Hearthstone - Schlechter Start für den Hexenwald: Die besten Decks pfeifen aufs Addon

Welche Decks sind die besten im Witchwood-Meta? Die Antwort sorgt für Ärger unter den Fans: Fast genau die gleichen wie vor dem Addon.

von Maurice Weber,
22.04.2018 16:56 Uhr

Wir analysieren, wie die Hexenwald-Erweiterung bislang das Hearthstone-Meta beeinflusst hat. Wir analysieren, wie die Hexenwald-Erweiterung bislang das Hearthstone-Meta beeinflusst hat.

Es sollte eigentlich die spannendste Zeit des Jahres in Hearthstone sein: Ein neues Addon ist da! Und nicht nur das, mit dem Witchwood-Release begann auch das Jahr des Raben und Whispers of the Old Gods, One Night in Karazhan und Mean Streets of Gadgetzan flogen allesamt aus dem Standard-Meta. Will heißen: Der perfekte Zeitpunkt, spannende neue Deck-Ideen zu entwickeln und ein völlig neues Hearthstone-Umfeld zu schaffen!

Aber Pustekuchen. Bei näherer Betrachtung tummeln sich ganz oben auf der Rangliste fast genau die gleichen Decks wie vor der Rotation. Nicht nur, dass der Witchwood bislang kaum starke neue Archetypen hervorgebracht hat - er konnte nicht einmal die bestehenden um viele spannende neue Karten bereichern!

Der König ist tot, es lebe der König

Als dominantestes Deck im Hexenwald kristallisierte sich schnell nach Release ein alter Bekannter heraus: Der Cubelock bleibt eins der stärksten Decks und muss sich für die Erweiterung nicht einmal groß verändern - er spielt gerade mal zwei Hexenwald-Karten.

Die Top-Decks im Witchwood-Meta 2018

Platz 1: Der Cubelock
Platz 2: Der Odd Paladin
Platz 3: Der Spiteful Druid
Platz 4: Der Even Paladin
Ehrenplatz: Der Shudderwock Shaman

Seine stärkste Konkurrenz ist der Paladin, und der führt auf den ersten Blick mehr Neues ins Feld: Setzen doch sowohl der Odd Paladin als auch der Even Paladin auf Witchwood-Legenden mit einer völlig neuen Mechanik, die sie entweder nur gerade oder ungerade Manakosten spielen lässt. Auf den zweiten Blick teilt sich aber vor allem der Even Paladin viele Kernkarten mit dem vorher dominanten Dude Paladin. Und setzt auf die gleiche Strategie, das Feld mit gebufften Rekruten zu überfluten. Gleichzeitig feiert der Murloc Paladin seine Rückkehr und der Spiteful Druid mischt, ebenfalls mit kaum neuen Karten, auch wieder oben mit.

Der Youtuber RegisKillbin hat sich die bisherige Entwicklung des Witchwood-Metas näher angeschaut und ist zu dem Schluss gekommen, dass die neue Erweiterung einfach zu schwach sei: Unter den 30 meistgespielten Karten in Hearthstone ist mit Baku der Mondschlingerin aktuell nur eine einzige aus dem Hexenwald dabei. Der Grauselhurz mag vielleicht für Aufsehen mit seinen unaufhaltsamen minutenlangen Zügen gesorgt haben, konnte sich aber nicht als Top-Deck auf der Rangliste etablieren.

Warum konnte der Hexenwald bislang so wenig verändern?

Tatsächlich scheint der Grund dafür gar nicht unbedingt im Hexenwald selbst zu liegen. Unser residenter Hearthstone-Fanatiker Clape war eigentlich sehr angetan von den interessanten neuen Ideen der Erweiterung. Das Problem dabei: Die ältere Erweiterung Kobolds & Catacombs ist im Jahr des Raben weiter Teil von Standard und so stark, dass sie die neuen Karten einfach überschattet.

Sie enthielt vor allem jede Menge Karten, die uns Diener billig aufs Feld cheaten lassen - und tatsächlich bilden sie die Schlüsselkarten eines jeden aktuellen Top-Decks, von und die sind alle Schlüsselkarten der aktuellen Top-Decks geworden, von Auf in die Schlacht! über die boshafte Beschwörerin bis hin zu den Cubelock-Allstars Besessener Lakai, Schädel der Man'ari und Fleischfressender Würfel.

Hearthstone: Der Hexenwald - Alle Neutralen-Karten ansehen

Dass der Hexenwald nicht derart übermächtig ist, ist im Grunde ja sogar lobenswert. Vor allem, weil er als erste Erweiterung eines neuen Jahres auch am längsten in Standard bleiben wird. Möglicherweise war Blizzard gerade deswegen eher vorsichtig bei der Balance - von Fehltritten wie dem Grauselhurz mal abgesehen. Genauso ist es möglich, dass einfach noch niemand die mächtigsten neuen Hexenwald-Decks entdeckt hat!

Aber sollte sich doch herausstellen, dass das neue Jahr weitgehend nur mehr vom Gleichen mit sich brachte, dann täten die Entwickler gut daran, nochmal nachzujustieren. Sei es nun mit Nerfs für Cobolds & Catacombs oder mit Witchwood-Buffs. Denn wie gesagt: Die Rotation sollte doch eigentlich die spannendste Zeit in Hearthstone sein!


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