Wir schreiben das Jahr 2010. Das Nexus One erblickt das Licht der Welt und damit der erste Wurf von Google im Smartphone-Bereich. Damals noch in Kooperation mit HTC und ab Werk mit Android 2.1 (ja, Version 2.1).
Heute, stolze 15 Jahre später, blicken wir auf die Pixel-9-Serie und Android 15. Die Optionen und Anpassungsmöglichkeiten sind inzwischen ebenso vielfältig wie versteckt – von KI-Funktionen ganz zu schweigen.
Ich zeige fünf (und ein paar mehr) Optionen, die für mich so praktisch sind, dass ich sie nach jeder Ersteinrichtung eines Pixel-Smartphones von Google aktiviere.
Schnellnavigation:
- Die »versteckte« Taste
- Benachrichtigungsverlauf aktivieren
- Die Kameraeinstellungen
- Geschmeidiges Scrollen
- Verknüpfungen auf dem Sperrbildschirm
1. Google Pixel: Die »versteckte« Taste
Die Smartphones von Google haben auf der Rückseite eine »versteckte« Taste, die ich konsequent mit einer zusätzlichen Funktion ausstatte. Neben den Pixel-Handys verfügen auch andere Android-Smartphones (und iPhones) über ein solches Feature, wie unser ausführlicher Artikel zeigt.
So geht’s: Mit einem sanften Doppeltipp auf die Rückseite des Smartphones löst man eine Aktion aus, etwa einen Screenshot erstellen, den Sprachassistenten um Hilfe bitten oder eine beliebige App öffnen.
So aktiviert ihr die Funktion »Schnelltippen«:
- Öffnet die Einstellungen auf dem Google-Smartphone.
- Wählt jetzt das Menü »Touch-Gesten & Bewegungen«.
- Wechselt jetzt zu »Schnelltippen, um Aktionen zu starten« aus.
- Wählt nun aus den verschiedenen Optionen aus.
2. Benachrichtigungsverlauf aktivieren
Mein dritter Vorname ist »Tollpatsch«. Wenn es euch auch so geht und ihr ab und zu aus Versehen eine Benachrichtigung zur Seite wischt, die euch wichtig erschien, gibt es eine praktische Lösung: den Benachrichtigungsverlauf.
So aktiviert ihr die Funktion:
- Öffnet die Einstellungen auf dem Google-Smartphone.
- Tippt jetzt auf »Benachrichtigungen« und anschließend auf »Benachrichtigungsverlauf«.
- Setzt dort den Haken für »Benachrichtigungsverlauf verwenden«.
Wenn diese Option aktiviert ist, werden die zuletzt geschlossenen Benachrichtigungen sowie die Mitteilungen der letzten 24 Stunden in derselben Historie angezeigt.
3. Die Kameraeinstellungen
Die herausragende Kamera der Pixel-Handys ist für viele sicherlich ein potenzieller Kaufgrund. Grund genug, um uns drei wichtige Einstellungen genauer anzuschauen.
Raster: Das Raster hilft euch beim Fotografieren, die optimale Bildkomposition zu finden, Stichwort Goldener Schnitt
.
Was ist der Goldene Schnitt? Der »Goldene Schnitt« ist eine Methode in der Fotografie, bei der das Bild »geteilt« wird. Die Teile stehen in einem bestimmten Verhältnis zueinander, das vom Auge als angenehm empfunden wird. Der Goldene Schnitt hilft, das Bild beim Fotografieren (und bei der Nachbearbeitung) so zu gestalten, dass wichtige Elemente an den »richtigen« Stellen platziert werden und für uns harmonisch wirken.
Das Raster wird wie folgt aktiviert:
- Öffnet die Kamera-App.
- Tippt unten links auf das Zahnrad-Symbol.
- Wählt jetzt »Weitere Einstellungen«.
- Scrollt nach unten und tippt nun auf »Rastertyp« und wählt etwa »Goldener Schnitt«.
