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Enshrouded hat andere Survivalspiele für mich ruiniert

Ich liebe es, neue Survivalspiele auszuprobieren. Aber in letzter Zeit fällt es mir schwer, dabei nicht an Enshrouded zu denken.

Von Enshrouded komme ich gerade einfach nicht los. Für mich gehört es zu den allerbesten Survivalspielen. Von Enshrouded komme ich gerade einfach nicht los. Für mich gehört es zu den allerbesten Survivalspielen.

Eigentlich wollte ich hier sitzen und über eine neue Minecraft-Mod schreiben. Aber als ich sie ausprobiert habe war das erste, an was ich dabei dachte: Puh, ich wurde gerade viel lieber Enshrouded spielen. Und es ist nicht das erste Mal, dass mir das passiert.

Seit einigen Wochen bin ich wieder in Survival-Fieber, eben wegen Enshrouded. Mit meiner Kollegin Franzi habe ich einen neuen Durchgang gestartet und ich würde am liebsten jeden Abend weiterspielen. Je länger ich dran sitze, desto stärker verblassen für mich andere Survival-Titel, die mich mit Basenbau, Erkundung und Crafting locken. Aber warum eigentlich? Es gibt 4 Elemente, bei denen Enshrouded für mich einfach die Nase vorn hat.

1. Die Geschichte

Während viele Survivalspiele komplett auf ein Story-Gerüst pfeifen und uns wegen des Wiederspielwerts in prozedural generierte Welten setzen, macht Enshrouded das Gegenteil. Ich erkunde eine handgebaute Welt, die gefüllt ist mit den Ruinen einer untergangenen Zivilisation. Überall warten kleine Geschichten, die meistens über herumliegende Notizen erzählt werden.

Auch wenn die Hintergrundgeschichte und diese kleinen Storys mich nicht unbedingt vom Hocker reißen, hauchen sie der Welt Leben ein, zusammen mit ihren Bewohnern. Dass ich Menschen für meine Basis sammle, ihnen eine Unterkunft baue und von ihrem Fachwissen profitiere, gibt mir einen Zweck über das reine Überleben hinaus.

Auch wenn sie manchmal nerven: Eine Basis oder ein Dorf für andere Menschen zu bauen, fühlt sich einfach sinnvoll an. Auch wenn sie manchmal nerven: Eine Basis oder ein Dorf für andere Menschen zu bauen, fühlt sich einfach sinnvoll an.

Ich habe eine Mission: Die menschliche Zivilisation wiederaufzubauen, beginnend bei meinem eigenen Dorf oder meiner eigenen Festung, in der ich nicht einfach nach Gutdünken baue, sondern ein Haus für den Schmied, für die Bäuerin, die Jägerin und so weiter brauche. Irgendwann habe ich dann eine richtig lebendige, und natürlich gewachsene Siedlung - auch wenn die NPCs sich nicht besonders überzeugend verhalten.

Statt nur namenlose Monster zu bekämpfen um selbst stärker zu werden, tue ich etwas für andere, und das ist eine großartige Motivation (es erinnert mich auch an meinen geliebten Siedlungsbau in Fallout 4).

Tillmann Bier
Tillmann Bier

Tillmann ist ein leidenschaftlicher Entdecker virtueller Welten, und kommt deshalb auch nicht von Open-World-Spielen los. Da er auch gerne baut und craftet, hat er schon hunderte Stunden in Survivalspiele gesteckt und in Fallout 4 jede einzelne Siedlung für die Minutenmen aufgebaut. Mit Enshrouded hat er er jetzt ein Spiel wiederentdeckt, dass ihm sowohl eine riesige Open World, als auch ein geniales Bausystem an die Hand gibt.

2. Der Fortschritt

Enshrouded gelingt es hervorragend, mich mit neuem Spielzeug bei Laune zu halten. Erreichte Meilensteine, wie die Rettung eines NPCs, die Entdeckung eines neuen Materials, das Abschließen einer Quests oder das Besiegen eines Bossgegners schalten neue Waffen und Ausrüstung, sowie praktische und hübsche Gegenstände zum Bau frei. In Enshrouded hat sich über die Jahre des Early Access hinweg ein riesiger Berg von solchen Freischaltungen angesammelt.

Davon profitiere als riesiger Basenbau-Fan besonders: Denn immer wieder bekomme ich neue Baublöcke für Häuser und jede Menge Deko: Dutzende Möbel, Blumentöpfe, Geschirr, Fenster, Lichter und vieles mehr. Allein mit dem, was ich in den ersten 10 bis 20 Stunden erhalte, könnte ich ewig bauen und dekorieren. Aber ich weiß gleichzeitig, dass noch so viel mehr auf mich wartet, wie etwa das neue Wassersystem, mit dem ich später Teiche und Bäche durch mein Dorf fließen lassen werde!

