Fotorealistische Grafikdemo - Ex-Battlefield-Entwickler beeindruckt mit Echtzeit-Rendering

Mit dem Begriff »fotorealistisch« wird gern um sich geworfen. Bei der Echtzeit-Grafikdemo eines Ex-Battlefield-Entwicklers scheint er aber durchaus angemessen.

von Elena Schulz,
01.08.2017 12:10 Uhr

Ein ehemaliger Battlefield-Entwickler hat eine beeindruckende Grafikdemo veröffentlicht, bei der der beliebte Begriff »fotorealistisch« wirklich angebracht zu sein scheint. Das Besondere daran: Die Demo wurde komplett in Echtzeit gerendert.

Das macht sie technisch spannend, obwohl nur eine felsige Insel und keinerlei Gameplay zu sehen ist. Dabei ging es vor allem darum, zu zeigen, was mit Echzeit-Rendering möglich ist. Das Video kann man sich über der News ansehen und stammt von Rense de Boer, der als Technical Art Director bei Battlefield 3, Battlefield 4 und Battlefield Hardline mitgearbeitet hat.

Der Videoinhalt wurde mithilfe der Unreal Engine 4 in 4K und in Echtzeit gerendert. Auf einer Titan oder 1080Ti Grafikkarte kann die Demo laut der Videobeschreibung mit etwas Optimierung aktuell mit 45 fps laufen, später seien vielleicht sogar 60 möglich. Nutzt man nur HD statt 4K, werden die 60 Frames aber locker mit normalen Karten erreicht.

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Bald auch spielbar

Nach eigener Aussage geht es dem Ex-Battlefield-Entwickler darum, die optische Qualität von Spielen zu verbessern:

"Über die letzten Jahre hinweg habe ich mich darauf konzentriert, Echtzeitgrafik voranzutreiben, indem ich die Qualität der Inhalte verbessert habe. Über diesen Zeitraum hinweg habe ich mich mit der Möglichkeit befasst, die aktuelle Arbeitsweise aufzubrechen und versucht, die visuelle Qualität von Spielen zu verbessern. Mit Hardware und Software, die sich kontinuierlich weiterentwickeln und neuer Technik, die verfügbar wird, entstehen unendliche Möglichkeiten, die wir ausprobieren können."

Inzwischen arbeite er an einer spielbaren Tech-Demo, die als Grundlage für ein vollständiges Spiel dienen soll. Statt auf Felsen, will er sich diesmal auf einen skandinavischen Wald konzentrieren und ihn mit Sci-Fi-Architektur verknüpfen. Auch wenn das Areal sehr klein sein wird, werden Spieler herumlaufen und zudem viele Feinheiten wie das Field of View selbst einstellen können. Um die Inhalte zu erstellen, nutzt er Techniken wie Photogrammetrie. Wie toll das aussehen kann, zeigen auch jetzt schon Spiele wie The Vanishing of Ethan Carter.

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Die Tech-Demo soll noch dieses Jahr erscheinen, man darf gespannt bleiben, ob sie eine ähnliche optische Qualität wie die Grafikdemo erreichen kann.

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