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Gates of Hell mixt Echtzeit-Strategie mit Hardcore-Shooter und es funktioniert

Irgendwo zwischen Company of Heroes und Arma platziert sich ein Zweiter-Weltkrieg-Spiel, das Zugänglichkeit und Realismus vereinen will.

von Peter Bathge,
06.06.2021 05:00 Uhr

Mehr als nur ein DLC: Gates of Hell soll Fans von Echtzeit-Strategie und Hardcore-Shootern gleichermaßen glücklich machen. Wir haben Probe gespielt. Mehr als nur ein DLC: Gates of Hell soll Fans von Echtzeit-Strategie und Hardcore-Shootern gleichermaßen glücklich machen. Wir haben Probe gespielt.

Vorsichtig robbe ich durch den Matsch bis zu einer niedrigen Mauer. Mein Soldat kauert sich hin, klamme Finger halten sein Gewehr. Aus der Third-Person-Perspektive kann ich Details an der Uniform erkennen, beim Blick in die Ferne sehe ich schneebedeckte Bäume, manche davon umgestürzt. Panzerspuren im Schnee zeugen von kürzlicher Feindaktivität, an einem ausgebrannten Wrack kann ich einzelne Einschusslöcher erkennen.

Im Inventar checke ich meine Ausrüstung - okay, ich habe noch genug Munition vom richtigen Typ. Also los, über die Mauer und mit dem Fadenkreuz Richtung Gegner visieren... mein Soldat ist tot. Game over? Mitnichten! Ich habe ja noch elf andere Infanteristen, die weiter hinten in Deckung liegen, einen ratternden Panzer, zwei Flaks ... und dank nunmehr wieder eingenomener Iso-Perspektive den vollen Überblick.

Denn auch wenn sich Gates of Hell phasenweise wie ein Shooter spielt, seid ihr am Ende kein Einzelkämpfer in den Wäldern Russlands, sondern ein General. Und die Third-Person-Ansicht aktiviert ihr nur auf Wunsch, ansonsten spielt sich das Echtzeit-Strategiespiel Gates of Hell - oder Call to Arms: Gates of Hell - Ostfront, wie korrekterweise heißen muss - nicht wie ein Hardcore-Shooter, sondern wie ein etwas realistischeres Company of Heroes.

Seit 2015 arbeitet das kleine Team von Barbed Wire Studios an ihrem Traum eines ebenso zugänglichen wie authentischen Zweiter-Weltkriegs-Spiels. Im Interview mit GameStar Plus zeigen sie uns, wie weit diese Vision fortgeschritten ist, und erklären:

"Wir sind große WW2-Enthusiasten und es gab kein richtiges Spiel, das sowohl historisch akkurat war als auch strategisches Gameplay und die Fähigkeit bot, einen Panzer oder einen Soldaten zu steuern. Wir wollten ein Spiel machen, das sich anfühlt, als würde man die Bücher lesen oder die Filme sehen."

An der Ostfront des Zweiten Weltkriegs liefert ihr euch in Gates of Hell taktische Scharmützel. Als Fraktionen stehen Deutschland und die Sowjetunion zur Auswahl. An der Ostfront des Zweiten Weltkriegs liefert ihr euch in Gates of Hell taktische Scharmützel. Als Fraktionen stehen Deutschland und die Sowjetunion zur Auswahl.

Ein DLC, für den sich das Hauptspiel lohnt

Der Name verrät es bereits, im neuen Strategiespiel kontrolliert ihr die deutsche Wehrmacht oder die Rote Armee der Sowjetunion zwischen 1941 und 1945. Die zwei Singleplayer-Kampagnen schicken euch auf beiden Seiten in zwölf erbitterte Gefechte in winter- und sommerlichen Umgebungen, auch Stadt-Maps wie Stalingrad wird es geben. Allerdings könnt ihr nicht einfach so losspielen: Interessierte müssen das Hauptspiel Call to Arms zumindest in der Basic-Version für knapp 15 Euro besitzen, denn Gates of Hell verwendet dessen Engine Gates of Hell. Die Veröffentlichung als DLC war dabei ein notwendiges Übel.

Als die Entwicklung von Gates of Hell vor sechs Jahren startet, soll es noch ein Standalone-Titel werden und die Engine von Men of War benutzen. Doch irgendwann bemerken die vier Erfinder: Das klappt so nicht. Ein Deal mit Publisher Digitalmindsoft erfolgt und die Technik von Call to Arms bringt neue Möglichkeiten mit sich - aber auch große Umbauarbeiten. »Wir mussten etwa 50 Prozent des Spiels neu machen«, schätzt Community Manager Fritz, der wie die anderen Mitarbeiter von Barbed Wire Studios nicht seinen Nachnamen verraten will - die Personen sollen nicht vom Spiel ablenken. Gut, dann lassen wir das Spiel doch mal für sich sprechen!