Grafikkarten & Mainboards - Hersteller befürchten steigende Preise bei Intel und Nvidia

Die Hersteller von Grafikkarten und Mainboards gehen davon aus, dass steigende Preise bei Intel und Nvidia sowie weitere Faktoren zu Absatzproblemen im ersten Halbjahr 2019 führen werden.

von Georg Wieselsberger,
20.11.2018 09:35 Uhr

Die PC-Branche und insbesondere Hersteller von Grafikkarten und Mainboards befürchten Umsatz-Probleme.Die PC-Branche und insbesondere Hersteller von Grafikkarten und Mainboards befürchten Umsatz-Probleme.

Die PC-Branche hat aktuell mit einigen Problemen zu kämpfen, die sich laut einem Bericht von Digitimes auch stark auf die Hersteller von Grafikkarten und Mainboards auswirken werden. Der Einbruch des Krypto-Minings, der vermutlich noch nicht einmal komplett beendet ist, hat nicht nur die Nachfrage nach Grafikkarten und speziellen Mainboards verringert, sondern auch für einen sehr großen Gebrauchtmarkt gesorgt.

Dazu kommen die bekannten Lieferprobleme bei vielen Intel-Prozessoren, eine insgesamt verhaltene Nachfrage und auch noch der Handelsstreit zwischen den USA und China. All das hat schon im 3. Quartal 2018 dazu geführt, dass bei Herstellern wie Asus, Gigabyte und anderen Grafikkarten-Herstellern hohe Lagerbestände aufgelaufen sind und die Umsätze ausgerechnet zur wichtigsten Zeit gegen Ende des Jahres unter die Erwartungen gefallen sind.

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Zusammen mit anscheinend geringer Nachfrage durch Kunden, die sich ihre PCs selbst zusammenbauen, geringem Wachstum in China und laut Digitimes wenig attraktiven Upgrades durch Nvidias neue RTX-2000-Grafikkarten mit ihren relativ hohen Preisen seien die Aussichten noch schlechter. Bei manchen Unternehmen könnte das sogar dazu führen, dass im 1. Quartal 2019 der Gewinn nur noch halb so hoch sei wie vor einem Jahr - damals waren die Geschäfte allerdings auf Rekordniveau.

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Die Branche geht davon aus, dass Nvidia und Intel die Preise für ihre Produkte sogar noch anheben werden, um weiterhin profitabel zu sein. Die Hersteller von Grafikkarten und Mainboards könnten dann mit sehr trüben Aussichten auf Profite konfrontiert sein, denn entweder machen sie ihre Produkte ebenfalls teurer oder schmälern ihren Gewinn. Höhere CPU-Preise bei Intel könnten außerdem zu weniger Mainboard-Verkäufen führen.

Sollten Nvidia und Intel tatsächlich ihre Preise erhöhen, könnte es mit AMD und den bislang tendenziell eher günstiger werdenden Ryzen-Prozessoren sowie konkurrenzfähigen Mittelklasse-Grafikkarten wie der neuen Radeon RX 590 und den wieder gut verfügbaren RX 580 und RX 570 vielleicht einen lachenden Dritten geben.

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