Fans haben große Erwartungen an die neue Harry-Potter-Serie. Immerhin muss die in die Fußstapfen der erfolgreichen Filmreihe mit Daniel Radcliffe, Rupert Grint und Emma Watson treten, die für viele wie ein zweites Zuhause ist.
Dort mischte David Heyman bereits hinter den Kulissen kräftig mit. Auch bei der neuen Show ist der 65-jährige Filmproduzent wieder mit an Bord und plauderte kürzlich im offiziellen Harry-Potter-Podcast ein bisschen aus dem Nähkästchen.
»Ein eigenständiges Projekt«
Die erste Staffel der Harry-Potter-Serie umfasst insgesamt acht Episoden. Statt eines »kurzen« 152‑minütigen Ausflugs nach Hogwarts stehen hier also bis zu acht Stunden voller Magie an. Die zusätzliche Zeit nutzt HBO, um mehr Details aus dem ersten Buch von J.K. Rowling umzusetzen.
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Für David Heyman und sein Team war es daher mehr als wichtig, dass sich die Show von den Filmen abhebt und zu einem »eigenständigen Projekt« wird. Mit Mark Mylod als Regisseur und Francesca Gardiner als Showrunnerin bekommt sie auch ihre eigene kreative Leitung.
Genauso wie ich stolz darauf bin, dass jeder der Filme und jeder der Regisseure einzigartig war, war es mir auch wichtig, dass dies die Vision von Mark [Mylod] und Francesca [Gardiner] war. Ich meine, natürlich sind Ruth Kenley-Letts und ich als ausführende Produzenten sehr stark in die Diskussionen eingebunden, aber jeder Produzent muss die Vision der wichtigsten Kreativen unterstützen.
Demnach muss die Serie laut Heyman auch »völlig unabhängig von den Filmen funktionieren« und für sich selbst stehen. Trotzdem bekommt der Produzent jetzt auch die Möglichkeit, Versäumtes nachzuholen und seine Meinung erneut einfließen zu lassen:
Ich glaube, wir haben für die Filme die richtigen Entscheidungen getroffen. Klar, jeder hat sich das immer angesehen und gesagt: »Das hätten wir auch so machen können.« Ich habe das wahrscheinlich stärker in dieses Projekt einfließen lassen als jeder andere, weil ich so lange so eng damit gelebt habe.
Eine große Änderung der Serie gegenüber den Filmen kennen wir jetzt schon: Der Poltergeist Peeves macht Hogwarts unsicher. Der Schelm bekommt endlich eine Live-Action-Version und hierfür hat sich HBO den britischen Spaßvogel Peter Serafinowicz (Guardians of the Galaxy, Star Wars: Episode 1) ins Boot geholt. Mehr dazu erfahrt ihr in der obigen Linkbox, wo wir euch den passenden Artikel verlinken.
Fun Fact: Eigentlich sollte Peeves schon 2001 in Harry Potter und der Stein der Weisen
auftreten. Letztendlich fehlte der Produktion jedoch die Zeit für das CGI-Rendering und die gefilmten Szenen mit Rik Mayall (The Young Ones, Bottom) landeten nicht im Film. Vermutlich liegen sie immer noch irgendwo in den Archiven von Warner Bros. herum.