Das Minental war noch nie ein Ort für Weichlinge.
Dank des Gothic Remakes verliere ich mich gerade zum zweiten Mal nach 25 Jahren in dieser rauen, erbarmungslosen Welt. Dank vieler kluger Ergänzungen seitens Entwickler Alkimia ist mein innerer Entdeckerdrang sofort wieder voll erwacht.
Ich gehöre zu der Sorte Spieler, die keine virtuelle Höhle unerkundet lassen können. Jeder verdächtige Felsvorsprung muss untersucht werden, jede Truhe verlangt nach einem Dietrich.
Doch genau diese Neugier wird mir hier in den ersten Spielstunden zum Verhängnis. Das gehört zum Konzept: Ich soll mich anfangs wirklich wie ein kleiner Wicht fühlen, der in der weiten Welt sofort verspeist wird.
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Das Gothic Remake wird im neuen Trailer gefeiert und in den Kommentaren fragen alle nur nach Teil 2 - bis THQ antwortet
Wie schon das Original schreckt das Gothic Remake dafür nicht davor zurück, mich allein auf weiter Flur zurückzulassen. Auch wenn ich mir wünschen würde, dass die Charaktere, die mich eigentlich beschützen sollen, mir nicht schnurstracks den Rücken zukehren.
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Im ersten Kapitel der Neuauflage stehe ich vor den bekannten Herausforderungen des schutzlosen Sträflings. Zu Beginn des Abenteuers reicht schon eine einzige, aggressiv summende Blutfliege aus, um meinen namenlosen Helden direkt in den virtuellen Matsch zu befördern.
Zum Glück bietet das Spiel die bewährte Mechanik, sich von erfahrenen Bewohnern der Kolonie begleiten zu lassen. Ob ich mich nun von Diego zum Alten Lager, von Drax oder Mordrag zum Neuen oder von Baal Parvez in das Sumpflager führen lasse, diese Eskorten sind zu Beginn eine wahre Lebensversicherung.
Das Beste daran ist, dass ich für die Arbeit der Begleiter voll entlohnt werde. Während die kampferprobten Recken die Angreifer im Vorbeigehen erledigen, streiche ich gemütlich die wertvollen Erfahrungspunkte ein. Ein wunderbarer Nebeneffekt, der den harten Einstieg spürbar erleichtert.
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