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GameStar-Podcast - Folge 51: Welchen kulturellen Wert hat ein Computerspiel? Und welchen sollte es haben?

Ein Artikel in der Süddeutschen warf viele kontroverse Fragen zum Kulturgut Spiel auf. Wir haben den Autor zu Gast.

von Dimitry Halley,
19.01.2019 08:00 Uhr

Nun sag, Geralt, wie hast du's mit der Kultur? Nun sag, Geralt, wie hast du's mit der Kultur?

Computerspiele haben als Medium trotz ihrer jungen Geschichte bereits einen weiten Weg hinter sich. Vom PC-Geek-Hobby zum Mainstream-Phänomen, von der Nische zum waschechten Medienrivalen für Filme, Bücher und Theater. Auch die Nicht-Fachpresse samt Politik haben diesen Aufschwung natürlich aufgegriffen.

Man erinnert sich vielleicht an die berüchtigte Frontal-21-Reportage, die ewigen Gewaltdiskussionen, aber auch allerlei Spieleförderungen, den game-Verband, die sukzessive Gründung spezieller Privathochschulen für Gaming-Studierende. An den Universitäten sprießen Game-Studies-Arbeitsgruppen aus dem Boden, in der Politik diskutiert man über E-Sport als offiziell anerkannte Sportdisziplin. Und Bundeskanzlerin Merkel eröffnet mittlerweile gar die Gamescom.

Und zwischen all diesem Auf und Ab schwebt eine Frage: Welchen Wert haben Computerspiele überhaupt für die Gesellschaft? Sind sie ein wichtiges Kulturgut - und falls ja: Sollte man sie dann nicht in einem Satz mit Theater, Literatur und anderer bürgerlicher Hochkultur nennen? Oder greift eine solche »Kultur-Leiter« zu kurz? Verdienen sich Spiele wegen ihrer Andersartigkeit eine komplett eigene Position in der Gesellschaft?

Fragen über Fragen, die wir in Folge 51 des GameStar-Podcast mit zwei ganz besonderen Gästen sowie Dimi und Maurice ausdiskutieren: Nicolas Freund hat einen recht kontrovers diskutierten Artikel in der Süddeutschen veröffentlicht, der vor allem die mangelnde Bekanntheit von Gaming-Künstlern dafür verantwortlich macht, dass Spiele kulturell belanglos bleiben. Daniel Ziegener, der unser Podcast-Spin-Off Hinter den Pixeln betreibt, ist ebenfalls Experte auf dem Gebiet »Kultur und Spiele«.

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