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Fallout 76 - Wie viel Spaß werden Singleplayer-Rollenspieler haben?

Fallout 76 bricht als Survival-Onlinespiel mit vielen Serientraditionen. Aber wie viel RPG steckt noch für die Oldschool-Serienfans drin? Wir analysieren.

von Maurice Weber,
15.11.2018 19:36 Uhr

Teil 2 unseres Test-Tagebuchs zu Fallout 76 prüft, wie viel Spaß es für Freunde klassischer Rollenspiele bereithält. Teil 2 unseres Test-Tagebuchs zu Fallout 76 prüft, wie viel Spaß es für Freunde klassischer Rollenspiele bereithält.

Fallout 76 ist eigentlich kaum noch ein Rollenspiel. Mit dem Sprung zu Multiplayer-Survival opfert es viel von dem, was die klassischen Singleplayer-Serienteile ausgemacht hat. Warum also ein Artikel, der Fallout 76 aus der Warte eines Singleplayer-Rollenspielers bewertet?

Weil sich das Spiel dann doch noch einige klassische RPG-Tugenden auf die Fahnen schreibt. Es bietet Charaktergestaltung, Quests, sogar eine umfangreiche Hauptstory. Und weil trotz aller Online-Mechaniken die wichtigste Frage für viele alte Fallout-Fans immer noch ist, ob diese RPG-Elemente auch hier funktionieren. Ob sie auf ihre Kosten kommen, wenn sie Fallout 76 als Rollenspiel wie Fallout 3 und 4 angehen. Das wollen wir in diesem Teil unseres Test-Tagebuchs klären.

Fallout 76 - Unser finales Testfazit samt Wertung

Den Multiplayer-Aspekt klammern wir dabei aber nicht aus! Ihm werden wir im Laufe unseres Live-Tests noch einen eigenen Artikel widmen. Und so viel sei schon mal gesagt: Auf ihm ruht einige Verantwortung. Denn die Story kann Fallout 76 nicht tragen.

Wie wir testen:
Weil wir Fallout 76 unter Live-Bedingungen testen, veröffentlichen wir unseren Test in mehreren tagebuch-artigen Einzelartikeln. In diesem hier analysieren wir, was Fans von klassischen Rollenspielen bei Fallout 76 erwartet. Artikel zu allen weiteren wichtigen Bereichen wie Multiplayer findet ihr bald ebenfalls auf GameStar.de. Wertungsvergabe sammeln wir alle Informationen in einem großen Gesamt-Test für euch.

Story ohne Leben

Die Geschichte von Fallout 76 könnte richtig spannend sein - wenn ihre Charaktere nicht schon längst alle tot wären. Das Spiel setzt so konsequent auf seine Multiplayer-Komponente, dass unsere Mitspieler die einzigen anderen Menschen im Ödland sind. An KI-Figuren treffen wir nur Feinde wie irre Mutanten und Bestien, für klassische NPCs blieb offenbar kein Platz mehr. Von ihnen sind nur noch Leichen übrig - sowie Tonbänder und Texttagebücher. Sie sind das Mittel, mit dem Fallout 76 anstelle von Dialogen seine Story erzählt.

Fallout 76 - Screenshots ansehen

Als einer der ersten Vault-Bewohner nach dem nuklearen Untergang werden wir in die Postapokalypse entlassen und sollen die Welt wieder aufbauen. Auf dem Weg durch das Ödland von Appalachia folgen wir der Spur unserer Aufseherin, die schon vor uns auf ihre eigene Mission aufgebrochen ist. Nur schafft es das Spiel nicht, dass uns diese Mission je wirklich wichtig wird.

In Fallout 76 sind es die Freunde, mit denen wir spielen, die uns am Herzen liegen, nicht die Ingame-Charaktere. Tatsächlich schafft es damit auf emotionaler Ebene etwas, das kein anderes Fallout so hingekriegt hat: Die Postapokalypse Seite an Seite mit unseren besten Freunden zu erkunden ist ein tolles Gefühl! Aber wer hofft, dass Fallout 76 auch für Solo-Abenteurer spannende Geschichten erzählt, der wird schon sehr genau danach suchen müssen.

