal so oft in Born Again, aber wenn, dann ist es ein Fest. Die Choreographien kommen ohne große Schnitte aus, oft bekommen wir sehr lange Einstellungen zu Gesicht. Oft tut es schon beim Hinschauen weh!
  • Der Anfang und das Ende: Born Again beginnt spektakulär und endet auf einem Höhepunkt, der die Handlungsstränge zufriedenstellend auflöst und uns zugleich nach mehr lechzen lässt - so muss das sein!

Wilson und Vanessa Fisk sind in Born Again für jede Menge verstörender Szenen zuständig. Bildquelle: Disney Marvel Wilson und Vanessa Fisk sind in Born Again für jede Menge verstörender Szenen zuständig. Bildquelle: Disney / Marvel

Was uns an Daredevil: Born Again nicht gefallen hat

  • Das CGI: Born Again nutzt zum Glück nur sehr wenig CGI, denn das bisschen, was wir sehen, ist nicht hübsch. Wenn Daredevil von Dach zu Dach schwingt, erinnert das an ein Videospiel. Die Szenen, in denen wir das ertragen müssen, können wir aber an einer Hand abzählen, puh!
  • Muse: Keine Spoiler, versprochen. Aber beim neuen Schurken wird jede Menge erzählerisches Potenzial verschenkt. Er ist zwar maßgeblich an einem sehr wichtigen Punkt der Handlung beteiligt, bekommt abgesehen davon aber überraschend wenig zu tun.
  • Der Mittelteil: Versteht uns bitte nicht falsch, auch die Episoden in der Mitte sind durchweg unterhaltsam. Trotzdem verliert die anfangs rasant eröffnete Story-Prämisse zur Halbzeit spürbar an Fahrt. Die Handlung verzweigt sich in viele kleine Nebenäste, worunter das große Ganze leidet. Zum Ende hin lösen sich viele dieser Subplots dann ganz schnell auf und der Spannungsbogen schießt in die Höhe.

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