Die meisten Witcher-Fans der Gegenwart dürften wohl erstmals durch die erfolgreichen Spiele oder die Netflix-Serie mit Henry Cavill von der fantasievollen Welt des Hexers gehört haben. Einige Leute wissen sogar gar nicht, dass der Saga die Bücher und Geschichten von Andrzej Sapkowski zugrunde liegen - wie sich etwa an einem viel genannten Kritikpunkt von The Witcher 4 zeigt.
Tatsächlich sind die Spiele und die aktuelle Serie nicht mal die ersten Adaptionen der Fantasy-Reihe. 2001 erschien mit Geralt von Riva - Der Hexer
bereits eine erste Filmumsetzung, die sogar eine darauffolgende Serie einleitete.
Eine ambitionierte Umsetzung, die der Schere zum Opfer fiel
Geralt von Riva - Der Hexer erzählt die Geschichte des gleichnamigen ... Hexers (Michael Zebrowski), der durch das von Krieg, Monstren und Seuchen gebeutelte Land streift und dort gleichzeitig zum Freund und Feind der Menschen wird.
Die Handlung basiert auf den beiden Kurzgeschichtenbänden Der letzte Wunsch
und Das Schwert der Vorsehung
, verarbeitet aber auch völlig neue Ideen.
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Geralt von Riva - Der Hexer: Der erste Film zu The Witcher erschien bereits vor über 20 Jahren
Ungewöhnliche Veröffentlichung: Geralt von Riva - Der Hexer (Original: Wiedźmin) wurde in Polen produziert und dort 2001 veröffentlicht. An die Dreharbeiten wurde unmittelbar die Produktion einer Serie dran gehängt, die schließlich ein Jahr später im TV ausgestrahlt wurde. Die umfasst 13 Episoden, wobei die ersten beiden Folgen ein Zusammenschnitt des Films sind.
Jetzt wird es aber erst so richtig ungewöhnlich. Die Lokalisierung in Deutschland erfolgte erst 2010 mit der zunehmenden Popularität durch die Spiele. Mit dem polnischen Original ist diese Version jedoch kaum zu vergleichen. Denn die bei uns als 129 Minuten langer Film erschienene Fassung ist in Wirklichkeit ein Zusammenschnitt der gesamten gleichnamigen Serie.
Kein Wunder also, dass als zwei der Hauptkritikpunkte des Films
die undurchsichtige Struktur sowie die hohe Erzählgeschwindigkeit angeführt werden. Wer nicht mit den Büchern vertraut ist, soll außerdem Probleme bekommen können, der Geschichte richtig zu folgen.
Es gibt auch Lob: Positiv hervorgehoben werden die schauspielerischen Leistungen sowie die glaubwürdigen Kulissen und Kostüme. Bezüglich der Umsetzung des originalen Materials gibt es unterschiedliche Meinungen. Im Kern sei diese jedoch akzeptabel, wenn auch viel zu schnell erzählt.
Ist der Film jetzt gut oder schlecht? Insgesamt existiert keine Einigkeit darüber, wie gelungen die Umsetzung wirklich ist. So gibt es zahlreiche zufriedene Fans, aber ebenso viele Stimmen, die mit Geralt von Riva - Der Hexer nichts anfangen können. Am besten überzeugt ihr euch einfach selbst.
Auf den etablierten Streaming-Diensten sieht es diesbezüglich zwar düster aus, die DVD kann jedoch bereits für wenige Euro im Internet bestellt werden.
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