Eine schlechte Nachricht, ausgerechnet in Zeiten, in denen wir viel über die Bewahrung von Spielen diskutieren: Dem Projekt Internationale Computerspielesammlung, dem geplanten weltgrößten Archiv für Videospiele, ist das Geld ausgegangen. Nun ist die Zukunft ungewiss.
Was ist das ICS überhaupt?
Dieses Projekt wurde 2012 gestartet und hat seitdem nicht nur rund 60.000 Spiele auf physischen Datenträgern gesammelt, sondern auch dazugehörige Gegenstände wie Handbücher. 42.000 dieser Spiele sind in der digitalen Datenbank abrufbar.
Das Archiv sollte an einem festen Standort öffentlich zugänglich werden, sowohl zur Aufbewahrung als auch zu Bildungs- und Forschungszwecken. Finanziell gefördert wurde das Projekt vom Berliner Senat und dem Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, laut Games Wirtschaft mit 1,5 Millionen Euro.
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Nun ist die weitere Finanzierung nicht mehr möglich, wie das CDU-geführte zuständige Bundesforschungsministerium erklärt:
Der nächste Schritt wäre die dauerhafte Etablierung der ICS als physische Einrichtung, mit eigenen Archivräumen und Arbeitsplätzen zur Nutzung des Archivguts. Da dafür eine längerfristige Finanzierung benötigt wird, wäre eine sogenannte ‚Institutionelle Förderung‘ notwendig, die jedoch an hohe haushaltsrechtliche Hürden geknüpft ist. Die Möglichkeit einer institutionellen Förderung wurde im BMFTR geprüft, ist jedoch aktuell für die ICS nicht umsetzbar.
Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey bestätigte auf Anfrage von Games Wirtschaft, dass das ICS-Projekt geprüft und als wirtschaftlich nicht tragfähig befunden worden sei.
Was passiert mit den gesammelten Spielen? Die Sammlungen, die unter anderem aus Spenden bestehen, verbleiben erstmal bei ihren bisherigen Besitzern, zum Beispiel im riesigen Archiv der USK und der Sammlung des Berliner Computerspielemuseums. Zum aktuellen Zeitpunkt ist auch die digitale Datenbank noch abrufbar. Wie es langfristig weitergeht, ist bisher nicht bekannt.
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