Betreten ein Zwerg, ein Ritter und eine Magierin ein dunkles Verlies. Nein, das ist nicht der Anfang eines Witzes, sondern der übliche Einstieg in ein Dungeons&Dragons-Abenteuer, bei dem so ziemlich alles passieren kann, was die eigene Vorstellungskraft zustande bringt – und der Spielleiter oder Würfel auch durchgehen lassen.
Die Spielzeit dieser »Pen & Paper«-Kampagnen kennt ebenfalls keine Grenzen, manch einer wirft schon nach der einstündigen Charaktererstellung das Handtuch, im Falle der berühmtesten Spielgruppe der Welt – Critical Role – sprechen wir von mittlerweile zehn Jahren.
Nimmt sich vor vielen Jahren ein Studio die DnD-Lizenz und verfrachtet das Ganze in ein RTS-Spiel. Nein, auch das ist nicht der Anfang eines Witzes, aber die kuriose Ausgangslage von Dungeon and Dragons: Dragonshard, die der ehemaliger C&C-Entwickler und Gaming-Urgestein Ed Castillo nach Battle Realms erschaffen hat.
Von Liquid Entertainment produziert, von Atari gepublisht, erscheint das Echtzeit-Strategiespiel im Oktober 2005 und tut sich schwer, ein Publikum zu finden – weil Dragonshard die DnD-Lore hier und da zurechtbiegt, abseits dessen auf alle Regeln der Echtzeit-Strategie pfeift und alles mit allem irgendwie vermischt.
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Gebt euch 20 Jahre später nochmal das Test-Video zu Dungeons & Dragons: Dragonshard
Diesen Sommer – 20 Jahre später – erhielt Steam einen Re-Release von Dragonshard. Die ideale Gelegenheit also, für GameStar Plus nochmal selbst reinzuspielen. Aber eine Frage bleibt auch danach unbeantwortet: Was ist nur los bei diesem wilden Spiel? Seine letzten Fans wissen es auch nicht, sind aber nach wie vor begeistert.
Der erste Eindruck: Doktor Fantasystein's Videospiel
Eine Kriegerin mit mehr Haut als Rüstung rast mit einem Luftschiff auf einen seltsamen Schimmer zu, als plötzlich eine große Schlacht beginnt. Schon nach der episch eskalierenden Intro-Sequenz von Dragonshard wachsen mir bereits Elfenohren – und der Film sieht trotz seines Alters immer noch sehr gut aus. Aber das ist nicht die einzige Stelle, an der Liquid Entertainment seinem Konkurrenten Blizzard und Warcraft nacheifern möchte.

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