Freude am Fahren
Allein das simple Herumfahren in der Gegend macht in Horizon 6 mächtig Spaß, weil nahezu alles belohnt wird. Ein kleiner Drift hier, ein paar abgesäbelte Leitpfosten da; selbst das Entdecken neuer Straßen in der Open-World bringt mir XP ein. Dadurch fühlen sich meine Erkundungsfahrten durch Japan wunderbar motivierend an.
Fans der japanischen Autokultur kommen ebenfalls auf ihre Kosten: Auf Bergpässen (japanisch: Touge) beweise ich mein Geschick mit Heckantrieb und Handbremse bei speziellen Drift-Herausforderungen. Auch die japanische Tuning-Szene ist im Spiel vertreten: Auf drei Parkplätzen in der Spielwelt finden regelmäßig Autotreffen statt, auf denen ich die Modelle anderer Spieler bewundern und herunterladen oder eigene Auto-Kreationen präsentieren kann. Einer dieser Treffpunkte ist der berühmte Daikoku Parkplatz in Tokyo.
Handling und Fahrgefühl der Karossen im Preview-Build machen bereits jetzt Lust auf mehr. Die Steuerung am Controller ist angenehm präzise, die einzelnen Autos fühlen sich zudem glaubwürdig unterschiedlich an. Mein frisch getunter Honda Civic Type R legt sich anders in Kurven als eine abgerockte Toyota Drift-Rakete.
Schmerzpunkt KI
Die wankelmütige Gegner-KI sorgte in den vorherigen Forza-Teilen immer wieder für Kritik. Entweder sind die Renn-Gegner allesamt lahme Enten oder brettern gleich nach dem Start davon wie Lewis Hamilton oder Max Verstappen in der Formel 1. Wirklich was dazwischen gab es nicht. Und obwohl die Entwickler im Interview betonten, die künstliche Intelligenz »umfassend überarbeitet« zu haben, erkenne ich dieses Grundmuster auch in Forza Horizon 6.
Schon auf mittlerer Schwierigkeitsstufe habe ich es schwer, mit den in der Preview verfügbaren Autos auch nur ansatzweise Boden gutzumachen. Die Gegner kleben stets perfekt auf der Ideallinie. Eine Schwierigkeitsstufe weiter unten fahre ich den Computer-Rivalen dagegen davon, weil sie allesamt den Fuß vom Gas nehmen. Und auch die Drivatare anderer Spieler verhalten sich nur selten glaubhaft menschlich, sondern folgen immer noch weitgehend dem zahmen Ideal-Fahrstil.
Dafür betonen die Entwickler jedoch, extra für die Driftrennen einen neuen KI-Typen gebaut zu haben, der sehr viel aggressiver versuchen soll, mich zu überholen. Wie sich das System letztlich auf den Karrieremodus auswirkt, muss sich zum Launch erst noch zeigen.
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Forza Horizon 6: Wir düsen durch Tokyo und die wunderschöne japanische Gegend
Tuning und die neuen Aftermarket-Cars
Durch Tuning kann ich die Nachteile meiner Standardfahrzeuge ausgleichen und so zumindest ansatzweise zu den mächtigen KI-Gegnern aufschließen - allerdings immer nur in eine spezifische Richtung: Erhöhe ich etwa per Heckspoiler gezielt die Bodenhaftung meines Honda Civic, klebt der Wagen auch in scharfen Kehren zuverlässig am Asphalt. Drift-Rennen kann ich damit aber vergessen.
Immer wieder stoße ich auf der Map zudem auf sogenannte Aftermarket-Cars; also Gebrauchtwagen, die bereits mit einigen Modifikationen ausgestattet sind und günstig zum Verkauf stehen. Laut der Entwickler handelt es sich dabei nicht um einen Shop mit festen Preisen. Das Spiel schlägt mir die Wagen passend zum aktuellen Kampagnen-Fortschritt und kommenden Rennen vor.
Zusätzlich gibt es mit Treasure-Cars und Scheunenfunden zwei weitere Kategorien seltener Autos. Insgesamt versprechen die Entwickler stolze 550 Modelle.
Technik, die (noch nicht) begeistert
Technisch kann ich zu der gezeigten Preview-Version noch recht wenig sagen. Das Spiel schaut unverschämt schick aus – aber das taten die Forza-Spiele schon immer. Eindrucksvoll sind diesmal vor allem die Lichteffekte und Spiegelungen in Pfützen und auf Autolack, die durch die Trennung von den Last-Gen-Konsolen noch realistischer werden.
Zudem gibt’s noch mehr Partikeleffekte: Brettere ich mit 180 Sachen durch eine Kirschbaumallee, werden einzelne Blütenblätter stimmungsvoll von meinen Reifen aufgewirbelt.
An dieser Stelle sei betont, dass die Preview-Version auf den 30-FPS-Qualitätsmodus beschränkt war. Trotzdem lief meine Xbox Series X während mindestens eines Durchgangs so heiß, dass es zu einigen kurzen Bildaussetzern kam. Die Entwickler betonen aber, dass diese Version nicht final sei. Angaben zum Multiplayer oder den Qualitäten der PC-Version kann ich bislang nicht machen.
Bis zum 19. Mai 2026 hat das Team von Playground Games noch Zeit, das Spiel zu optimieren. Dann startet Forza Horizon 6 offiziell für die Xbox Series X/S und den PC. Käufer der Premium Edition dürfen allerdings schon am 15. Mai im Early Access losfahren. Ab dem Launch-Tag ist Forza Horizon 6 zudem im Game Pass spielbar.
Ein Releasedatum für die PlayStation-5-Version wollen die Entwickler dagegen noch nicht nennen. Diese komme noch dieses Jahr - aber eben erst dann, wenn sie fertig sei.
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