Fortnite: 9-Jähriger wird für 4 Jahre gebannt, weil er zu jung ist

Der brasilianische Fortnite-Spieler Zenon ist erst 9 Jahre alt und damit zu jung für Fortnites Arena-Modus. Jetzt wurde er gesperrt, doch Streaming-Star Ninja setzt sich für den Jungen ein.

von Fabiano Uslenghi,
05.05.2020 18:34 Uhr

Kein Fortnite mehr für die nächsten 4 Jahre. Ein Junge wurde aufgrund seines Alters gebannt. Kein Fortnite mehr für die nächsten 4 Jahre. Ein Junge wurde aufgrund seines Alters gebannt.

Ein etwas kurioser Bann: Normalerweise trifft es in Online-Spiele ja meistens Cheater oder Betrüger, jetzt wurde ein Junge für vier Jahre aus Fortnite ausgesperrt, der auf den ersten Blick nichts falsch gemacht hat.

Das Problem: Victor »Zenon« Hugo ist gerade einmal neun Jahre alt. Der Junge hat zwar einen Vertrag mit dem brasilianischen E-Sports-Team Detona Gaming, ist aber eigentlich noch gar nicht alt genug für Fortnites Arena-Modus. Dabei handelt es sich um den Qualifikations-Modus, mit dem sich Profis einen Platz bei Turnieren sichern. Bevor sich Spieler an diesen kompetitiven Matches beteiligen dürfen, müssen sie mindestens 13 Jahr alt sein, da hier auch Geldpreise ausgeschüttet werden.

Zenon wurde nun von Epic für 1.460 Tage gesperrt - das sind exakt vier Jahre. Selbst Cheater, die bei Profi-Turnieren betrügen, werden im Normalfall nicht so lange gebannt. Es gab aber auch schon lebenslange Sperren:

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Was ist genau passiert?

Zenon ist nicht nur (auf dem Papier) ein Profi-Spieler, sondern streamt auch regelmäßig auf seinem Twitch-Kanal. Inzwischen hat der 9-Jährige dort ganze 130.000 Follower, von denen viele wohl aber erst nach dem Bann auf ihn aufmerksam wurden.

Der Bann traf Zenon schließlich auch während eines seiner Livestreams. Gerade spielte er noch eine Partie in Fortnite, dann wurde die Sperre eingeblendet mit der Begründung »jünger als erlaubt«. Zenon brach daraufhin in Tränen aus und wurde von seinem Vater getröstet, der ihn bei seinen Streams unterstützt und beaufsichtigt.

Twitter-User zeigen Mitleid

Gerade die Länge des Banns, der Fakt, dass sein Vater dabei war und der Clip des weinenden Kindes scheint viele Spieler berührt zu haben. Auf Twitter trendete eine Zeit lang der Hashtag #FreeZenon. Darunter forderten viele Spieler Epic dazu auf, den Bann des Jungen zu verkürzen oder gleich komplett aufzuheben.

Der Hashtag wurde auch immer wieder an große Streamer wie Ninja weitergeleitet. In der Hoffnung, dass sie mit ihrer Reichweite mehr Aufmerksamkeit auf den Bann des 9-Jährigen lenken könnten. Ninja äußerte sich sogar zur Thematik und sagte, dass man Zenon ja nicht gleich komplett Fortnite verbieten müsse, sondern eben nur die kompetitiven Modi wie Arena.

Epic ist in der Vergangenheit schon häufig recht hart gegen Minderjährige vorgegangen. 2018 wurde beispielsweise ein gerade 14-Jähriger von dem Entwickler und Publisher wegen Cheaten verklagt.

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