Ich sehe tote Menschen

In einer Welt, in der unsere Questgeber allesamt schon ins Gras gebissen haben, fühlen sich zwangsweise auch die Quests ziemlich sinnlos an. Etwa wenn wir einen Polizeiroboter auf Streife durch eine Stadt eskortieren, in der garantiert niemand mehr Polizeischutz braucht. Und jedes Mal, wenn ein Tonband oder ein Computer uns auf die Suche nach einer neuen Zielperson schickt, wissen wir ja schon vorher, dass uns am Zielort nur wieder die nächste vermoderte Leiche erwartet! Trotzdem zieht Fallout 76 dieses Questschema so oft durch, dass es irgendwann fast schon albern wird.

Charaktere Quest-Charaktere sind durch die Bank schon tot, wenn wir sie aufspüren.

Computer Maschinen und Roboter sind oft Questgeber, Questziel und Belohnung in einem.

Wenn auch nicht so albern wie die Story-Missionen der Responder-Hilfstruppe und ihrer Feuerwehr, deren Computer uns durch eine Aufnahmeprüfung nach der nächsten jagt - für eine Fraktion, die schon komplett ausgelöscht wurde! Aber nur als Mitglied dürfen wir auf den nächsten Computer zugreifen, der die nächste banale Mission ausspuckt.

Keine Gespräche, keine Entscheidungen. Für ein Spiel, das sich um den Wiederaufbau der Welt drehen sollte, haben wir auf besagte Welt überraschend wenig Einfluss. Statt die Zukunft der Menschheit zu gestalten, folgen wir blind den Befehlen der Toten. Den meisten Spaß haben wir daher, wenn wir einfach gar keinen Befehlen folgen, die Story links liegen lassen und mit unseren Gefährten auf Erkundungstour gehen.

Tonbänder reichen nicht

Nun weiß jeder BioShock-Spieler, dass sich selbst mit Tonbändern und minimalen NPCs sehr wohl eine fantastische Story erzählen lässt. Aber BioShock sagt mit halb so vielen Worten doppelt so viel wie Fallout 76. In letzterem lassen sich die Sprecher auch mal minutenlang darüber aus, wie man Wasser abkocht und wie sie zum offiziellen Wasserbeauftragten der Responder geworden sind. In Text-Terminals finden wir gern mal zehn Laboreinträge oder Tagebücher auf einen Schlag, aber viel Spannendes haben sie selten zu sagen.

Da hilft es nicht, dass viele Quests auch spielerisch recht banal ausfallen. Unser bisheriger Tiefpunkt: Laufe im Zeitlimit von A nach B, drücke dort einen Knopf und renn dann zurück! Dass im Questgebiet völlig zufällig Gegner spawnen können, unterstreicht nur, dass hier jedwede Dramaturgie fehlt - spielmechanisch wie erzählerisch.

Drücke den Knopf, renne zum anderen Knopf, dann kehre zum ersten Knopf zurück: Eine Quest in Fallout 76.Drücke den Knopf, renne zum anderen Knopf, dann kehre zum ersten Knopf zurück: Eine Quest in Fallout 76.

Ja, gelegentlich stoßen wir auch auf amüsante Ideen und müssen etwa Tiere mit spezieller Munition beharken, um sie zum Sprechen zu bringen. Witzig! Und doppelt unterhaltsam, wenn wir zusammen mit Freunden drüber lachen können! Im Koop werden starke Momente noch besser und selbst die schwachen erlebt man zumindest gemeinsam. Und manchmal schreiben unsere gemeinsamen Erlebnisse ihre ganz eigenen Geschichten - auch etwas, das andere Fallouts so nicht konnten. Trotzdem hätten wir uns auch bessere von den Entwicklern geschriebene Storys gewünscht.

Fallout 76: Alle Infos zum Spiel und unserem Test

Erstes Fazit-Video: Wie gut ist Fallout 76?
Test-Tagebuch, Teil 1: PC-Technik und Steuerung auf dem Prüfstand
Test-Tagebuch, Teil 2: Story und RPG-Mechaniken
Test-Tagebuch, Teil 3: Multiplayer und Koop
Test-Tagebuch, Teil 4: Survival
Fallout 76 - Unser finales Testfazit samt Wertung

Unsere Einsteiger-Tipps, damit der Spielstart mehr Spaß macht
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