Die neuen Endzonen
Der Name Endzone bezieht sich zwar eigentlich auf die Bunker, in denen die Menschheit überleben konnte. In Endzone 2 passt er aber auch hervorragend zur neuen Zonen-Mechanik. Die große Map ist nicht länger einfach nur eine flache Ebene voller Wälder, Seen und Ruinen. Stattdessen besteht sie aus unterschiedlichen Plateaus, die Zonen genannt werden.
Jede Zone bietet dabei unterschiedliche Ressourcen und soll sich auch äußerlich von den anderen unterscheiden. Bodenbeschaffenheit und Ruinen-Auswahl entscheidet darüber, welche Waren ihr in diesen Zonen produzieren könnt. Dafür müsst ihr die Zone mit eurem Bus aber erst erschließen und dann eine neue Siedlung hochziehen. So wird nicht nur eine ausgeklügeltere Handelsmechanik samt Fahrzeuge möglich, sondern erlaubt auch im selben Spiel die Spannung des Neuanfangs immer wieder zu erleben.
Das ganze erinnert ein wenig an Anno mit seinen Inseln, nur dass die Plateaus von Ödland und Flüssen getrennt werden. Besagtes Ödland soll dabei in erster Linie von Überschwemmung geprägt sein und man soll dem Land ansehen, wie es in den letzten Jahren gelitten hat.
»Wir haben Gebiete, die extrem überschwemmt worden sind. Wo man nicht mehr wirklich leben kann, wo es auch mal etwas sumpfiger ist. [...] Das ist ein starker visueller Unterschied, den wir zu Endzone 1 haben.«
- Matthias GuntrumGerade die Flüsse zeigen Spuren der Verwüstung, was sich am zerstörten Umland, aber auch an Plastikmüll erkennen lassen soll, der darin herumschwimmt. Flüsse bringen außerdem noch mehr Radioaktivität ins Land und vergiften damit die Umgebung. So werden aus ehemaligen Lebensadern nun todbringende Gefahren.
Näher dran an der Gefahr
Apropos Gefahr. Ein wichtiger Teil des Vorgängers waren die Expeditionen. Ihr konntet eine Gruppe aus Siedlern wählen, die sich dann gemeinsam in Ruinen herab wagten und dort im besten Fall mit einzigartigen Ressourcen wieder herauskamen. Dazwischen wurde sich durch Textkästen geklickt, die eine kleine Erkundungs-Geschichte erzählten.
Endzone 2 versucht diesen kleinen Abenteuern etwas mehr Pep zu verleihen. Noch immer wählt ihr in eurer Stadt geeignete Entdecker aus, die sich auf den Weg machen. Danach lenkt ihr allerdings das Erkundungsfahrzeug aktiv ins Zwischengebiet, wo ebenfalls Ruinen herumstehen.
Habt ihr eine verlassene Fabrik, ein zerstörtes Kraftwerk oder eine überwucherte Vorort-Siedlung erreicht, steuert ihr eure Erkundungs-Truppe direkt durch die Ruine und entdeckt so neue Items oder auch Technologien. Gesehen haben wir diesen Teil des Spiels noch nicht und es bleibt spannend, ob dadurch wirklich mehr Dynamik reinkommt und vor allem, ob Endzone 2 so noch abwechslungsreichere Geschichten erzählt. Daran krankte der Vorgänger meistens ein wenig.
Große Pläne und Erwartungen
Es gibt noch mehr Bereiche des Vorgängers, die Endzone 2 optimiert. Einen einzigen großen Fehler gibt es aber nicht. Natürlich wollen die Entwicklerinnen und Entwickler Details wie die Übersicht bei der Jobverteilung und vor allem das Verhalten der einzelnen Bewohner weiter optimieren - doch allgemein zeigte man sich mit dem Vorgänger bereits sehr zufrieden.
Wichtig wird vor allem, dass auch der zweite Teil den Early Access wieder mit der gleichen Sorgfalt aufsetzt, wie schon beim ersten Teil. Hier wurde Gentlymad immerhin für ihre Nähe zur Community und dem stets offenen Ohr überschwänglich gelobt. Und wie viel ein erfolgreicher Early Access ausmachen kann, hat zuletzt erst wieder Baldur’s Gate 3 gezeigt.
Wer sich schon jetzt bei der Entwicklung einbringen will, kann außerdem im Discord vorbeischauen, das regelmäßig genutzt wird. Außerdem ist eine Kickstarter-Kampagne geplant, für zusätzliche Features und bei der sich Unterstützerinnen und Unterstützer ein paar exklusive Belohnungen verdienen können.
Allgemein scheint der Publisher Assemble große Pläne für Endzone zu haben. Im Gespräch war gar von einem Franchise die Rede, das aus dem Erfolg geboren werden könnte. So gesehen ist die Endzone wirklich nicht das Ende, sondern der Anfang.
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