Donkey Kong - Ex-Weltmeister will beweisen, dass er nicht betrogen hat

Billy Mitchell wurden seine jüngeren Weltrekord-Highscores in Donkey Kong aberkannt, weil er einen Emulator verwendet haben soll. Jetzt meldet der Ex-Champ sich zu Wort.

von Dimitry Halley,
16.04.2018 11:43 Uhr

Donkey Kong von 1982 war in der Arcade-Rekordjagd äußerst beliebt.Donkey Kong von 1982 war in der Arcade-Rekordjagd äußerst beliebt.

Die Gaming-Welt besteht heutzutage aus sehr vielen kleinen Subkulturen, die nicht überall bekannt sind. Zum Beispiel gibt es eine eigene passionierte Kultur rund ums Aufstellen von Spielerekorden, die sich wiederum erneut aufteilt und beispielsweise auf alte Arcade-Automaten spezialisiert. Innerhalb dieses Mikrokosmos' sorgte Billy Mitchell in den letzten Tagen für ordentlich Rummel.

Der langjährige Weltrekordhalter soll nämlich gegen die Regeln verstoßen haben. Wir berichteten, dass er für jüngere Highscores in Donkey Kong (1982) offenbar einen Emulator verwendet hat - in der Folge wurde ihm sein Platz in den Leaderboards aberkannt. Inklusive Ban. Doch Mitchell setzt sich zur Wehr.

In einem Video-Statement gegenüber Old School Gamer Magazine kündigt er an, dass die Vorwürfe alsbald aufgeklärt und widerlegt würden.

"Ich wurde gebeten, auf diese Sache einzugehen, die in den letzten Tagen durch die Presse geistert. Tatsächlich werden gerade Untersuchungen von Dingen veranlasst, die vor 35 Jahren passiert sind. Auf eine professionelle Art und Weise, nicht in wilder Sensationsgier, die nur auf Abrufe aus ist. Wir werden zeigen, dass alles, was getan wurde, auf professionelle Art geschah. Und zwar gemäß der Regeln, gemäß der Punktetabellen und gemäß den aufgestellten Ansprüchen an die Integrität. Nicht nach 2014 - im Hinblick auf das aktuelle Regime, das 35 Jahre zurückreichen will. Alles wird transparent sein. Alles wird zur Verfügung gestellt. Ich wünschte, ich könnte euch diese Dinge bereits jetzt überreichen. Aber diese Sache braucht Zeit. Zeugen, Dokumente, alles wird mit der Öffentlichkeit geteilt. Nichts wird zurückgehalten. Darauf lege ich mich mit absoluter Sicherheit fest. Wir sind seit 1982 am Ball. Und das wird jetzt nicht aufhören."

Dass diese Aussagen so merkwürdig klingen, liegt nicht (nur) an der deutschen Übersetzung. Mitchell gilt in der Branche als recht exzentrische, eigenwillige Persönlichkeit. In seinem vagen Statement fällt außerdem unter den Tisch, dass es bei den Vorwürfen nicht um Rekorde von 1982 geht (da gab es den MAME-Emulator noch nicht), sondern jüngere Highscores der letzten zehn Jahre. Wir werden sehen, wie sich die Sache weiterentwickelt - und halten euch natürlich auf dem Laufenden.


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