Video starten 2:00 Im Survivalspiel Enshrouded gibt es jetzt Wasser, ein neues Dschungelgebiet, geheime Tempel und vieles mehr

3. Das Bausystem

Das bringt mich auch gleich zum nächsten Punkt: Dem Bausystem von Enshrouded, das einer hübscheren Version von Minecraft gleicht. Wie in Vielen anderen Survival-Spielen kann ich einfach aus vorgefertigten Böden, Wänden und Dächern simple Häuser aus Holz und Stein zimmern. Aber für jemand vom Bauen besessenen wie mich gibt es noch viel mehr Möglichkeiten!

Statt ganzer Wände kann ich auch nur einzelne Blöcke platzieren und so meinen Gebäuden jede beliebige Größe und Form geben - nur eckig bleibt alles. Enshrouded fördert so meine Kreativität, lässt mir aber auch die Möglichkeit offen, schnell simple Häuser aus den Fertigbauteilen zu errichten. Die sehen auch immer richtig hübsch aus, wenn ich mit fortgeschrittenen Materialien baue, selbst wenn ich mich an sehr simple Formen halte.

Ich beherrsche das Bausystem nicht so gut wie andere, aber trotzdem bin ich mit meinen Gebäuden sehr zufrieden. Ich beherrsche das Bausystem nicht so gut wie andere, aber trotzdem bin ich mit meinen Gebäuden sehr zufrieden.

Die Häuser und Burgen lassen sich dann aber noch beliebig anpassen: Vielleicht baue ich hier noch ein Erker ein, verändere die Form des Fensters, oder lasse einen Turm aus dem Dach wachsen. Für mich ist diese Mischung aus modularer Bauweise und vorgefertigten Teilen das perfekte Bausystem in einem Survival-Spiel (abgesehen von der gelegentlich hakeligen Bedienung). Und dabei berücksichtige ich noch nicht mal die unzähligen Deko-Optionen, von denen ich vorher schon geschwärmt habe.

4. Der Komfort

In kaum einem Genre sind Komfortfunktionen mir in den letzten Jahren so wichtig geworden wie bei Survival-Spielen. Denn ich liebe es zwar, mich vom besitzlosen Überlebenden hochzuarbeiten, aber ich habe weder Zeit noch Lust, dafür dutzende Stunden Erze zu klopfen, Bäume zu fällen und Truhen zu sortieren. Und all das lässt sich in Enshrouded umgehen!

Das beginnt schon bei den Schwierigkeitseinstellungen, bei denen ich mir kleinteilig mein eigenes Survivalerlebnis zusammenstelle: Die Schwierigkeit der Kämpfe, die gewonnen Erfahrungspunkte, die Schnelligkeit des Erzabbaus und vieles mehr lässt sich anpassen, insgesamt stehen über 30 Regler zur Auswahl. So kann ich dafür sorgen, dass die Kämpfe herausfordernd bleiben, ich aber dank mehr Ressourcenausbeute weniger grinden muss.

Aber auch im Spiel muss ich wenig Zeit mit nerviger Überlebensarbeit verbringen: Ich crafte direkt mit den Inhalten von magischen Truhen in meiner Basis, anstatt alles erst ins Inventar holen zu müssen. Später ermöglicht mir außerdem eine Schnellabladestation, mit nur einem Klick meine komplette Beute in den passenden Truhen einzulagern.

Will ich nach einem Abenteuer meinen Rucksack leeren, reicht ein Klick und alles landet im großen Lagerhaus. Will ich nach einem Abenteuer meinen Rucksack leeren, reicht ein Klick und alles landet im großen Lagerhaus.

Das spart schon mal eine Menge Zeit, aber ab dem 15. Oktober 2026 wird es noch besser: Update 1.0 bringt dann die Möglichkeit, Beute von gefällten Bäumen automatisch aufzusaugen. Kisten lassen sich aufwerten, ohne dass ich sie vorher entleeren und zum Handwerker bringen muss.

Die NPCs werden vertont, wodurch ich weniger lesen muss. In der Welt gefundene Notizen werden außerdem automatisch von einer Erzählerstimme vorgelesen, sodass ich mir die Geschichten anhören kann, ohne dass mir Franzi all die wertvolle Beute in der Kiste daneben wegschnappt!

Puh, das war jetzt eine Menge, aber ich hoffe ihr versteht jetzt, warum Enshrouded mich aktuell so sehr fesselt. Ich würde auch gerne von euren Erfahrungen hören: Hat das Survivalspiel für euch ebenfalls so einen Sog entwickelt, oder haben euch seine Schwächen zu sehr gestört? Zu guter Letzt möchte ich euch außerdem noch an meine Leidensgenossin Miffy verweisen, die gerade ebenfalls in einem Survival-Spiel versumpft, bei ihr ist es allerdings Valheim: Ihre Überlebensgeschichte lest ihr oben im Kasten.


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