Es passiert selten, dass mich ein angekündigtes Spiel komplett kaltlässt und meine Meinung dann mit einem einzigen Gameplay-Video vollkommen ins Gegenteil verkehrt.
Bei Exodus war ich anfangs extrem skeptisch. Die ersten Ankündigungen wirkten austauschbar, das Universum vage und die Versprechen zur Geschichte um Raumfahrten und Zeitdehnung mit emotionaler Wirkung wie bei Interstellar stimmten mich eher misstrauisch.
Doch die jüngsten Einblicke beim Summer Game Fest zum Science-Fiction-Rollenspiel haben viele meiner Zweifel weggewischt. Mass Effect 5 brauche ich jetzt erst einmal nicht mehr.
Biowares Erbe
Das Fundament von Exodus atmet in jeder Sekunde den Geist eines spirituellen Nachfolgers von Mass Effect. Das ist kein Zufall, schließlich arbeitet der Autor der ersten beiden Teile dieser legendären Reihe sowie von Knights of the Old Republic an dem Projekt mit.
Die Parallelen sind allgegenwärtig, besonders beim Fokus auf die Begleiter und die cineastische Erzählweise. Wir schlüpfen in die Rolle von June Aslam, wahlweise als Mann oder Frau. Der Charaktereditor ist bewusst schlank gehalten und erlaubt nur Anpassungen wie Frisuren oder Narben. Dass es eine feste Hauptfigur gibt statt meinem ganz persönlichen Sandbox-Helden - als Gothic-Fan stört mich das nicht groß.
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