RAW-Format: Bilder im RAW-Format eignen sich hervorragend für die Nachbearbeitung, da die Bilddaten unkomprimiert und unverändert gespeichert werden. Selbst ältere Handys wie das Pixel 6a unterstützen das RAW-Bildformat.
So aktiviert ihr RAW-Fotos:
- Öffnet die Kamera-App auf dem Handy.
- Tippt unten links auf das Zahnrad-Symbol.
- Wählt bei »RAW/JPEG« das Format »RAW« aus.
- Anschließend steht dort »RAW + JPEG«.
Sollte das RAW-Format wie oben abgebildet nicht erscheinen, müsst ihr die Steuerung erst aktivieren.
- Tippt auf »Weitere Einstellungen«.
- Wechselt anschließend zu »Erweitert«.
- Aktiviert jetzt »RAW/JPEG-Steuerung«.
Eure Bilder werden dann sowohl als JPEG- als auch als RAW-Dateien auf eurem Smartphone gespeichert. Beachtet jedoch, dass Bilder in diesem Format deutlich mehr Speicherplatz benötigen.
Top-Foto: Ich habe einen kleinen Neffen. Die bisher besten Bilder aus dem analogen Fotoalbum des kleinen Rackers habe ich mit dieser Funktion »geschossen«. Mit Top-Foto speichert das Pixel-Handy eine Reihe von Bildern, aus denen man wahlweise wie in einer Video-Zeitleiste auswählt. Die Funktion ähnelt sehr der Live-Foto-Funktion des iPhones.
So aktiviert ihr Top-Foto:
- Öffnet die Kamera-App.
- Tippt unten links auf das Zahnrad-Symbol.
- Wählt unter »Top-Foto« die ganz rechte Option, damit die Funktion immer aktiviert ist.
4. Geschmeidiges Scrollen
Einige Google-Smartphones unterstützen eine Bildwiederholrate von bis zu 90 oder 120 Hertz, was sich vor allem beim Scrollen bemerkbar macht. Es sieht einfach geschmeidiger aus. Die Displays der kleineren Modelle sind jedoch ab Werk auf maximal 60 Hertz begrenzt.
So aktiviert ihr »Smooth Display«:
- Öffnet die Einstellungen auf dem Google-Handy.
- Wechselt jetzt zum Punkt »Display & Touchbedienung«.
- Wählt ganz unten die Option »Smooth Display«.
Hinweis: Die Aktivierung dieser Option verkürzt die Akkulaufzeit des Gerätes.
Wenn ihr nicht unbedingt ein Display mit einer Bildwiederholrate von 120 Hertz (oder 90 Hertz) benötigt, den Unterschied ohnehin kaum wahrnehmt und lieber von einer möglichst langen Akkulaufzeit profitieren möchtet, schaltet die Option aus.
5. Verknüpfungen auf dem Sperrbildschirm
Standardmäßig sind auf dem Sperrbildschirm die Shortcuts für die Taschenlampe sowie das Wallet gespeichert.
Das lässt sich wahlweise ändern:
- Öffnet die Einstellungen auf dem Google-Handy.
- Wählt jetzt das Menü »Display & Touchbedienung«.
- Tippt nun auf »Sperrbildschirm« und wechselt anschließend zu »Verknüpfungen«.
Ebenfalls interessant: Nächste Woche veranstaltet Google ein Event speziell für Android. Was es damit auf sich hat, erfahrt ihr im folgenden Artikel:
Das sind meine Top 5 Einstellungen für das Google-Smartphone. War für euch etwas Neues dabei oder sind es längst alte Hüte? Gibt es Funktionen und Features, die ihr nach einer Neueinrichtung sofort aktiviert (oder deaktiviert)? Habt ihr weitere praktische Tipps für die Pixel-Community? Schreibt sie uns gerne unten in die Kommentare!
Hinweis: Dieser Artikel ist bereits zu einem früheren Zeitpunkt auf GameStar.de erschienen.












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