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Inhaltsverzeichnis
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Gaming Virgin: Gothic zum ersten Mal gespielt - 18 Jahre zu spät nach Myrtana

Sascha Penzhorn spielt zum ersten Mal Gothic und vernichtet dort Kraut, Bier und Fleischwanzen. Und weil er wohl niemals die Barriere bezwingen wird, verschönert er eben die Welt.

von Sascha Penzhorn,
26.06.2019 08:00 Uhr

Am Ende meiner ersten Session habe ich das Spiel erst mal etwas aufgehübscht.Am Ende meiner ersten Session habe ich das Spiel erst mal etwas aufgehübscht.

Ihr: »Er soll Gothic spielen!«
Ich: »Cool, ich starte gleich mal Gothic 2, das habe ...«
Ihr: »Nein, das erste Gothic

Ihr verdammten Penner! Dann spielt Gothic doch mal im Jahr 2019, ohne Nostalgiebrille, ohne eine für Menschen gedachte Spielsteuerung und ohne Cheats und Lösungshilfen! Es gibt so viele geile Spiele, die ich über die Jahre nicht angerührt habe, von Vampire: The Masquerade - Bloodlines bis zur Witcher-Reihe.

Gothic 2 samt Erweiterung ist anscheinend auch nicht übel gealtert. Aber nö, es soll ja unbedingt dieser pastellbraune Ruhrpottsimulator sein, der inzwischen alt genug ist, um Auto zu fahren.

Danke, liebe Community! Danke, liebe Redaktion! Verlass dich auf jemanden und du bist verlassen, das ist eben so. Zumindest kann ich fünf von euch im Spiel verprügeln, aber dazu kommen wir noch.

Der Autor
2001 ist Sascha Penzhorn mit dem Panzer durch Liberty City gefahren, hat sich in Wizardry 8 mit dem Dark Savant geprügelt und sich in den Erweiterungen zu Baldur's Gate 2 und Diablo 2 ausgetobt. Gothic hat er damals zwar auch mal installiert, es aber nach der ersten halben Stunde direkt wieder von der Festplatte verbannt. Das Gequatsche war ihm zu viel, die Scavenger zu schrill und die Steuerung und Menüführung zu menschenverachtend. Für seine Spieletagebücher holt er Gothic jetzt nach - blind, ohne Cheats, Komplettlösung oder irgendwelche Guides. Und er hat absolut keine Ahnung, was er hier eigentlich macht. So wie zuvor schon in Age of Empires 2.

Holpriger Start

Ich will die Installations-CD einlegen, die ich von meinem Vater geerbt habe und stelle fest, dass ich überhaupt kein optisches Laufwerk habe. Also kaufe ich das Spiel auf GoG zum Preis einer mittleren Pizza und das Teil startet in englischer Sprache. Mist! Okay, noch mal von der Platte werfen, Installer neu starten, Language: Deutsch, danke schön.

Gothic startet, ich werde »getauft«, dann erzählt mir Diego, dass ihm egal ist, wer ich bin - was ihn trotzdem nicht davon abhält, mir zu erklären, wie es hier läuft. Ich soll doch bitte ins Alte Lager. Klar, zeig mir den We … oh, er hat sich in Luft aufgelöst und eine Karte habe ich auch nicht.

Na gut, schauen wir uns erst mal um. Auf dem Boden liegen ein Bier, ein Erzklumpen und eine Fackel herum. Ich klicke die Gegenstände an und nichts passiert. Ich schaue ins Optionsmenü. STRG ist die Aktionstaste. Na dann. Ich visiere das Bier an, drücke STRG und siehe da, es passiert immer noch nichts.

Ich will das Spiel minimieren, das funktioniert mit der GoG-Version aber nicht, also beende ich Gothic komplett, schaue ins Internet und komme mir total bescheuert vor, weil ich nicht selbst drauf gekommen bin: STRG + Vorwärts! Natürlich!

Als wäre die Steuerung nicht Strafe genug, regt auch die Optik den Brechreiz an.Als wäre die Steuerung nicht Strafe genug, regt auch die Optik den Brechreiz an.

Zwei Introvideos und einen Ladebildschirm später liegt wieder das Bier vor mir. STRG und W, Baby! Jetzt erscheinen am linken und rechten Bildschirmrand Leisten. Okay, anscheinend ist rechts mein Inventar. Wenn ich jetzt mit der Maus* … nein. Vielleicht die Pfeiltasten? Lebensmittel, Artefakte, Waffen … was zum Pankratz, lass mich doch bitte einfach nur an das verdammte Bier ran!

Ah, man muss einfach nur 28.326 Mal auf die linke Pfeiltaste drücken, schon ist das Bier ausgewählt. Wie kriege ich das jetzt in mein Gepäck? Anklicken? Leertaste? Enter? Oh, STRG + D! Na, wenn in diesem Spiel alles so herrlich intuitiv ist, dann kann überhaupt nichts schiefgehen.

Triumphierend nehme ich das Bier an mich und lasse die wunderschöne Landschaft auf mich wirken: Braunes Gras, braune Felsen, braune Bäume, alles unter einem malerischen braunen Himmel. Am Horizont verschwindet alles in braunem Nebel. Hach, wie damals auf dem N64!

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