Deutsche spielen laut Gaming-Studie im Ländervergleich am meisten

Eine große Umfrage hat ergeben, dass Spieler aus Deutschland im Schnitt die meiste Zeit mit ihrem Hobby verbringen.

von Christian Just,
17.03.2020 21:07 Uhr

Deutsche Spieler sind laut einer Studie am längsten in Spielen aktiv. Deutsche Spieler sind laut einer Studie am längsten in Spielen aktiv.

Für den Bericht »The State of Online Gaming 2020« hat das Unternehmen Limelight Networks eine Umfrage unter 4.500 Menschen durchgeführt, die regelmäßig Videospiele nutzen. Dabei kam heraus, dass deutsche Teilnehmer die meiste Zeit pro Woche mit ihrem Hobby verbringen, nämlich 6,92 Stunden im Schnitt.

Kurz darauf folgen Spieler aus Großbritannien mit 6,89 Stunden und Singapur mit 6,85 Stunden. Die geringste Spieldauer pro Woche sammeln Teilnehmer aus Südkorea an, die nur 5,04 Stunden mit dem Zocken verbringen.

Der Bericht basiert auf den Antworten von Verbrauchern in Frankreich, Deutschland, Indien, Italien, Japan, Singapur, Südkorea, dem Vereinigten Königreich und den USA im Alter von 18 Jahren oder älter, die mindestens einmal pro Woche Videospiele spielen. Dabei sind Smartphones das primäre Spielgerät und »Casual-Singleplayer-Spiele« wie Candy Crush das meistgespielte Genre.

Meinung: Spiele machen süchtig und das ist Absicht!   43     13

Mehr zum Thema

Meinung: Spiele machen süchtig und das ist Absicht!

Skepsis gegenüber Streaming

Die Studie stellt auch Fragen, was Spielern bei einem »Konsolen-losen Spiele-Service« wichtig ist, also einem Abo-Dienst für's Streaming von Spielen, wie etwa Google Stadia oder Geforce Now. Die Frage wurde konkret nach dem Hauptgrund gestellt, was die Kunden vom Abschluss eines Abos abhalten würde.

Hier zeigt sich, dass vor allem Preis und Netzwerk-Leistung Knackpunkte darstellen, also Kosten für das Abonnement oder die Spiele sowie die Performance des Dienstes, sprich Netzwerkverzögerung. Hier fallen die Gewichtungen weltweit im Schnitt ähnlich aus:

  • Für 57,2 Prozent ist ein zu hoher Preis entscheidend.
  • 20,3 Prozent würden wegen Probleme bei der Performance verzichten.
  • Für 11,4 Prozent sind die angebotenen Inhalte nicht ausreichend.
  • 11,2 Prozent halten Streaming-Dienste für nicht sicher und sorgen sich um ihre Privatsphäre.

Google Stadia im Test - Funktioniert die »Zukunft des Gaming« jetzt wirklich? 14:30 Google Stadia im Test - Funktioniert die »Zukunft des Gaming« jetzt wirklich?

Viele ältere Teilnehmer

Bei der Demografie zur Studie wird deutlich, dass der Altersdurchschnitt der befragten Spieler relativ hoch ausfällt. Demnach sind:

  • 20,5 Prozent über 60 Jahre alt.
  • 29,4 Prozent zwischen 46 und 60 Jahren alt.
  • Jeweils 18,1 Prozent sind zwischen 26 und 35 oder zwischen 36 und 45 Jahren alt.
  • Nur 14 Prozent zwischen 18 und 25 Jahren alt.

Laut Limelight wurden die Umfragen von einer Drittfirma bei internationalen Verbraucherveranstaltungen zwischen dem 3. und 21. Januar durchgeführt. Dies könnte den relativ hohen Altersdurchschnitt der befragten Personen erklären.

zu den Kommentaren (65)

Kommentare(65)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.

Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen oder schließen