Grün ist die Hoffnung: Jahrelang löste der Anblick dieser Farbe bei Diablo-Fans Vorfreude aus. Oder Furcht: Denn der Fund eines Set-Items trat unweigerlich die Suche nach dem Rest der Gegenstands-Serie los - und der Grind nach dem richtigen Set war für manche Endgame-Builds unerlässlich.
Mit Diablo 4: Lord of Hatred bringt Blizzard die Set-Gegenstände nach jahrelanger Abwesenheit zurück in die Welt von Sanktuario. Doch dieses Mal soll das System eine grundlegende Transformation erfahren, um die Fehler der vergangenen Jahrzehnte hinter sich zu lassen.
Sets waren schon immer umstritten
In der Historie der Action-Rollenspiele nahmen Sets stets eine Sonderrolle ein. In Diablo 2 eingeführt, boten sie interessante Boni und oft eine besondere optische Aura, waren jedoch selten die mathematisch beste Lösung für professionelle Builds. Das änderte sich radikal mit Diablo 3.
Dort wurden Sets zur absoluten Pflicht. Wer die höchsten Schwierigkeitsgrade meistern wollte, kam an den massiven Schadensmultiplikatoren der Sechser-Boni für ein komplettes Set nicht mehr vorbei.
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Diablo 4: Das macht den neuen, alten Paladin in Lord of Hatred so besonders
Das Modell erntete viel Kritik aus der Community: Es fühlte sich an wie ein Malen nach Zahlen. Das Spiel diktierte durch die Set-Boni genau, welche Fähigkeiten ihr nutzen musstet. Wer einen Wirbelwind-Barbaren spielen wollte, war auf sechs spezifische Rüstungsteile festgelegt.
Auf Endgame-Level erstickte das jede Form von individuellem Experimentieren im Keim. Zum Start von Diablo 4 verzichtete Blizzard daher bewusst auf diese Mechanik und setzte stattdessen auf das neue System der legendären Aspekte und die Mythics.
Talismane statt Sets
Lord of Hatred weicht dieses kategorische Nein zu Sets ab dem Release am 28. April 2026 aber wieder auf. Das Zauberwort heißt Talisman. Anstatt wertvolle Inventar-Plätze für Helme, Handschuhe oder Brustpanzer zu blockieren, werden die Set-Boni in eine separate Matrix ausgelagert.
Die Funktionsweise basiert auf einem Hex-Gitter, in das verschiedene Komponenten wie Siegel oder Tafeln eingesetzt werden. Durch die Kombination dieser Teile werden die klassischen Set-Boni freigeschaltet. Details dazu hält Blizzard aktuell noch unter Verschluss - gut möglich, dass das Addon auch Set-Items einführt, deren Boni ihr dann per Crafting entfernen müsst, um sie anschließend in den Talisman zu übertragen.
Der Ansatz löst auf den ersten Blick das größte Problem der Vergangenheit. Da die Boni im Talisman und nicht an der Ausrüstung hängen, bleibt die Flexibilität gewahrt. Ihr könnt weiterhin mächtige einzigartige Gegenstände wie die Harlekinskrone tragen, ohne einen Set-Bonus zu verlieren, weil eure Figur nicht die komplette Ausrüstung am Körper hat.
Doch wie schon in der Vergangenheit stößt das System nicht überall auf Zustimmung.
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