»Wer hat FIFA EA Sports die Erlaubnis gegeben, meinen Namen und mein Gesicht zu verwenden? [...] Zeit, Nachforschungen anzustellen.« - mit diesen Tweets hielt Zlatan Ibrahimović im Herbst 2020 die wohl prominenteste Brandrede gegen die Fußballspielreihe FIFA. Fünf Jahre nach dem öffentlichen Streit ziert der schwedische Superstar nun das Cover von EA FC 26.
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Was damals wirklich passierte
Im November 2020 entdeckt Ibrahimović sein virtuelles Ich in FIFA 21: Anstatt sich über seine digitale Präsenz zu freuen, erhebt er schwere Vorwürfe: Er selbst habe EA Sports nie die Rechte an seinem Namen und Abbild eingeräumt. Weder dem Weltverband FIFA noch der Spielergewerkschaft FifPro (die weltweit Bildrechte vieler Profis für Videospiele bündelt) habe er entsprechende Lizenzen jemals selbst genehmigt.
Für Zlatan war klar: »Jemand verdient seit Jahren Geld mit meinem Namen und Gesicht – ohne mein Einverständnis«.
Die Sache geht viral, nicht zuletzt deshalb, weil zeitgleich auch Ex-Real-Madrid-Profi Gareth Bale öffentlich Zweifel daran anmeldet, wer wirklich über seine Bildrechte verfügen dürfe. Kurz darauf melden sich Dutzende weitere Profis und Spielergewerkschaften zu Wort.
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EA Sports verteidigt sich: Die notwendigen Rechte habe man über die Ligen, Klubs und FifPro korrekt erworben – so wie seit Jahrzehnten üblich.
Für Ibrahimović, der sich plötzlich als Symbolfigur einer Debatte um individuelle versus kollektive Bildrechte sieht, bleibt das ein schwacher Trost: »EA Sports, eure Spiele basieren auf individuellen Bildrechten. Ihr habt sie aber nicht bei mir, nicht bei AC Mailand und nicht bei FifPro gekauft. Von wem also dann?«.
Es ist ein langer Weg von den hitzigen Twitter-Debatten zu dem Moment, an dem Zlatan auf dem Cover der Ultimate Edition von FC 26 selig lächelt. Die Cover-Inszenierung spiegelt seinen Weg wider, enthält viele Hinweise auf seine Ex-Vereine und spielt auf ein bekanntes Foto des jungen Zlatan an, auf dem er vor einem Ronaldo-Nazário-Poster posiert:
Aber offenbar hat EA Sports mittlerweile eine individuelle Einigung mit dem Superstar erzielt, und die neue Partnerschaft wird mit Pauken und Trompeten inszeniert. Viele sehen es jetzt schon als gesichert an, dass Ibra
im kommenden Serienteil eine Icon-Karte im Ultimate-Team-Modus bekommen wird – und weitere Auftritte, etwa im Story-Modus, sind definitiv eine Möglichkeit.
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