Nach der Erweiterung Vessel of Hatred und angesichts der Konkurrenz durch Path of Exile 2 stand Blizzard mit Diablo 4 unter Zugzwang. Doch die elfte Season of Divine Intervention (Deutsch: Saison der Göttlichen Intervention) sorgt nach der Ankündigung des neuen Add-ons Lord of Hatred und der Rückkehr des Paladins gerade für ausgesprochen gute Stimmung in der Spielerschaft.
Statt eines lauen Aufgusses bekannter Mechaniken, um die Wartzeit bis zum Release von Lord of Hatred am 28. April 2026 zu überbrücken, übertrifft Season 11 von Diablo 4 die Erwartungen vieler. Die Stimmung hat sich von Skepsis zu Begeisterung gewandelt, getragen von sinnvollen System-Updates und einer gewaltigen Portion Nostalgie.
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Riskante Item-Verbesserung
Systemseitig glänzt vor allem die Überarbeitung des Masterworking. Die neue Möglichkeit, den letzten Upgrade-Rang neu auszuwürfeln, ohne den gesamten Fortschritt zurückzusetzen, wird als massiver Respekt vor der Lebenszeit der Spieler gewertet.
Kontroverser ist dagegen das neue »Sanctification«-System (Deutsch: Heiligung). Es erlaubt extrem mächtige finale Boni, birgt aber das Risiko, das Item komplett zu ruinieren – das sogenannte »Bricking«. Was für Hardcore-Optimierer den nötigen Nervenkitzel eines »Item Sink« bringt, sorgt bei anderen für Frust, wenn der mühsam erfarmte Gegenstand plötzlich nutzlos wird.
Der Paladin ist zweifellos der Star der neuen Diablo-4-Saison. Die als Vorbesteller-Bonus integrierte Klasse trifft fast ausschließlich auf Begeisterung, auch wenn derzeit noch einige heillos unausbalancierte Builds im Umlauf sind.
Diablo-Veteranen feiern die Rückkehr des klassischen »Hammerdin«, während neue Schild-Mechaniken endlich die Lücke des defensiven Nahkämpfers füllen. Zwar gibt es Kritik an der Koppelung der Klasse an den Kauf von Lord of Hatred, doch der immense Spielspaß und die Tatsache, dass durch umfangreiche Änderungen auch alte Klassen konkurrenzfähig bleiben, lassen die Pay2Win-Vorwürfe in den Hintergrund treten.
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Diablo 4: Belial ist zurück, aber unser Paladin macht mit ihm kurzen Prozess
Licht und Schatten im Endgame
Während die Integration der Niederen Übel wie Azmodan oder Duriel in die offene Welt für dichte Atmosphäre sorgt, enttäuscht das neue Endgame-Feature »Der Turm«. Der wird offiziell erst im Januar 2026 freigegeben, war aber bereits für Testspieler auf dem Public Test Realm (PTR) verfügbar. Dort war das Feedback bislang verhalten, da der Turm angeblich schlechtere Belohnungen als die bisherige Grube bietet und zu stark von zufälligen Pylon-Effekten abhängt. Aber hier könnte Blizzard bis zum offiziellen Launch natürlich noch nachbessern.
Deutlich besser gelingt Blizzard die Balance der bisherigen Charaktere: Statt den dominanten Spiritborn totzupatchen, wurden andere Klassen wie der Barbar und der Jäger auf dessen Leistungsniveau angehoben. Diese Entscheidung gegen Nerfs und hin zu »Power Creep« kommt hervorragend an.
Wenn ihr auch schon Season 11 von Diablo 4 spielt, sagt uns gerne eure Meinung in den Kommentaren? Macht euch die neue Season Spaß oder habt ihr wenige Tage nach dem Start schon wieder genug von Blizzards Action-Rollenspiel?

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