Wer wie ich in einer Remote-Stelle arbeitet und gelegentlich Co-Working-Spaces besucht oder im Zug arbeitet, weiß: Kompakte Hardware ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit.
Während meiner Studienzeit habe ich unzählige Setups ausprobiert und bin letztendlich bei einer Kombination aus Android-Tablet und Tastatur-Cover gelandet – der einzige Haken war dabei immer die fehlende Maus.
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Wie mich meine Maus jahrelang verrückt gemacht hat und wie leicht ich das direkt hätte ändern können
Als Logitech-Fan bin ich zwar bei der Pebble M350 geblieben und nutze sie bis heute. Dennoch wirkt selbst das kompakte Gerät manchmal sperrig und im Verhältnis zu anderen kleinen Mäusen fast schon schwer.
Genau hier setzt Logitechs erste faltbare Maus, die sogenannte Mobi Fold
, an. Diese ist nicht nur besonders leicht, sondern dank ihrer Falttechnik auch schnell verstaut und platzsparend.
Ich habe das Tool für euch im Alltagstest auf Herz und Niere geprüft und verrate euch, ob das Gadget wirklich den erhofften Mehrwert liefert – und welche Kompromisse ich gerne in Kauf nehme.
Transparenzhinweis: Logitech hat mir die Mobi Fold
für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor Erscheinen des Artikels. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Artikel.
Ein echter Hingucker: Mein erster Eindruck war anders als erwartet
Beim ersten Blick wirkt die rund 80 Euro teure Maus recht kantig und erinnert mich vom Material her an einen Radiergummi.
Was klobig aussieht, ist in der Realität jedoch alles andere als das: Nach dem ersten Aufklappen liegt die Mobi Fold
erstaunlich bequem in der Hand.
Gerade zu Beginn fühlt sich das Auffalten etwas ungewohnt an – fast so, als könnte das Gadget zerbrechen. Diese Sorge ist laut dem Hersteller jedoch unbegründet, da Logitech für das Scharnier eine Lebensdauer von 15 Jahren täglicher Nutzung bescheinigt.
Um zu verhindern, dass ihr euch beim Aufklappen die Haut einklemmt, ist das Scharnier zudem mit einer Silikonbeschichtung bedeckt.
Die Maus passt problemlos in jede Hosentasche oder direkt in die Tablet-Tasche und ist mit 79 Gramm sogar noch leichter als die ohnehin schon kompakte Pebble M350, die ich sonst im Einsatz habe.
Spezifikationen
- Verbindung: Bluetooth (Wechsel zwischen bis zu drei Geräten per Knopfdruck möglich), USB-C-Anschluss zum Laden
- Sensor: Optischer Sensor 4K DPI
- Bedienung: Multifunktions-Touchpanel statt Mausrad (inklusive zwei per Software anpassbaren Klickzonen)
- Akkulaufzeit: Bis zu 1 Monat bei voller Ladung (Schnellladefunktion: 1 Minute Laden für bis zu 22 Stunden Nutzung)
- Gewicht: 79 Gramm
- Abmessungen: Ca. 66 x 64 x 19 mm (im zusammengeklappten Zustand)
- Besonderheiten: Innovativer Klappmechanismus (Ausschalten durch Zusammenfalten), langlebiges Scharnier (15 Jahre Lebensdauer), flexibel anpassbar via Logi Options+ App, austauschbarer Akku über eine abnehmbare Klappe auf der Unterseite
Veröffentlichung und Preis
- Release: Bereits veröffentlicht
- Preis: 79,99 Euro
Ergonomie im Praxistest: So lässt sich die Mobi Fold
bedienen
Die kompakte Form erinnert zwar eher an ein Klapphandy als an eine Maus, ist dadurch aber nicht weniger angenehm. Tatsächlich unterscheidet sich die Handhabung während meines Tests kaum von einer gewöhnlichen
Variante.
Da meine Hände recht groß sind, liegt das Gerät schon an der Grenze der ergonomischen Nutzung – genau wie bei anderen Modellen wären hier verschiedene Größenoptionen ideal. Dabei darf jedoch nicht vergessen werden, dass maximale Kompaktheit das Ziel ist, weshalb ich diesen Kompromiss gerne eingehe.
Die Oberfläche der Maus ist komplett flach und im Gegensatz zu anderen Faltmäusen, wie etwa dem Microsoft Arc, läuft sie spitz zu, statt gewölbt zu sein.
Trotz High-Tech-Sensor hadert es teilweise an der Bedienung
Zur Steuerung nutzt die Mobi Fold
einen 4K-DPI-Sensor, der seine Arbeit gut erledigt. Wegen des leichten Gewichts habe ich jedoch mit einer ungewohnten Beschleunigung zu kämpfen gehabt, die gerade bei punktgenauem Klicken in Texten störend war.
