Seit ich ein Steam Deck habe, werden die Blicke meiner Bücher immer vorwurfsvoller. Denn eigentlich bin ich ein Bücherwurm, doch der Handheld hat meine Gaming-Liebe neu entfacht. Was ich auch liebe, ist Couch-Coop. Doch leider beendete bisher der Akku des Steam Decks die FIFA-Turniere und Kloppereien bei Tekken und nicht ich oder meine Mitspieler. Die unfreiwilligen Spielabbrüche so wie andere Umstände waren nervig, bis ein kleines Gadget bei mir einzog und meine Couch-Coop-Erfahrung rettete.
Couch-Coop ist für mich mehr als nur gemeinsames Spielen
Aufgewachsen mit Super Nintendo und Co. verbrachten meine Brüder und ich mehr Zeit vor der Konsole als vor den Hausaufgaben. Vor allem mit meinem Zwillingsbruder erlebte ich so manches Abenteuer bei
Wir wurden älter, die Konsolen moderner und die Grafiken besser. Wenn wir also nicht bei Resident Evil 5 und 6 auf Zombie-Jagd gingen, spielten (und fluchten!) wir mit Freunden bei FIFA und Pro Evolution Soccer um die Wette.
Couch-Coop ist mehr als nur gemeinsames Spielen, es ist eine gute Zeit mit den Liebsten. Leider hält diese nicht ewig. Wir wurden alle älter, Couch-Coop seltener.
Ich habe meinen Fernseher und meine Playstation verkauft und bereute es lange nicht, bis ich meiner Freundin vor ein paar Wochen einen Spieleabend vorschlug. Wir fingen gerade mit It Takes Two an und waren nach dem Intro schon »Game over«, aber nicht, weil wir verloren haben …
Das Steam Deck macht jeden Raum zum Gaming-Zimmer, ist aber wohnzimmeruntauglich
Das Steam Deck hat eine große Schwachstelle: Es hat keinen HDMI-Ausgang, lediglich einen einsamen USB-C-Anschluss. Verbinde ich den Handheld mit meinem Beamer via »USB-C zu HDMI«-Kabel, bleibt kein Platz mehr für Stromzufuhr. Ansonsten lassen sich nur noch eine Speicherkarte und ein Aux-Kabel einstecken. Das Steam Deck ist auf den ersten Blick kein Teamplayer, zumindest offline.
Für dieses Problem gibt es zwei Lösungen:
- Steam Deck vor dem gemeinsamen Spielen laden
- Eine Docking Station kaufen.
Die erste Lösung macht das Erlebnis zur Zeitbombe und die zweite schmerzt im Geldbeutel. Schließlich verlangt Valve für die hauseigene Docking Station rund 90 Euro. Zum Glück gibt es Alternativen, die weniger als die Hälfte kosten und das Gleiche können.
Meine Lösung heißt: Anker USB-C Hub 6-in-1
Eine Docking Station ist ein Verbindungsstück, das erlaubt, ein Gerät (in meinem Fall mein Steam Deck) mit weiteren Komponenten gleichzeitig zu verbinden.
Das können sein:
- Tastatur und Maus
- Netzteil
- Controller
- Ethernetkabel
Ich habe den Anker USB-C-Hub entdeckt und ausprobiert. Das Ergebnis: Es hat alles, was ich brauche, und noch mehr. Neben einem HDMI-Anschluss sowie zwei USB-C-Anschlüssen, einen für das Stromkabel und einen für Datenübertragung, gibt es:
- Zwei USB-A-Anschlüsse
- Ethernetkabel-Anschluss
Klein, aber oho! Denn das Gadget überzeugt mich nicht nur dadurch, dass es mehr Anschlüsse hat, als ich brauche. Auch der Preis macht Laune. Bei dem Preis von 40 Euro spart ihr mehr als die Hälfte gegenüber dem Gerät von Valve. Die Lösung von Anker gibt es derzeit bei Amazon im Angebot für rund 30 Euro. Die Docking Station ist nicht nur technisch eine schöne Lösung, sondern auch eine ästhetische.
(Bildquelle: Martin Moch/GameStar Tech)
Da rutscht nichts.
Zuvor lag das Steam Deck ungesichert auf dem Regal. Ich habe nur darauf gewartet, dass der Kater es irgendwann herunterschmeißt, während ich spiele. Das ist zum Glück nicht passiert und wird auch nicht passieren.
Die Docking Station von Anker verfügt über rutschfeste Silikonstreifen, die das Steam Deck ganz gut fixieren. Eine Lösung für mein schreckliches Kabelmanagement ist es nicht, aber es ist auf jeden Fall ein Upgrade. Die Bilder beweisen es.
(Bildquelle: Martin Moch/GameStar Tech)
Ist diese einfache Lösung eine Story wert, könnte man sich spätestens jetzt denken? Schließlich sind Docking Stations keine Erfindung, die es erst seit gestern gibt. Die Antwort lautet ganz klar: ja. Es geht hier um ein Lebensgefühl und nicht um Technik.
Couch-Coop wird mir immer mehr bedeuten als Online-Gaming
Und ich bin froh, dass ich Freunde wieder zum gemeinsamen Zocken einladen kann, auch ohne Spielekonsole und Fernseher. Zwei Xbox-Controller runden das Erlebnis ab. Die lassen sich einfach über Bluetooth mit dem Steam Deck verbinden.
Diese kleine Docking Station bedeutet viel mehr als Technik. Lachen, Jubeln oder Fluchen – sie erlaubt wieder echte Reaktionen. Ich bin kein Fan davon, über ein Headset mit Freunden zu sprechen. Viel mehr genieße ich gemeinsame Snacks, Gespräche und Erinnerungen, die bei einer gemeinsamen Partie entstehen.
Ihr seid auf der Suche nach einer Docking Station? Mein Kollege Linh hat mehrere miteinander verglichen. Unter Umständen ist nämlich diese Docking-Station nicht die richtige für euch, wenn ihr sie mit einem anderen Handheld verwenden wollt, da das integrierte USB-C-Kabel für einige Geräte zu kurz ist.
Spielt ihr lieber alleine oder mit Freunden? Ist Couch-Coop genauso euer Ding oder spielt ihr lieber online? Welche Spiele empfiehlt ihr für gemeinsame Spieleabende? Was darf beim gemeinsamen Spielen nicht fehlen? Mögt ihr Handhelds oder spielt ihr lieber auf der Spielekonsole? Wie viele eurer Freundschaften sind schon an Mario Kart zerbrochen?

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