Exodus: In Sachen Charaktererstellung rollt gerade eine Welle der Enttäuschung über den Mass-Effect-Rivalen hinweg

Archetype enthüllt im neuen Community-Update, dass die Charakteranpassung gehörig eingedampft wird.

An den Anblick von Protagonist Jun solltet ihr euch gewöhnen. An den Anblick von Protagonist Jun solltet ihr euch gewöhnen.

Die Ausnahmereihe Mass Effect lebte zu einem großen Teil auch davon, dass ihr euren eigenen Commander Shepard erstellen und durch das Dialog-System direkt in die Geschichte eingreifen konntet. Seither dürsten Fans nach einem adäquaten Ersatz und die Hoffnung liegt seit Ende 2023 auf Exodus, das nächstes Jahr erscheinen soll.

Das Sci-Fi-Rollenspiel ist derzeit bei Archetype Entertainment in Entwicklung und liegt damit in den erfahrenen Händen ehemaliger Bioware-Entwickler - darunter James Ohlen, der auch schon am ersten Mass Effect beteiligt war. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an den Titel und schon bei einem Detail bröckelt es jetzt: der Charaktererstellung.

Keine vollständige Charakteranpassung bei Exodus

Im Community-Update für den Juni fassen die Entwickler den aktuellen Stand der Dinge zusammen und ein Punkt sticht dabei deutlich heraus. Die Entwickler schreiben:

Die Charakteranpassung wurde seit der Enthüllung sehr ausgiebig diskutiert. Während wir mehr über unser Spiel enthüllen, wollen wir ehrlich und transparent damit umgehen, wie es mit der Charakteranpassung aussieht.

Es war eine lange Reise, auf der wir uns dazu entschieden haben, einen definierteren Charakter zu erschaffen. Unsere Anpassungsfunktion konzentriert sich auf einige festgelegte Optionen statt auf einen vollständigen Charaktereditor mit einem Haufen Einstellungsleisten. Das bedeutet, Jun wird ein relativ festgelegtes Aussehen haben, wobei es Optionen wie Frisuren, Bärte, Haar- und Augenfarbe sowie Makeup und Tattoos geben wird.

Vage angedeutet hat Archetype das bereits in dem 20-minütigen Gameplay-Video vom Summer Game Fest. Darin heißt es: »Ihr habt die Möglichkeit, Jun als Mann oder Frau mit verschiedenen Optionen anzupassen, um dessen Aussehen zu verändern« - Zu sehen bei Minute 1:51:

Video starten 19:37 Exodus: Das Sci-Fi-Rollenspiel zeigt 20 Minuten reines Gameplay mit Dialogen, Kämpfen und Erkundung

»Ich bin echt enttäuscht«

In Zeiten moderner Rollenspiele mit extrem detaillierten Charaktereditoren, wie etwa bei Cyberpunk 2077 oder Monster Hunter Wilds, hatten sich viele Fans mehr erhofft und vermutlich auch erwartet.

Daher zeigen sich jetzt große Teile der Community enttäuscht, wie etwa die Content Creatorin Kala Elizabeth auf ihrem Youtube-Account und X:

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Exodus hat gerade ein Update zum Charaktereditor veröffentlicht. Jun ist nicht mehr vollständig anpassbar. Man kann nur noch ein paar kosmetische Gegenstände ändern. Ich bin echt enttäuscht.

Sie und einige andere kritisieren neben der fehlenden kreativen Freiheit auch die damit potenziell wegfallende Repräsentation.

Wie sehr die Anpassungsmöglichkeiten von Jun eingeschränkt werden, ist noch nicht im Detail bekannt. In dem eingangs erwähnten Community-Update schreiben die Entwickler, dass die Optionen in den kommenden Monaten auf dem Discord-Server von Exodus vorgestellt werden.

Neben enttäuschten Stimmen finden sich aber auch solche, die das Ganze entspannter sehen. Für Leute wie DragosFlyer steht ein ausgetüftelter Charaktereditor nicht im Vordergund, JamieMorakUK sieht sogar einen Vorteil in der eingedampften Anpassung: »Die gute Nachricht ist aber, dass die Gesichtsanimationen besser aussehen werden und einen Charakter haben, den die Leute mit dem Franchise in Verbindung bringen können.«

Und wir sollten nicht vergessen, dass ein gutes Rollenspiel nicht von solchen Details abhängt. Baldur's Gate 3 kommt ohne Mods auch nur mit einer kleinen Auswahl an voreingestellten Gesichtern daher und ist trotzdem ein wahres Rollenspielfest.

Wie seht ihr die Neuigkeiten von Exodus? Hattet ihr euch darauf gefreut, einen eigenen Jun zu kreieren oder ist das für euch eher zweitrangig? Schreibt es in die Kommentare!


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