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F1 2020 gespielt: Noch realistischer - aber auch wirklich besser?

F1 2020 bietet einen vollständig neuen Modus und Änderungen an Details, die das Spiel noch realistischer machen. Wir haben die ersten Runden gedreht und erklären euch die größte Neuerung.

von Kevin Nielsen,
16.05.2020 09:55 Uhr

2020 feiert die Formel 1 den 70. Geburtstag passend dazu gibt es Autos der 70er-Jahre im Classic-Modus und ein spezielles 70th Anniversary-Design. 2020 feiert die Formel 1 den 70. Geburtstag passend dazu gibt es Autos der 70er-Jahre im Classic-Modus und ein spezielles 70th Anniversary-Design.

Am 10. Juli erscheint mit F1 2020 der nächste Ableger der erfolgreichen Rennspielreihe von Codemasters für PC, PS4, Xbox One und erstmals für Google Stadia. Wir konnten eine frühe PC-Version anspielen und im Interview dem Game Director Lee Mather ein paar weitere Details entlocken.

Die für mich beste Nachricht dabei? Dass die Vergabe von Strafen in F1 2020 weiter verbessert werden soll. Nichts hat mich in den letzten Jahren der Serie so sehr geärgert, wie dafür bestraft zu werden, dass Romain Grosjean mir mal wieder ins Auto gefahren ist.

Die Erleichterung beim Anspielen war entsprechend groß, als ich feststellte, dass es bei ein paar unverschuldeten Remplern keine Strafen und teils nur erste Verwarnungen gab.

Corona sorgt für ein Novum
Aufgrund der Situation um COVID-19 findet der Start der echten F1 Saison 2020 voraussichtlich erst im Juli statt. Das Spiel wird somit zum ersten Mal vor dem Start der Saison veröffentlicht. Dadurch war es für Codemasters nicht möglich, das aktuelle Kräfteverhältnis der Teams im Spiel abzubilden, denn das kennt aktuell keiner. Die Entwickler nahmen den Stand zum Ende Saison 2019 und die Daten aus dem Wintertest 2020 als Grundlage für F1 2020. Im Interview mit uns erklärte Lee Mather, dass das echte Verhältnis per Update nach einigen Rennen nachgeliefert werden soll.

Für noch mehr Realismus beim Fahrgefühl sorgt die verbesserte Reifenabnutzung. Wir spüren nun direkter, wie sich der Grip auf der Strecke und der Reifen entwickelt. Zudem hat der Reifendruck nun einen größeren Einfluss auf die Abnutzung der Reifen.

Dadurch bekommen wir mehr Spielraum und können das Auto noch besser auf unseren Fahrstil abstimmen. F1 2020 setzt damit an wichtigen Schrauben an und baut das sehr starke Fundament beim Fahrgefühl aus.

Überholen wie in der echten Formel 1

Eine weitere wichtige Detailänderung verdanken wir Formel-1-Pilot Lando Norris. Dieser hat den Entwicklern den »Überholknopf« und dessen Funktion näher erklärt und damit für eine Anpassung des Energierückgewinnungssystem (ERS) gesorgt. Vereinfacht gesagt laden wir bei diesem wie in der echten Formel 1 beim Bremsen Energie auf und können diese für kurzfristige Leistungsschübe einsetzen.

Im Rückspiegel ist keiner zu sehen, der Heckflügel ist offen und das ERS bei 100 Prozent. Zeit, den Überholknopf zu drücken und die schnellste Runde auf den Asphalt zu brettern. Im Rückspiegel ist keiner zu sehen, der Heckflügel ist offen und das ERS bei 100 Prozent. Zeit, den Überholknopf zu drücken und die schnellste Runde auf den Asphalt zu brettern.

Wann wir diese nutzen, ist uns überlassen. Im Spiel bringt das einiges an Dynamik mit sich. Mit der gespeicherten Energie können wir in der Runde vor dem Boxenstopp Zeit gut machen oder unsere Konkurrenten an ungewöhnlichen Stellen mit mehr Leistung überraschend überholen.

Dadurch wird der Überholknopf zu einem wichtigen strategischen Element. Setzen wir ihn zu unüberlegt und häufig ein, haben wir vielleicht bei einer wichtigen Situation keine Energie, um uns zu verteidigen. Das kann uns am Ende den Sieg kosten.

Codemasters hat zudem einen weiteren Fanwunsch erfüllt. Wer möchte, kann nun einen virtuellen Rückspiegel in der Cockpit-Ansicht aktivieren. Dadurch seht ihr immer direkt, was hinter euch los ist, ohne dass ihr nach links oder rechts in die Spiegel schauen müsst.

Mein Team ist der neue Mega-Modus

Der Mein-Team-Modus ist die große Neuerung von F1 2020 und die perfekte Möglichkeit, um etwa das »Team GameStar« zum Weltmeistertitel zu führen. Wir übernehmen im Team-Modus zunächst die Rolle des Managers und des ersten Fahrers. So erstellen wir ein elftes Team für das Starterfeld der Formel 1.

Die Steilkurve der neuen Strecke in Zandvoort in den Niederlanden lässt unser Rennfahrerherz vor Freude hüpfen. Die Steilkurve der neuen Strecke in Zandvoort in den Niederlanden lässt unser Rennfahrerherz vor Freude hüpfen.

