9 von 10 Top-Handys beim Kamera-Labortest stammen aus China – Alternativen gibt es, aber sie sind nicht zahlreich

In den Top 10 bei DXOMark befindet sich nur ein einziges Handy, das nicht aus China stammt: das iPhone 17 Pro.

In die Top 10 der französischen Test-Webseite DXOMark befinden sich derzeit neun chinesische Handy – und ein iPhone. (Bildquelle: Vivo, Xiaomi, Huawei, Apple) In die Top 10 der französischen Test-Webseite DXOMark befinden sich derzeit neun chinesische Handy – und ein iPhone. (Bildquelle: Vivo, Xiaomi, Huawei, Apple)

DXOMark ist seit vielen Jahren bekannt für seine Labortests bei Kameras. Das Unternehmen testet auch die Kameraausstattung von Smartphones und vergibt Punktzahlen, die für Nutzer und Nutzerinnen einen groben Richtwert für Bildqualität und Kamera-Features bieten.

Ein Blick auf die aktuelle Bestenliste offenbart die Dominanz aus einem einzigen Land: China.

Ganze 9 von 10 Handys in der Top 10 stammen aus dem fernöstlichen Land. Nur das iPhone 17 Pro schafft es auf den fünften Platz als das einzige Handy aus den USA. 

Obwohl DXOMark nur eine einzelne Testplattform darstellt und Bewertungskriterien sowie subjektive Vorlieben variieren können, ist die Realität nicht von der Hand zu weisen: Die chinesische Konkurrenz dominiert den Markt und es wird Zeit, dass andere Hersteller nachziehen

Video starten 0:30 Xiaomi 17T: Xioami zeigt, dass eine starke Handykamera nicht teuer sein muss

Die Top 10 bei DXO-Mark

Zum jetzigen Zeitpunkt sind das hier die 10 besten Kamerahandys bei DXO-Mark:

  1. Huawei Pura 80 Ultra
  2. Vivo X300 Pro
  3. Vivo X300 Ultra
  4. Oppo Find X8 Ultra
  5. Apple iPhone 17 Pro
  6. Vivo X200 Ultra
  7. Oppo Find X9 Pro
  8. Xiaomi 17 Ultra
  9. Honor Magic8 Pro
  10. Motorola Razr Fold

Die chinesischen Handys besitzen besondere Kamera-Features, die vor allem Fotografie-Enthusiasten und -Enthusiastinnen ansprechen. Dazu zählen insbesondere große Bildsensoren (die mit weniger Software-Tricks eine bessere Bildqualität erreichen), Objektive mit echtem optischem Zoom oder sogar Fotografie-Kits mit zusätzlichen Telekonvertern.

Einige dieser Hersteller arbeiten außerdem eng mit etablierten Größen der Fotografie-Welt zusammen:

  • Xiaomi mit Leica
  • Vivo mit Carl Zeiss
  • Oppo mit Hasselblad

So habt ihr zum Beispiel bei Xiaomi-Handys eine Benutzeroberfläche, die von den Messsucherkameras von Leica inspiriert wurde, oder bei Vivo-Handys Objektive, die den hohen Kontrast von Zeiss-Glas mit sich bringen. 

Bei Xiaomi-Leica-Handys könnt ihr Sucherrahmen einblende, die an Leica-M-Kameras erinnern. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Bei Xiaomi-Leica-Handys könnt ihr Sucherrahmen einblende, die an Leica-M-Kameras erinnern. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Wer also die aktuelle Spitzenklasse der Handykameras sucht, kommt nicht an den Smartphones von chinesischen Herstellern vorbei.

Drei Android-Smartphones mit guten Kameras, die nicht aus China stammen

Wenn ihr nicht die allerbeste Kamera in einem Smartphone benötigt und euch gut bis sehr gut auch ausreicht, gibt es einige Non-China-Alternativen, die ihr auf dem Schirm haben solltet.

Nothing Phone (3) (England): Nothing hat seinen Sitz in London, England, produziert aber wie viele andere Hersteller seine Handys in China. Einen vollständigen Verzicht auf chinesische Technologie gibt es hier also nicht. Dafür erhaltet ihr ein Smartphone mit einem einzigartigen Design, das vor allem durch seine Rückseite mit einem kleinen Dot-Matrix-Display auffällt. 

Das Kamerasystem ist nicht auf dem Niveau eines Vivo X300 Pro, wird aber für viele Menschen vollkommen ausreichen. Bei der Hauptkamera kommt ein großer 1/1.3-Zoll-Sensor mit 50 Megapixeln zum Einsatz. Dank der hohen Auflösung ist außerdem ein verlustfreier 2x-Zoom möglich. Hinzu kommt eine Telephoto-Linse mit dreifacher optischer Vergrößerung, die ihre Reichweite ebenfalls, dank 50 Megapixeln, verdoppeln kann.

Hier geht's zum Test des Nothing Phone 3


Sony Xperia 1-Serie (Japan): Obwohl Sonys Position im Smartphone-Markt nie besonders stark war und heute auch nicht ist, sind ihre Flaggschiff-Handys besonders stark bei der Kamera mit professionellen Features.

Die Benutzeroberfläche erinnert an die der Sony-Alpha-Systemkameras und ist klar an Menschen gerichtet, die sich schon ein wenig mit Fotografie auskennen oder Spaß mit manuellen Einstellungen haben. 

Das neue Sony Xperia 1 VIII besitzt außerdem einen echten Zwei-Stufen-Auslöser, wie man ihn von Systemkameras kennt, einen Microsd-Kartenslot und eine 3,5mm-Audio Klinke; drei Features, die heute nur noch selten verbaut werden. 

Video starten 1:35 Xperia 1 VII: Sony stellt das Design des neuen Smartphones genauer vor

Hier geht's zum Test des Sony Xperia 1 VII


Samsung Galaxy S26 Ultra (Südkorea): Samsung ist seit Jahren eher zurückhaltend bei Hardware-Verbesserungen bei Handykameras, was beim Blick zur chinesischen Konkurrenz etwas enttäuscht. Ihre Handys besitzen dennoch ordentlich ausgestattete Knipsen, die einfach zu bedienen sind und viele KI-Funktionen zur Verfügung stellen.

Das Samsung Galaxy S26 Ultra besitzt eine starke Hauptkamera mit 200 Megapixeln auf einem 1/1.3-Zoll-Sensor. Außerdem verfügt es über ein Tele-Objektiv mit ordentlicher Fünffach-Vergrößerung. 

Hier geht's zum Test des Samsung Galaxy S26 Ultra


China ist stark und die Konkurrenz darf nicht schlafen

Zusammenfassend kann gesagt werden: Die Kamera-Krone sitzt derzeit fest auf chinesischen Köpfen. Hardware und Innovationen aus Asien geben aktuell den Takt vor. Dennoch beweisen Marken wie Sony, Samsung und Nothing, dass es fantastische Alternativen gibt. 

Das macht Mut für die Zukunft: Wir blicken optimistisch auf die kommenden Jahre, in denen der Rest der Welt (und hoffentlich ganz besonders Europa) technologisch nachziehen wird. 

Der Markt braucht Vielfalt und die Grundsteine für ein starkes europäisches und internationales Comeback in der Smartphone-Fotografie sind bereits gelegt.


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