Clair Obscur: Expedition 33 war das Ausnahmespiel des letzten Jahres. Am Erfolg beteiligt war sicherlich auch der Soundtrack, der nicht nur fabelhaft klingt, sondern gleich mehrere Sprachen miteinander vereint.
Dadurch haben die Songs auch textlich einen einzigartigen Klang. Das sorgt zum einen für Stimmung, zum anderen ermöglichte es den Entwicklern aber auch, etwas Unsagbares zu tun, vor dem sich jeder Geschichtenerzähler hüten würde: spoilern.
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Spoiler-Talk zu Clair Obscur: Endlich können wir offen reden
»Der erste Track spoilert das ganze Spiel«
Auf der Game Developers Conference 2026 nahm Sandfall-Entwickler Raphael Joffres an einem Panel teil (via Gamesradar), bei dem er etwas aus dem Nähkästchen plauderte. Als Audio Lead von Clair Obscur war er für das Sound- und Musik-Design des Spiels verantwortlich und hat sich mit seinem Team etwas ziemlich Cleveres überlegt.
Der erste Track spoilert das ganze Spiel. [...] Gleich zu Beginn in Lumière, verrät einem schon der erste Song schon das ganze Spiel. Aber er ist so formuliert, dass man ihn nicht versteht. Man denkt: ›Ach so, es geht um … na ja, es geht ja tatsächlich um die Endgegner.‹
Wer das allerdings direkt beim ersten Hören versteht, sollte sein Talent mal für Forschungszwecke untersuchen lassen. Denn nicht einmal für französische Muttersprachler ist der Text des Songs »Lumière« auf Anhieb verständlich. Sängerin Alice Duport-Percier singt hier nämlich gar kein normales Französisch.
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Im Text werden Französisch, Englisch und eine Fantasiesprache vermischt, wodurch sein Inhalt verschlüsselt ist. Seht euch zum Beispiel diesen Abschnitt an:
Dim dam talé lam vacarme
S'en va dans Lumi éternam
Et Gustave dôme guardéam
Dilim dili lili lam
Lutece séra dolilom séram
Übersetzt werden könnte es so: »Dim dam talé lam, der Lärm. Vergeht ins Ewige Licht. Und Gustave bewacht die Kuppel. Dilim dili lili lam. Lutetia wird ihr Dolilom-Schicksal besingen.«
Ihr merkt: Ganz so einfach ist das Ganze nicht. Dennoch haben bereits vor Joffres' Enthüllung ein paar aufmerksame Wortakrobaten aus den Liedtexten von Clair Obscur einiges ziehen können. Als wirkliche Spoiler haben es aber wohl die wenigsten wahrgenommen.
Während die Texte am Anfang noch kryptisch sind, nehmen sie im Verlauf des Spiels immer klarere Formen an, wodurch man sie viel leichter interpretieren kann. »Deshalb gibt es am Ende komplett englische Musikstücke, aber am Anfang ist alles in einer Art Fantasiesprache«, erhellt uns Joffres.
Der Grund für dieses Stilmittel sei gewesen, dass die Entwickler Spielerinnen und Spielern, die Clair Obscur erneut spielen, mit einem neuen Verständnis an die Lieder herangehen lassen wollten. Auf diese Weise sollten bekannte Songs eine neue Bedeutung gewinnen.
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