Ärger um den Soundtrack von Doom Eternal: Komponist will nicht mehr mit den Entwicklern arbeiten

Der OST von Doom: Eternal soll schlechter klingen als der von Doom 2016. Grund dafür scheint ein Zwist zwischen dem Komponisten und id Software zu sein.

von Mathias Dietrich,
21.04.2020 12:00 Uhr

In Doom Eternal selbst geht es wie auch in seinem Soundtrack wenig zimperlich zu. In Doom Eternal selbst geht es wie auch in seinem Soundtrack wenig zimperlich zu.

Doom Eternal ist bei Fans unter anderem auch für seine Musik sehr beliebt. Da ist es etwas verwunderlich, dass gerade dessen nun veröffentlichter offizieller Soundtrack - wie ihr ihn auch im Spiel hört - von Musikprofis stark kritisiert wird. Der Grund ist laut Komponist Mick Gordon, dass er selbst nur einige wenige Stücke abgemischt hat. Dahinter verbirgt sich jedoch eine kompliziertere Geschichte.

Was stimmt mit dem Soundtrack nicht?

Die nimmt seinen Anfang, als der Twitter-Kanal Doominal Crossing: Eternal Horizons den Soundtrack in einer langen Kette an Nachrichten öffentlich anprangerte. Er erklärt so, dass die Instrumente nicht harmonisieren, sondern gegeneinander kämpfen.

Während der OST von Doom aus dem Jahr 2016 eine große dynamische Reichweite besaß, wurden die Instrumente bei Eternal so sehr komprimiert, dass sie alle mit der selben Lautstärke abgespielt werden. Das Ergebnis ist, dass sich die Musik sehr schlecht anhört.

Streit zwischen Gordon und id

Mick Gordon persönlich antwortete auf diesen Tweet und erklärte, dass er niemals eine entsprechende Kompression durchgeführt hätte. So könne man die Tracks, die er persönlich gemischt habe, nach wie vor erkennen.

Das ist nicht die erste Kritik des Komponisten bezüglich Doom Eternal und wie es aussieht gab es eine Auseinandersetzung zwischen ihm und dem Entwickler id Software. Bereits vor mehreren Monaten schrieb Gordon als Kommentar auf einen Remix des OST, dass jemand vom Marketing ohne Musikkenntnisse den Track »The Only Thing They Fear Is You« zusammengesetzt habe.

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Der Webseite PCGamer über erklärte er noch, dass ihn seine Arbeit mit Stolz erfülle und er stets sein gesamtes Herzblut in seine Arbeit stecke. Zudem verstehe er die Situation selbst noch nicht so ganz und will deshalb aktuell keinen weiteren Kommentar abgeben. Für ihn scheint jedoch festzustehen: Mit id Software und Bethesda will er nicht noch einmal zusammenarbeiten.

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