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Seite 2: Enslaved: Odyssey to the West im Test - Sklave der schlampigen Portierung

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Besser mit Gamepad

Kloppereien, Klettereien, Befehle an Trip - das geht alles wunderbar locker von der Hand, und in seinen besten Momenten entwickelt Enslaved einen herrlichen Action-Flow, der uns durch die Levels trägt. Aber ob nun »Einsteigerlusche« oder »Supertopcheckerbunny« - ohne Gamepad macht das Spiel nur bedingt Spaß, weil wir Richtungsvorgaben bei den zahlreichen mit halbfester Kamera arbeitenden Sprungsequenzen lediglich über die WSAD-Tasten geben dürfen. Wie leicht man sich da vertun kann, merkt man, wenn man circa fünf Mal hintereinander an die falsche Kante hüpft, was insbesondere bei Klettereinlagen unter Zeitdruck eher … tödlich ausfällt. Ärgerlich außerdem: Anpassen lässt sich bei der Tastenbelegung nix!

Weil die Kamera in den Klettersequenzen halbfest installiert ist, können wir mit der Maus die Sprungrichtung nicht nachjustieren. Weil die Kamera in den Klettersequenzen halbfest installiert ist, können wir mit der Maus die Sprungrichtung nicht nachjustieren.

Keine Liebe für den PC

Wenn schon die Steuerung nicht so recht mit den PC-typischen Eingabegeräten funktionieren will, muss die Grafik natürlich nachziehen. In den Optionen können wir lediglich den Gamma-Wert und die Auflösung anpassen, und für Letzteres bietet Enslaved nicht mal eine gescheite 16:9-HD-Variante an. Wer die will, muss selbst Hand an eine Ini-Datei des Spiels legen. Dort lassen sich auch gleich noch die Details und die Texturen etwas hochschrauben. Wer will, kann sogar den hin und wieder arg augenbelastenden Blur-Effekt ausschalten. Mehr dazu im Kasten.

Aber auch dann erreicht Enslaved noch nicht die Grafikqualität anderer aktueller Titel, was angesichts des Alters des Spiels auch nicht weiter verwundert. Das soll aber keine Entschuldigung für die insgesamt lieblose Portierung sein. Zwischen Trip und Monkey herrscht jedenfalls deutlich mehr Zuneigung als zwischen Spiel und PC.

Wie die Grafik verbessern?
Suchen Sie im Steam-Ordner (zumeist c:\Program Files\Steam\SteamApps\common) nach dem Unterordner Enslaved\Engine\Config und öffnen Sie dort die BaseEngine.ini (für den Fall der Fälle vorher an anderer Stelle nochmals sichern). Dort suchen Sie (STRG+F) die folgenden Einträge und passen diese nach folgenden Vorgaben an:
-ResX=1280 ResY=720 ändern in ResX=1920 ResY=1080 für eine volle HD-Auflösung
-MaxAnisotropy auf 16 für eine bessere Textur-Filterung
-DetailMode auf 5 hochdrehen für mehr Details
-ShadowFilterRadius auf 5 ändern, die Schatten werden weicher
-MotionBlur=True in MotionBlur=False und MotionBlurPause=True in MotionBlurPause=False ändern, um die Bewegungsunschärfe und nervige Nachladeruckler zu entfernen
Danach die veränderte Ini-Datei speichern und nach einem Rechtklick darauf unter »Allgemein« noch »Schreibgeschützt« anklicken. Mit »Ok« sichern, Enslaved laden und schöneren Spaß haben.

Im DLC »Pigysy perfekter Partner« schlüpfen wir in die geräumige Haut einer wichtigen Nebenfigur aus dem Hauptspiel. Im DLC »Pigysy perfekter Partner« schlüpfen wir in die geräumige Haut einer wichtigen Nebenfigur aus dem Hauptspiel.

Immerhin: Für knapp 20 Euro bekommen wir nicht nur das Hauptspiel, sondern auch den rund zweistündigen DLC »Pigsys perfekter Partner«, in dem ein ziemlich wichtiger Nebencharakter aus Enslaved die Hauptrolle übernimmt. Und überflüssige neue Charakter-Skins für Trip und Monkey. Statt einer »Sexy Roboter-Trip« hätten wir lieber eine »Sexy immer funktionierende Maus-Tastatur-Steuerung« und »Sexy umfangreiche Grafikoptionen« gehabt.

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