Final Fantasy 7: Rebirth hat eine uralte Debatte neu entfacht: Wie sehr sollen Spiele uns an der Hand nehmen und wie viel trauen sie unserem Scharfsinn zu? Es geht um Fässer, Kletterpartien und gelbe Farbe.
Wir erklären, worum genau sich der Streit dreht und welche Argumente beide Seiten vorbringen.
Was ist schlimm an gelber Farbe?
Mit gelben Markierungen zeigen viele Spiele an, dass man mit einem Objekt interagieren kann. Zum Beispiel sind Kisten gelb gestrichen, die sich auch wirklich öffnen lassen. Vor allem bei Klettereinlagen kommt das zum Tragen, in mehreren Spielen sind greifbare Vorsprünge deutlich gelb markiert. Etwa in Horizon: Forbidden West oder eben Final Fantasy 7 Rebirth.
Das meinen Kritiker: Manche Spieler fühlen sich dadurch aus der Immersion gerissen – wie kommt die Farbe denn da hin, ist irgendeiner mit Pinsel und Farbeimer vor uns da rum gekraxelt?! Außerdem sähen die Kritiker lieber, dass man selber herausfinden kann, welche Route man hochklettert.
Das meinen Befürworter: Die andere Seite gibt zu bedenken, dass es unglaublich frustrierend sein kann, an einer Stelle steckenzubleiben, weil man nicht sieht, wo es weitergeht. Gelbe Farbe sei ein Hilfsmittel, mit dem solche Sackgassen und verwirrende Momente vermieden werden sollen.
PLUS
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DevPlay: Open World vs lineare Spiele - Die Vor- und Nachteile für Entwickler
Auch Spielentwicker und Influencer beteiligen sich an der Diskussion, einige berichten von fast schon schmerzhaften Erfahrungen bei Playtests, in denen die Testspieler einfach nicht mehr weiterkamen. Andere sind hingegen der Meinung, dass man auch ohne gelbe Farbe mit schlauem Spieldesign für Orientierung sorgen kann.
Breath of the Wild gilt vielen als Beispiel für eine interaktive Welt, die ihre Spieler gefühlt nicht zu sehr an der Hand führt – weil man mit fast allem interagieren kann und Link an jeder Wand hochklettert.
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Angefangen hat alles mit diesem Post von Entwickler The Oshborn, der schreibt: »Das Gelbfarben-Virus hat Final Fantasy 7 infiziert!«:
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Und natürlich gibt es auch noch diejenigen, die die gelbe Farbe selbst zum Spielinhalt machen wollen. Zum Beispiel, indem man den armen Knilch spielt, der an Klippen baumelt und sie anpinselt, damit es die Helden später mal leichter haben.
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Ihr wollt mehr über die Entstehung von Spielen erfahren und wissen, warum Entwickler bestimmte Entscheidungen treffen? Dann seid ihr bei unserem regelmäßigen Videoformat DevPlay genau richtig. Eine passende Folge haben wir euch gleich mal verlinkt:
Auf welcher Seite der Gelbfarbendebatte landet ihr persönlich? Seid ihr Verfechter der Hilfen, ohne die man vielleicht Stunden damit vergeudet, den richtigen Pfad zu finden? Oder habt ihr Spaß daran, wirklich selbstständig zu erkunden? Vielleicht seid ihr auch Teil der gelbgoldenen Mitte, die es sich als optionales Feature wünschen? Schreibt es uns!
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