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Der Doom-Erfinder wollte einen neuen Shooter in UE5 machen, verliert komplette Finanzierung auf einen Schlag - seine Frau stellt Hilferuf ins Netz

Der Doom-Erfinder John Romero verliert durch einen plötzlichen Finanzierungsstopp sein neues Shooter-Projekt. Seine Frau bittet die Branche öffentlich um Hilfe für das betroffene Entwicklerteam.

John Romero (l.) und John Carmack gründeten 1991 gemeinsam id Software. Gemeinsam schufen sie Titel wie Doom, Wolfenstein 3D und Commander Keen. John Romero (l.) und John Carmack gründeten 1991 gemeinsam id Software. Gemeinsam schufen sie Titel wie Doom, Wolfenstein 3D und Commander Keen.

Den Namen John Romero dürften viele von euch schon einmal gehört haben: Das Urgestein der Spielebranche und Miterfinder von Doom stand kurz davor, mit einer brandneuen Shooter-Marke in der Unreal Engine 5 das Genre einmal mehr aufzumischen.

Doch aus diesem Traum wird vorerst nichts. Ein plötzlicher Finanzierungsstopp hat das Projekt seiner Nacht beendet und das gesamte Team in die Arbeitslosigkeit gestürzt.

Microsofts Rotstift trifft auch Partnerstudios

Wie aus dem Nichts traf die Hiobsbotschaft das Entwicklerstudio Romero Games: Brenda Romero, Spieledesignerin, Ehefrau von John Romero und Mitgründerin des Studios, teilte die niederschmetternde Nachricht in einer öffentlichen Stellungnahme mit. Am späten Abend habe man erfahren, dass der Publisher die Finanzierung für das Spiel gestrichen hat:

Diese Entscheidung sei »strategisch auf einer sehr hohen Ebene innerhalb des Publishers getroffen« worden und lag damit weit außerhalb des Einflussbereichs des Entwicklerstudios.

Besonders ärgerlich: Das Projekt war laut eigener Ansicht ein voller Erfolg. Brenda Romero betont, dass das Team jeden Meilenstein pünktlich erreicht, jede interne Prüfung bestanden und für die Qualität seiner Arbeit durchweg großes Lob erhalten habe.

Der leitende Leveldesigner Sebastian Bica schrieb auf LinkedIn:

Das ist ein riesiger, plötzlicher und unerwarteter Schlag für ein Projekt, das innovativ war, gut lief und vor allem Spaß gemacht hat. Die letzten mehr als zwei Jahre waren fantastisch, die Zusammenarbeit mit allen war ein Riesenspaß und ich werde all die gemeinsamen Momente und Erinnerungen für immer in Ehren halten! Es ist echt schade, dass wir das Projekt nicht zu Ende bringen können!

Der bekannteste Titel von Romero Games war Empire of Sin, den Trailer zum Mafia-XCOM könnt ihr hier noch einmal sehen:

Video starten 1:56 Neuer Trailer zu Empire of Sin zeigt noch mehr Gameplay des Mafia-XCOMs

Ein emotionaler Hilferuf im Netz

Die Konsequenzen für Romero Games sind verheerend: Berichten zufolge wurde fast die gesamte Belegschaft von knapp 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entlassen. Zahlreiche Entwickler bestätigten auf sozialen Netzwerken wie LinkedIn ihren Jobverlust und machten diesen direkt an den Kürzungen bei Microsoft fest.

Inmitten des Chaos wandte sich Brenda Romero mit einem emotionalen Appell an die Öffentlichkeit:

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Sie beschreibt den Tag als »extrem schwer« und das Team als am Boden zerstört. Viele der Mitarbeiter hätten seit über einem Jahrzehnt, einige sogar seit über 20 Jahren, zusammengearbeitet.

In ihrer Stellungnahme bittet sie die Branche um Unterstützung für ihr Team: »Wenn ihr von Möglichkeiten hört oder auf irgendeine Weise unserem unglaublichen Team helfen könnt, meldet euch bitte«.

Wie es mit Romero Games offiziell weitergeht, ist derzeit noch unklar. Der plötzliche Verlust des Hauptprojekts und die zahlreichen Entlassungen in kürzester Zeit deuten jedoch darauf hin, dass das irische Entwicklerstudio bald seine Pforten schließen wird.

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