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Seite 2: Gorogoa im Test - Um vier Ecken gedacht

Eine Reise durch Raum und Zeit

Was es mit dem Wesen und den ausdrucksstarken Symbolen der Spielwelt, die sich fremd und doch vertraut anfühlen, auf sich hat, liegt im Interpretationsspielraum des Betrachters. Gorogoa erzählt seine Geschichte gänzlich ohne Worte und beantwortet viele Fragen nicht im Detail. Dennoch lässt uns das Spiel nicht komplett ratlos zurück. Die Rahmenhandlung mit der Suche des Jungen nach fünf mystischen Früchten bildet eine klare Orientierung und findet einen befriedigenden Abschluss. Das ist auch nötig, denn auf unserer Reise wechseln wir in Sekundenbruchteilen nicht nur Orte, sondern springen dabei mitunter auch durch Zeitepochen. In einem Moment sind wir als junger Erwachsener in einer sonnigen Wüste unterwegs, während parallel dazu eine ältere, graubärtige Version des Helden verwundet in einem düsteren Kriegsgebiet sitzt.

Es wird nicht gesprochen oder geredet, Gedanken von Personen werden mit Bildern visualisiert. Es wird nicht gesprochen oder geredet, Gedanken von Personen werden mit Bildern visualisiert.

Diese Mischung wirkt auf den ersten Blick unsortiert, doch im Entdecken der verborgenen Verbindungen liegt der Reiz des Spiels. Wenn sich eine stilisierte Sonne in Verbindung mit der Detailansicht eines Buchrückens zu einem Zahnrad-Rätsel zusammenfügt, oder der funkelnde Polarstern am Nachthimmel durch Bildüberlagerungen plötzlich zum Licht einer Öllampe wird, dann möchte man vor Begeisterung über diese kreativen Einfälle dem Künstler Beifall klatschen.

Es sind diese kleinen, ungemein befriedigenden Momente, wenn es »klick« macht und eine gelöstes Rätsel die nächste Animationsphase auslöst, die das Bild zum Leben erweckt. Gorogoa gelingt es über den Verlauf seiner Erzählung von Anfang an zu fesseln und danach nie langweilig zu werden. Kein Rätsel fühlt sich wie redundantes Füllmaterial an, die präsentierten Mechaniken werden nicht überstrapaziert. Die Reise beginnt behutsam, wird dann verspielter sowie komplexer und endet wie eine klassische Musikkomposition in einem großen Finale, in der sich das Spiel zitiert, Themen und Motive erneut aufgreift, und in einem majestätischen Abschluss zusammenführt. Großartig!

Die mystische Welt von Gorogoa fühlt sich fremd und doch vertraut an und hat viele Einflüsse. Die mystische Welt von Gorogoa fühlt sich fremd und doch vertraut an und hat viele Einflüsse.

Fünf Jahre für zwei Stunden

Über fünf Jahre hat sich der Künstler Jason Roberts nach eigenen Aussagen Zeit genommen, um dieses einzigartige Puzzle-Adventure komplett von Hand zu zeichnen. Das Erlebnis ist verhältnismäßig kurz und in unter zwei Stunden abgeschlossen, aber man erlebt in dieser Zeit ein in sich absolut stimmiges Gesamtkunstwerk, dass sich niemand mit Spaß an Rätsel- und Knobelspielen - und toll gezeichneten Bildern - entgehen lassen sollte. Natürlich leidet durch die Linearität die Wiederspielbarkeit.

Die Faszination der Überraschung und das Entdecken der Mechaniken funktionieren nur beim ersten Mal. Dennoch gibt es auch bei einem weiteren Durchgang optisch und inhaltlich noch einige Details und Feinheiten zu entdecken. Spaß macht es auch, Freunde kommentarlos vor das Spiel zu setzen und zu beobachten, wie auch sie von der Magie der Welt erfasst werden.

Teilweise müssen wir Dinge zweckentfremden. Aus der stilisierten Sonne im dritten Bild wird in Kombination mit dem oberen Bild ein Zahnrad. Teilweise müssen wir Dinge zweckentfremden. Aus der stilisierten Sonne im dritten Bild wird in Kombination mit dem oberen Bild ein Zahnrad.

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