Weitergehend habe ich bei manchen Untergründen das Gefühl gehabt, dass der Mauszeiger ins stocken
geraten ist – was überraschenderweise hauptsächlich bei meinem Mauspad passiert ist.
Beim Arbeiten unterwegs sollte es deshalb aber weniger ein Problem sein, da bei euch dann wahrscheinlich wie bei mir nur selten eine Unterlage zum Einsatz kommt.
Die Bedienung eines Touchpads als Ersatz für das fehlende Mausrad ist gerade am Anfang etwas ungewohnt gewesen. Durch die angenehme Bedienweise der Mobi Fold
hat das jedoch gut funktioniert. Interessanterweise ist die Nutzung des Mittelfingers zum Scrollen dabei intuitiver als die des Zeigefingers, den ich sonst verwende.
Mit smarten Lösungen lässt sich die Maus besonders schnell einsetzen
Das Pairing über Bluetooth ist nicht nur besonders unkompliziert, sondern auch extrem schnell. Wenige Sekunden nachdem ich die Maus das erste Mal aufgeklappt habe, habe ich auf meinem PC die Meldung bekommen, dass ich das Gerät nun verbinden kann.
Ähnlich effizient läuft die Integration von Logi Options+
, der zugehörigen Software von Logitech. Beim ersten Koppeln poppt auf meinem PC direkt eine Installationsnachricht auf, über die ich die Anwendung herunterladen kann.
Die Einrichtung wird durch ein Tutorial begleitet, und ich kann bereits vor dem ersten Einsatz die Mausgeschwindigkeit sowie die wichtigsten Shortcuts anpassen – neben der allgemeinen Tastenbelegung, kann ich hier auch persönliche Gesten hinzufügen.
In dem Programm sehe ich zudem, mit welchen Geräten ich das Gadget gekoppelt habe – insgesamt stehen drei Bluetooth-Kanäle zur Verfügung, zwischen denen ich bequem per Knopfdruck an der Maus wechseln kann.
Beim Akku gibt es das gewohnte Versprechen des Herstellers
Der austauschbare Akku des Geräts verspricht die übliche Qualität, die ich von Logitech kenne und soll eine Nutzung von bis zu einem Monat ermöglichen, bevor die Maus wieder aufgeladen werden muss.
Sollte das mobile Gadget doch mal leer gehen, reicht laut dem Hersteller eine Minute, um das Gerät wieder für 22 Stunden zu verwenden. Geladen wird die Mobi Fold
über den verbauten USB-C Anschluss und sie ist damit wirklich benutzerfreundlich.
Ein Detail, das mir besonders gut gefällt, ist, dass die Maus durch einfaches Zusammenklappen ausgeschaltet wird, wodurch Strom gespart wird und die Laufzeit verlängert werden kann.
Wo Licht ist, fällt auch Schatten: Diese Kritikpunkte habe ich
Während ich die Mobi Fold
in den meisten Punkten lobe, gibt es auch ein paar Punkte, die ich kritisch sehe.
So habt ihr beim ersten Start beispielsweise alle Grundfunktionen einer Maus und am Touchpad sind sogar zwei anpassbare Klickzonen verbaut – doch genau hier liegt mein größtes Problem.
Standardmäßig sind diese Zonen mit der Vor- und Zurück-Funktion belegt, die sonst oft an der Seite einer Maus zu finden sind. Diese können praktisch sein, sind für mich jedoch wenig essenziell und ersetzen eine Taste, die bei mir täglich im Einsatz ist: die mittlere Maustaste.
Zwar könnt ihr die Funktion der Knöpfe in der Logitech-Software anpassen, wer jedoch auf externe Programme verzichten möchte oder alternative Betriebssysteme wie Linux nutzt, muss ohne mittlere Maustaste auskommen – zumindest ohne größeren Umweg.
Auch wenn dieser Punkt für viele Anwender vernachlässigbar sein mag, bin ich der Meinung, dass ein Gerät ohne solche Einstiegshürden auskommen sollte.
Die kompakte Gestaltung kommt auch mit Kompromissen einher
Für meine großen Hände ist das kompakte Design zudem nicht die ideale Lösung. Dafür kann das Gadget selbst zwar weniger – auch bei meiner Pebble-Maus habe ich dieses Problem –, doch das lässt sich bei einem so portablen Gerät kaum vermeiden.
In Kombination mit dem geringen Gewicht und dem mangelnden Grip ist die Steuerung manchmal schwerer, als sie sein müsste, und die Bedienung fühlt sich mitunter stockend
an.
Dennoch ist die Mobi Fold
für mich ein fantastischer Reisebegleiter. Als primäres Eingabegerät für den Schreibtisch stößt sie aufgrund ihrer Gestaltung jedoch schnell an ihre Grenzen.
Gerade wegen der vielen Shortcuts, der intuitiven Touch-Steuerung und der Portabilität ist das Gerät für mich dennoch das optimale Gadget, wenn ihr nach einer kompakten Maus für unterwegs sucht.










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