Ich teste seit 8 Jahren Gaming Chairs und Bürostühle: Ich verrate euch zwei Features, auf die es wirklich ankommt

Vergesst 4D-Armlehnen und Kunstleder: Ich weiß, auf welche Features es bei Gaming-Stühlen wirklich ankommt.

Acht Jahre und etliche Stühle später weiß ich: Die Synchronmechanik ist für mich unverzichtbar geworden. (Bildquelle: Maxe S., GameStar) Acht Jahre und etliche Stühle später weiß ich: Die Synchronmechanik ist für mich unverzichtbar geworden. (Bildquelle: Maxe S., GameStar)

Gaming Chairs gibt es mittlerweile wie Bots im Netz. Von Billigheimern bis zu Massagefunktion ist heutzutage alles vertreten.

Wenn man in unsere Kommentarspalten unter entsprechenden Tests und Artikeln schaut, schütteln viele den Kopf über die Stühle.

So einfach ist es allerdings nicht. Ja, es gibt viele Katzen, die man in Säcken kaufen kann. Ich verrate euch die zwei Funktionen, auf die ich nach acht Jahren des Testens nicht mehr verzichten werde.

Maxe Schwind
Maxe Schwind

Maxe ist nicht nur Redakteur bei GameStar, sondern auch Autor und Lektor. Kurzum: Er hockt sehr oft vor dem Computer und befüllt weiße Blätter mit schwarzen Buchstaben. Ein ergonomischer Stuhl ist also unabdingbar für ihn.

1. Feature: Synchronmechanik

Wenn man einen neuen Gaming- oder Bürostuhl sucht, könnte man auf so viel achten:

  • Beschaffenheit der Polster
  • Art der Bespannung
  • Rückenlehne
  • Lordosenstütze
  • Optik
  • Sonderfunktionen

Für mich ist die Synchronmechanik das Wichtigste an einem Stuhl. Sie sorgt dafür, dass sich der Sitz und die Lehne eines Schreibtischstuhls in einem bestimmten Verhältnis zueinander bewegen.

Die Lehne kippt bis zum Anschlag nach hinten, aber meine Füße bleiben auf dem Boden stehen. Das macht die Synchronmechanik. (Bildquelle: Maxe S, GameStar) Die Lehne kippt bis zum Anschlag nach hinten, aber meine Füße bleiben auf dem Boden stehen. Das macht die Synchronmechanik. (Bildquelle: Maxe S, GameStar)

Die Vorteile der Synchronmechanik:

  • Rückenfreundlich: Unterstützt eine natürliche Sitzhaltung und entlastet die Wirbelsäule.
  • Ergonomisch: Passt sich den Bewegungen des Körpers an und reduziert den Druck auf die Bandscheiben.
  • Fördert Bewegung: Verhindert starres Sitzen und verbessert die Durchblutung.

Die Wippmechanik, auf die viele Hersteller setzen, hat den Nachteil, dass die Körperhaltung auch beim Kippen gleichbleibt. Hier bewegen sich Sitz und Rücken stets parallel zueinander. Dadurch bleibt man auch beim Zurücklehnen in derselben Position sitzen.

Ist die Synchronmechanik teuer? Nein, es gibt Bürostühle mit Synchronmechanik, deren Preis bei unter 100 Euro beginnt (via Geizhals). Gaming-Stühle mit Synchronmechanik gibt es auf Geizhals ab rund 150 Euro.

Ich habe bereits mehrere Büro- und Gaming-Chairs mit Synchronmechanik getestet. Meine persönliche Empfehlung ist der Hivar Skalar, ab 400 Euro zu haben.

Video starten 0:31 DXRacer Martian Pro: So sieht die elektrische Massagefunktion des Gaming-Stuhls aus

2. Feature: magnetisches Kissen

Mich überrascht es auch, aber: viel zu wenige Hersteller nutzen magnetische Kissen. Stattdessen setzen sie auf Bänder, Schnallen oder ganze Kopfstützelemente.

Hivar macht es beim eben von mir gelobten Skylar abenteuerlich. Am Stuhl ist ein vertikales Lederband mit einem Kissen am Ende angebracht, das man über das Kopfteil legt.

Ja, das funktioniert, aber so richtig praktisch ist es nicht.

Durch ein Gegengewicht funktioniert diese Konstruktion zwar, optimal ist sie allerdings nicht. (Bildquelle: Maxe S., GameStar) Durch ein Gegengewicht funktioniert diese Konstruktion zwar, optimal ist sie allerdings nicht. (Bildquelle: Maxe S., GameStar)

Magnetische Kissen sind meine optimale Lösung. 

  • Das Kissen verrutscht nicht.
  • Ich kann das Kissen flexibel umherschieben.
  • Ich kann das Kissen einfach abziehen, wenn ich es nicht brauche.
  • Es gibt keine Gurte oder Bänder, die ausleiern.

Bisher kamen mir erst zwei Hersteller unter, die ein magnetisches Kissen nutzen: SecretLab und DXRacer. Warum das so ist, darüber kann ich nur spekulieren.

DXRacer nutzt auch magnetische Kissen. Der Unterschied zu Secretlab: Es besitzt keinen Memory Foam. (Bildquelle: Maxe S., GameStar) DXRacer nutzt auch magnetische Kissen. Der Unterschied zu Secretlab: Es besitzt keinen Memory Foam. (Bildquelle: Maxe S., GameStar)


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Während die Synchronmechanik weitverbreitet ist, müsst ihr bei magnetischen Kissen mit der Lupe suchen. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich definitiv auf Ersteres achten. Wir lümmeln alle gern mal in unserem Schreibtischstuhl oder Gaming Chair. Die Synchronmechanik sorgt dafür, dass wir es im Nachhinein nicht bereuen.

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