Deadpool ist eine Gelddruckmaschine. Alle drei bisher veröffentlichten Filme um den Söldner mit der großen Klappe ließen jedes Mal aufs Neue die Kassen klingeln - zuletzt spielte Deadpool & Wolverine 2024 weltweit über 1,3 Milliarden US-Dollar ein!
Dabei war vor gut 15 Jahren absolut undenkbar, dass Wade Wilson mal seinen eigenen Solo-Film bekommt. Studios schrecken ohnehin gerne mal vor Produktionen mit hartem R-Rating und einer Ausrichtung auf ein rein erwachsenes Publikum zurück.
X-Men Origins: Wolverine verbesserte natürlich ebenfalls nicht die Chancen auf ein Solo-Abenteuer, nachdem der Film die wohl unbeliebteste Variante von Deadpool etablierte. Doch 2014 erfolgte ein heute legendärer Leak, der 20th Century Fox eines besseren belehrte.
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Vor Deadpool gab es keinen Film wie Deadpool - hier könnt ihr euch nochmal den Trailer dazu anschauen
Dank diesem Leak gab es überhaupt erst einen Deadpool-Solo-Film
Was genau passiert ist? 2012 setzten sich Ryan Reynolds und Regisseur Tim Miller an Probeaufnahmen, die die hohen Tiere bei Fox davon überzeugen sollten, einer vorlagengetreuen Deadpool-Produktion grünes Licht zu erteilen.
Allerdings war das Studio nicht interessiert, besagtes Material verschwand in der Schublade und Ryan Reynolds musste die Hoffnungen auf sein Traumprojekt begraben … Zumindest bis 2014, als die Probeaufnahmen plötzlich im Internet landen und unter Fans für euphorische Reaktionen sorgten.
Jetzt wurde Fox hellhörig und gewährte Miller und Reynolds doch noch grünes Licht für ihre Deadpool-Idee - mit einem bescheidenen Budget und entsprechend geringem Risiko. Bei einem lächerlichen 58 Millionen US-Dollar sollte der Film letztendlich weltweit über 782 Millionen einspielen und wurde damit zu einem riesigen Erfolg, der sogar Rekorde brach!
Ebenso überschlugen sich Kritiker sowie Fans vor Lob und zeigten damit, dass selbst Superhelden-Filme mit einem harten R-Rating kommerziell richtig viel Geld einfahren können.
Das geleakte Testmaterial könnt ihr übrigens noch immer online finden:
Link zum YouTube-Inhalt
Wer hätte es sonst sein können?
Doch wer ist letztendlich überhaupt schuld daran, dass das Deadpool-Material geleakt ist und damit erst die Produktion des ersten Films ermöglichte? Etwas mehr als zehn Jahre nach dem Vorfall bekennt sich derjenige schuldig, den wir sowieso schon alle verdächtigt hatten: Ryan Reynolds.
Gegenüber Entertainment Weekly gibt der heute 48-jährige Schauspieler zu:
Wir haben für Deadpool etwas Probematerial gedreht und das Studio wollte davon schlichtweg nichts hören.
Deadpool war zu diesem Zeitpunkt ein Randcharakter und Leute wussten nicht einmal, wer das sein soll, während ich ihn wirklich liebte. Ich war davon besessen, weil er weiß, dass er ein Charakter in einer Comicverfilmung ist. Da war dieser neue Meta-Aspekt. Und das Testmaterial hat bereits existiert und zeigte, wie das funktionieren könnte. Aber [Fox] wollte damit einfach nichts anfangen.
Also hat es irgendein Arschloch online geleakt und als ich beim Zähneputzen in den Spiegel geschaut hab, dachte ich mir: Junge, was hast du getan. Du kannst damit richtig, richtig Ärger bekommen!
Das Internet hat das Studio aber letztendlich dazu gezwungen, zu sagen: Wir machen diesen Film
und 24 Stunden später hatten wir grünes Licht.
Mittlerweile hat Disney 20th Century Fox längst aufgekauft und ist damit in Besitz der Rechte an den X-Men und auch Deadpool. Mit Deadpool & Wolverine ist Wade Wilson endgültig im Marvel Cinematic Universe angekommen und Berichten zufolge soll er auch in Avengers: Doomsday eine Rolle spielen.
Der Film startet am 16. Dezember 2026 in den Kinos, während dem MCU nach Avengers 6 angeblich ein Neustart blüht.
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