H1Z1: King of the Kill - Mehr Airdrops, mehr Fahrzeuge, mehr Action: So will man PUBG ein Schnippchen schlagen

Die Entwickler von H1Z1 haben die Pläne für die Zukunft ihres Battle-Royal-Shooters bekannt gegeben und uns im Interview verraten, wie sie die Konkurrenz zu PUBG sehen.

von Michael Herold,
06.09.2017 15:55 Uhr

Kann H1Z1: King of the Kill jemals wieder zum König der Battle-Royale-Shooter werden?Kann H1Z1: King of the Kill jemals wieder zum König der Battle-Royale-Shooter werden?

Obwohl es sich bereits zwei Jahre länger im Early Access befindet, schafft es H1Z1: King of the Kill aktuell nicht aus dem Schatten des Battle-Royale-Hits Playerunknown's Battlegrounds heraus. Während H1Z1 momentan nur selten auf mehr als 100.000 gleichzeitig aktive Spieler kommt, steht die Konkurrenz von PUBG kurz davor die Eine-Million-Marke zu knacken.

Die Entwickler von der Daybreak Game Company haben nun ihre Pläne offen gelegt, wohin sich King of the Kill in Zukunft entwickeln und wie es sich dabei von Battlegrounds absetzen soll:

Während PUBG laut Daybreak ein langsames und äußerst taktisches Battle-Royal-Spiel ist, werde H1Z1 künftig wesentlich schneller werden und sich durch noch rasantere Action auszeichnen. Mit dem neuen Combat Update hätten die Entwickler den ersten Stein für diese Entwicklung gelegt und in den nächsten Monaten dürften sich Fans auf einige weitere große Änderungen freuen.

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Die Zukunft von H1Z1: King of the Kill

Folgende Punkte wollen die Entwickler von der Daybreak Game Company in H1Z1 umsetzen:

  • Mehr Massen-Airdrops: In mehreren Phasen sollen künftig große Mengen an Nachschubkisten abgeworfen werden. Je länger die Partie läuft und je weniger Spieler noch übrig sind, desto besser wird der Loot in den Airdrops. Dadurch sollen wir häufiger vor die Wahl gestellt werden, ob wir uns die Kiste schnell selbst schnappen, oder ob wir andere Spieler beim Sturm auf den Loot überrumpeln wollen.
  • Keine Waffenaufsätze: Die Entwickler haben deutlich gemacht, dass es keine lootbaren Waffenaufsätze in King of the Kill geben wird. Diese zögen die Loot-Phase nur unnötig in die länge und würden dementsprechend nicht zur »DNA von H1Z1« passen.
  • Spezialwaffen: In den neuen Airdrops sollen auch sogenannte Tier-Waffen zu finden sein, die mit einigen Verbesserungen ausgerüstet sind. Allerdings wird es auch hier keine Aufsätze wie Zielfernrohre mit 8-fach Zoom geben, sondern vor allem einfache Erweiterungen wie ein Rotpunktvisier oder ein erweitertes Magazin. So bieten die Tier-Waffen klare Vorteile gegenüber ihren Standard-Versionen, werden gleichzeitig aber niemals übermächtig.

Verbesserte Tier-Waffen sollen Spielern in H1Z1: King of the Kill mehr Anreiz geben, die Airdrops zu looten.Verbesserte Tier-Waffen sollen Spielern in H1Z1: King of the Kill mehr Anreiz geben, die Airdrops zu looten.

  • Bessere Verteilung von Loot: Aktuell sind die Entwickler noch nicht mit der zufälligen Verteilung von Waffen und Ausrüstung in der Map zufrieden. Durch ein neues Loot-System sollen Items künftig sinnvoller verteilt werden, sodass der Zufall bei der Suche nicht mehr so eine große Rolle spielt. Dadurch könnten Spieler die Loot-Phase schneller beenden und umso früher auf die Jagd nach Gegnern gehen.
  • Mehr Fahrzeuge: Bewegung hält das Spiel schnell, daher wollen die Entwickler in Zukunft mehr Fahrzeuge in die Map setzen. Gleichzeitig soll nicht jede Partie damit enden, dass alle Überlebenden mit Autos im Endgebiet im Kreis fahren. Deshalb arbeiten Daybreak an verbesserten Möglichkeiten, um Autos zu stoppen, wie zum Beispiel explosiver Munition.

So sieht die Zukunft von H1Z1 aus: Rasante Action, mehr Fahrzeuge und massenweise Airdrops.So sieht die Zukunft von H1Z1 aus: Rasante Action, mehr Fahrzeuge und massenweise Airdrops.

Battle-Royale bietet genügend Platz für PUBG und H1Z1

Zur Entwicklung von H1Z1 haben wir außerdem mit Anthony Castro gesprochen, dem General Manager von der Daybreak Game Company. Im Interview hat er uns nochmal zusammengefasst, was aus King of the Kill werden soll:

"Unser Fokus ist es, unser Spiel schneller und actionreicher zu gestalten. Dazu wollen wir für mehr anschauliches Gameplay, weniger Camping und weniger überfallartige Spielzüge sorgen. Stattdessen soll es mehr in Richtung Run & Gun gehen."

Im Wettstreit mit dem großen Konkurrenten Playerunknown's Battlegrounds macht sich Anthony Castro keine großen Sorgen um H1Z1. Das Genre der Battle-Royale-Shooter böte mehr als genügend Möglichkeiten, sodass viele verschiedene Spiele darin erfolgreich sein könnten.

"Wir waren vermutlich das erste Studio, dass wirklich an das Genre geglaubt und darin investiert hat. Da nun viele andere Spiele in das Genre einsteigen und selbst genre-fremde Spiele von Battle Royale beeinflusst werden, fühlen wir uns absolut bestätigt. [...] Gleichzeitig sehen wir das als riesige Chance: Unser Fokus liegt nicht darauf, mit Battlegrounds mitzuhalten oder sie zu besiegen, stattdessen folgen wir unserer eigenen Vision. [...] Wir konzentrieren uns darauf, Neuerungen in das Genre einzuführen und denken, dass all das gerade erst der Anfang ist und es noch riesige Möglichkeiten für uns gibt, unseren eigenen Platz zu finden und weiter zu wachsen - unabhängig davon, was alle anderen machen."

Die Steam-Spielerzahlen geben den Entwicklern von H1Z1 durchaus Recht. Zwar ist PUBG aktuell der unangefochtene Spitzenreiter und hat sogar Dota 2 und Counter-Strike: Global Offensive hinter sich gelassen, aber an vierter Stelle folgt bereits King of the Kill. Battle-Royale ist also ohne Zweifel das Genre der Stunde und es bleibt abzuwarten, wohin sich H1Z1 mit seinen Zukunftsplänen noch entwickelt.

H1Z1: King of the Kill - Launch-Trailer zum Release der PC-Version 0:30 H1Z1: King of the Kill - Launch-Trailer zum Release der PC-Version

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