Nicht für jeden ist künstliche Intelligenz die Zukunft oder etwas, woran man sich ausprobieren möchte. Regisseur Guillermo del Toro (Hellboy, Pans Labyrinth) kann der Technologie keinen Mehrwert abgewinnen und hält mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg.
Guillermo del Toro erteilt AI bis zu seinem Tod
eine Abfuhr
Der aktuelle Sci-Fi-Horror Frankenstein des 61-jährigen Filmemachers erschien erst Ende Oktober in ausgewählten Kinos und ist dann ab dem 7. November 2025 auf dem Streaming-Anbieter Netflix zu finden. Darin wird die gleichnamige Geschichte von Autorin Mary Shelley neu aufgearbeitet.
In einem Interview mit NPR sprach del Toro nicht nur über den Schaffensprozess seines Werks, sondern auch über seine Meinung zu AI. Dabei erschafft er eine spannende Parallele zwischen Hauptfigur Victor Frankenstein und sogenannten »Tech-Bros.«
Meine Sorge gilt eher der natürlichen Dummheit als der künstlichen Intelligenz. Ich denke, dass sie für die meisten der schlimmsten Eigenschaften der Welt verantwortlich ist. Ich wollte, dass die Arroganz von Victor [Frankenstein] in gewisser Weise der von Tech-Bros ähnelt. Er ist irgendwie blind und erschafft etwas, ohne die Konsequenzen zu bedenken, und ich glaube, wir müssen innehalten und überlegen, wohin wir gehen.
[...] KI, insbesondere generative KI – daran habe ich kein Interesse und werde auch nie Interesse daran haben. Ich bin 61 Jahre alt und hoffe, dass ich bis zu meinem Tod kein Interesse daran haben werde, sie zu nutzen. [...] Neulich schrieb mir jemand eine E-Mail und fragte: »Wie stehen Sie zu KI?« Meine Antwort war sehr kurz. Ich sagte: »Lieber würde ich sterben.«
2:10
Für Frankenstein hat Netflix satte 120 Millionen US-Dollar geblecht - jetzt ist der neue Trailer zur Neuverfilmung von Guillermo del Toro da
Noch nie ein Fan von KI
Es ist nicht das erste Mal, dass Guillermo del Toro offen über seine deutliche Abneigung gegenüber künstlicher Intelligenz spricht. Schon im September 2024 gab er im British Film Institute in London preis, dass KI lediglich in der Lage sei, »halbwegs überzeugende Bildschirmschoner« zu erstellen. Er führte weiter aus (via Forbes):
Das ist im Wesentlichen alles. Der Wert von Kunst hängt nicht davon ab, wie viel sie kostet und wie wenig Aufwand sie erfordert, sondern davon, wie viel man riskieren würde, um in ihrer Gegenwart zu sein.
Wie viel würden die Leute für diese Bildschirmschoner bezahlen? Werden sie Zuschauer zum Weinen bringen, weil sie einen Sohn verloren haben? Eine Mutter? Weil sie ihre Jugend verschwendet haben? Verdammt nein.
Für die Verfilmung von Frankenstein hat Netflix übrigens satte 120 Millionen US-Dollar hingeblecht. Das kommt dem Geldbetrag von so manchen Superhelden-Blockbuster wie zum Beispiel Iron Man schon sehr nahe, der schätzungsweise 140 Millionen Dollar gekostet hat. Ob sich die Investition gelohnt hat, sehen wir dann im November auf Netflix oder eben aktuell im Kino.
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