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Fazit: The Longing: Wie viel Spaß macht ein Spiel, an dem man genau 400 Tage sitzt?

Fazit der Redaktion

Géraldine Hohmann
@mighty_dinomite

Der Schatten hat sich sofort einen Platz in meinem Herzen erschlichen. Mit einer herzzerreißenden Genügsamkeit schreibt er in sein Tagebuch, wie gemütlich er es eigentlich im Palast hat, auch wenn fließendes Wasser ganz schön wäre. Als er das erste Mal auf eine verschlossene Tür trifft, sinniert er: »Ich werde dieses Ereignis der Liste meiner Enttäuschungen hinzufügen. Jetzt habe ich 1x Enttäuschung« (Ja, Enttäuschung ist tatsächlich eine Ressource.) Er hat mich immer wieder zum Lachen gebracht - und sei es nur vor Wahnsinn, weil ich irgendwann ein bisschen durchgedreht bin.

Manchmal wollte ich ihn anschreien »Nun lauf doch endlich!«, doch nach einer gewissen Zeit passierte etwas Merkwürdiges. Die Gleichgültigkeit setzte ein, ich zuckte mit den Schultern, lehnte mich zurück, beobachtete den Schatten bei seinem Langsamkeits-Marathon und dachte über das Leben nach. Er zwang mich, einen - oder eher 15 - Gänge herunterzufahren und Dinge viel langsamer anzugehen, als ich es sonst tue: sowohl in Videospielen, als auch im realen Leben.

Klar, 400 Tage bleiben 400 Tage, egal, was ihr mit ihnen anstellt. Selbst das Ergebnis unterscheidet sich vielleicht nur minimal. Aber warum solltet ihr euch den Weg zum Ziel nicht so schön wie möglich gestalten? Und mal ehrlich, das ist schon irgendwie tiefsinnig.

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