Zunächst wählen wir den Namen, die Teamfarben, gestalten das Logo und entscheiden uns für einen der Sponsoren. Bei diesen handelt es sich allerdings nicht um reale Marken. Lee Mather hat uns verraten, dass es dabei viel zu viele Hürden geben würde. Schließlich haben die Sponsoren jeweils spezielle Richtlinien, wie sie in einem Team und auf einem Auto präsentiert werden wollen.

Nachdem wir einen Sponsor ausgesucht haben, wollen wir dessen Geld natürlich direkt investieren. Daher suchen wir uns einen der vier Motorhersteller als Partner aus. Wir wählen also zwischen Mercedes, Honda, Renault und Ferrari.

Im Regen reagiert unser Auto ganz anders und wir müssen unseren Fahrstil an längere Bremswege und eine andere Ideallinie anpassen. Im Regen reagiert unser Auto ganz anders und wir müssen unseren Fahrstil an längere Bremswege und eine andere Ideallinie anpassen.

Danach ist noch genug Geld vorhanden, damit wir einen zweiten Fahrer unter Vertrag nehmen können. Diesen wählen wir vor unserer ersten Saison zunächst aus den Fahrern der Formel 2 aus. So sollen wir zum Beispiel direkt Mick Schumacher unter Vertrag nehmen können, wie uns Lee Mather versicherte.

Je nachdem wie sich unser Team in der Formel 1 schlägt, haben wir dann eventuell die Ressourcen und den Ruf, um aktuelle Fahrer anderer Teams abzuwerben. Dadurch ist es möglich, dass wir bekannte Namen wie Sebastian Vettel, Max Verstappen oder Lewis Hamilton verpflichten.

Disclaimer zu "Mein Team"
Wir konnten den Mein-Team-Modus nicht selbst testen, da er in unserer Version von F1 2020 noch nicht implementiert war. Unsere Informationen darüber stammen aus einer Präsentation von Game Director Lee Mather und unserem Interview mit ihm.

Mein Team schreibt Management groß

Insgesamt sollen wir uns laut Lee Mather um alle wichtigen Belange eines Teams wie Finanzen, Fahrer, Sponsoren, Marketing, die Entwicklung und Mitarbeiter kümmern. Dafür planen wir die Saison und können die freien Tage zwischen den Rennen nutzen, um an unserem Auto oder an anderen Bereichen des Teams zu arbeiten.

Hierfür dürfen wir den Fokus auf bestimmte Abteilungen legen. Sagen wir dem Team zum Beispiel, dass die nächsten sieben Tage der Fokus auf der Aerodynamik- und Chassis-Entwicklung liegt, steigt die Moral der beiden Abteilungen.

F1 2020 - Frischer Gameplay-Trailer schürt Vorfreude auf neue Saison 1:14 F1 2020 - Frischer Gameplay-Trailer schürt Vorfreude auf neue Saison

Dadurch werden in dieser Zeit entweder die Kosten der Forschung gesenkt, sie geht schneller voran oder die entstehenden Teile sind haltbarer. Allerdings leiden dann darunter die Stabilitäts- und Motorenentwicklung. Jeder Fokus auf bestimmte Bereiche soll uns entsprechende Boni, aber auch Nachteile bringen. Somit müssen wir immer abwägen, was der für uns beste Weg ist.

Keine Story mehr im Karrieremodus

Mit F1 2019 hat Codemasters versucht, ein wenig Story in das Spiel und die eigene Karriere zu bringen. Diese sorgte aufgrund ihrer stereotypischen und kitschigen Art allerdings nicht für einen Mehrwert. In F1 2020 sollen wir unsere F1-Karriere entweder in der Formel 2 starten und dort eine ganze Saison spielen, nach drei Rennen in die F1 wechseln oder direkt in der Formel 1 durchstarten. Eine Story gibt es nicht mehr.

Neu im Karrieremodus von F1 2020 ist dagegen die Möglichkeit, Entwicklungsupdates schneller anzufordern. Allerdings besteht dabei ein gewisses Risiko, dass die Entwicklung vollständig fehlschlägt. Des Weiteren können wir nun im Laufe einer Saison mit mehreren Teams in Vertragsverhandlungen treten und uns so den bestmöglichen Vertrag erarbeiten. Je mehr Geld wir durch den Vertrag verdienen, desto mehr Möglichkeiten haben wir, dieses in bestimmte Fahrerboni zu investieren. Wie genau diese aussehen, hat uns Codemasters noch nicht verraten.

Die aktuellen Autos der Saison bekommt F1 2020 per Day-One-Patch am Release-Tag. In unserer Version waren es noch die 2019er wie dieser Red Bull. Die aktuellen Autos der Saison bekommt F1 2020 per Day-One-Patch am Release-Tag. In unserer Version waren es noch die 2019er wie dieser Red Bull.

Darüber hinaus haben die Entwickler an der Einsteigerfreundlichkeit von F1 2020 gearbeitet. Es gibt nun weitere Hilfen wie ein automatischer Einsatz von DRS, und die Optionen in den Menüs sind im Anfängermodus schlichter gehalten. Wer die volle Simulation will, kann diese aber noch immer bekommen. Außerdem dürft ihr nun mit Freunden via Splitscreen spielen, jedoch nur in den Grand-Prix-Rennen.

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