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Drakensang Online - Möge es wachsen!

Das Browser-Action-Rollenspiel Drakensang Online soll erst mal nur als Grundgerüst erscheinen – und dann allmählich immer größer werden. Wir haben die Closed Beta angetestet.

von Michael Graf,
16.05.2011 14:01 Uhr

Die größte Herausforderung, sagt Bernd Beyreuther, sei gewesen, die Technik in den Browser zu quetschen. Das ist dem Chefentwickler von Drakensang Onlinegeglückt: Der schöne Internet-Ableger der Drakensang-Serie fußt wie seine Singleplayer-Ahnen auf der 3D-Engine Nebula, läuft aber im Browserfenster, ohne Ruckler, ohne nennenswerte Ladepausen und ohne großen Vorab-Download.

Beim ersten Start saugt der Rechner nur ein paar Megabyte, danach fließt die Welt kontinuierlich weiter vom Server, während man spielt. Dieses Streaming ist technisch beeindruckend und zugleich sinnbildhaft für die Entwicklung von Drakensang Online: Zunächst basteln die Designer ein kleines Grundgerüst, das sie dann allmählich erweitern. Entwicklung als Stream, sozusagen.

Weil dieses Grundgerüst fast fertig ist, haben wir Bernd Beyreuther & Co. in Berlin besucht und Drakensang Online angespielt.

Das Spielprinzip: Free2Play-Monsterjagd

Doch Moment, was ist Drakensang Online überhaupt? Ein Online-Rollenspiel, in dem Sie à la Diablo 3Monsterhorden totklicken, alleine oder gemeinsam mit Freunden. Wie das ähnliche Mythosbleibt das Free2Play-Browserspiel kostenlos; wer mag, kann Echtgeld in Vorteile investieren -- dazu gleich mehr.

Drakensang Online - Screenshots ansehen

Schon im Juni beginnt der offene Betatest, dann ist Drakensang Online für jedermann frei zugänglich, nach nur acht Monaten Entwicklungszeit. Logisch, dass zu diesem Zeitpunkt kein ausgewachsenes Epos auf den Servern liegen wird. Wäre das neue Drakensang ein Roman, entspräche die Startversion den ersten paar Seiten. So wird es zunächst nur zwei Klassen geben, Krieger und Magier.

Mit einem dieser Helden (oder Heldinnen, jeder Recke existiert auch in Damenform) erkunden Sie 17 Gebiete, darunter Städte sowie monsterverseuchte Wiesen, Sümpfe und Höhlen. Weitere Klassen und Schauplätze sind geplant, die maximale Charakterstufe liegt vorerst bei 40.

Die Kämpfe: Routine in der neuen Welt

So begeben wir uns erstmals in die neue Drakensang-Welt, die im Gegensatz zu den Offline-Vorgängern nichts mehr mit dem Pen-&-Paper-Universum Das Schwarze Auge zu tun hat.

Unterteilt ist sie in instanzierte Abschnitte, das heißt, dass in jedes Gebiet eine bestimmte Anzahl Spieler passt. Alle weiteren verpflanzt der Server in eine Kopie des Areals. Durch manche Instanz-Höhlen schnetzeln sich unser Weltenretter und seine eventuellen menschlichen Begleiter sogar komplett alleine.

So gehen wir auf Monsterjagd -- und erleben Standardkost. Die Totklickerei ist Routine, das Questdesign simpel (»Hole 10 davon«, »Sprich mit jenem Händler«). Nennenswerte Inszenierung findet nicht statt, neben den kurzen, nicht vertonten Auftragstexten gibt’s keine Zwischen- oder Skriptsequenzen.

Dafür gibt's originelle Feinde, etwa Hexen, die Eier werfen, aus denen Zwergkrieger schlüpfen. Außerdem spielt sich der Dauerkampf recht flott, auch weil die altbekannte Sammel-Tretmühle schnell wieder losrumpelt: Wir freuen uns darüber, ständig bessere Gegenstände zu erbeuten.

Interface-Design Im Wilden Wald trifft unser Krieger auf Hirschmenschen und Wildschein-Soldaten. Das Interface-Design ist noch nicht final.

Instanzen In Instanz-Höhlen kämpft unser Heldentrupp ungestört.

Zauber aufwerten Wenn ein Magier seinen Flächenschaden-Ball mit einer Frostessenz aufwertet, bekommt er was? Genau: einen Eisball!

Nervig ist hingegen, dass wir im Gefecht andauernd Heiltränke schlucken müssen, weil die Ungeheuer viel Schaden anrichten. An der Balance wird noch gefeilt. PvP-Gefechte gegen andere Spieler sind zwar möglich, beschränken sich derzeit aber auf Deathmatch-Gemetzel in Arenen.

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