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Seite 2: Heavy Metal: F.A.K.K. 2 im Test - Tolles Actionspiel mit Quake 3-Engine

Doppelter Wummenwahn

Julies besondere Fähigkeit ist der gleichzeitige Gebrauch von zwei Kampfgeräten. Sie kann ohne weiteres ein Schwert und eine Uzi führen. Oder das Schwert mit einem Schild kombinieren, der jeden Angriff erfolgreich blockt.

Riesenhafte Tempelanlagen warten mit spektakulärer Grafik auf. Selbst über große Distanzen sind viele Details der Welt von Fakk 2 noch gut zu erkennen. Riesenhafte Tempelanlagen warten mit spektakulärer Grafik auf. Selbst über große Distanzen sind viele Details der Welt von Fakk 2 noch gut zu erkennen.

Dabei wird dann das Schwert mit der rechten, der Schild mit der linken Maustaste angesprochen. Die Kombination Schwert plus Schusswaffe macht aber kaum Sinn, da Situationen, in denen Sie sowohl Nah- als auch Fernkampfwaffe brauchen, äußerst selten sind oder sich einfach vermeiden lassen. Die Verbindung von einer Waffe mit dem Schild hat jedoch Vorteile, obwohl Julie erstere nicht benutzen darf, wenn sie sich hinter dem Schild verbirgt. Das schwere Gerät hindert sie aber nicht beim Klettern oder Hangeln.

Für acht der Fernwaffen benötigt die Amazone beide Hände. Die kommen jedoch meist nur über große Distanzen zum Einsatz. Die Fernwaffen steuern Sie, mit Auß.ahme der Schleudern, über Fadenkreuze. Da- bei kann man zwischen zwei Typen unterscheiden: Die Hand- feuerwaffen funktionieren fast nach Tomb Raider-Prinzip: Julie muss nur ungefähr in Gegner-Richtung zielen und trifft. Die größeren Kaliber wie Raketenwerfer verlangen Ihnen mehr ab, die Zielmarkierung muss exakt platziert werden. Besonders spannend ist das immer dann, wenn Sie sich ein Fernduell mit einem schusskräftigen Fiesling liefern. In Fakk 2 kommt es zu Situationen, in denen Sie Ihre Raketen über riesige Distanzen lenken müssen - und zwar so, dass Ihre Geschosse und die des Widersachers nicht aufeinander prallen.

Bergeweise Waffen

Gegen Ende des Spiels türmen sich in Ihrem Waffenarsenal Berge von Schieðrügeln, Hieb- und Stichwaffen, Schleudern sowie Plasmakanonen.

Am Horizont wartet der Feind. Über solch riesige Entfernungen hilft nur der Raketenwerfer. Am Horizont wartet der Feind. Über solch riesige Entfernungen hilft nur der Raketenwerfer.

Doch von dem ganzen Plunder brauchen Sie nur rund ein Drittel: Zum einen fällt die Wahl zwischen einer lahmen Plasmakanone und zwei blitzschnell feuernden Uzis nicht gerade schwer. Zum anderen ist das Waffenmenü unübersichtlich und umständlich. Wenn Sie schnell zwischen Schwert und Kanone wechseln wollen, müssen Sie sich erst durch einige Menüfenster wühlen. Im Eifer des Gefechts erwischt man gerne mal die falsche Waffe, und die Prozedur muss von vorne beginnen. Das kostet dann schon mal genau die Sekunden, die das Überleben ausmachen. Dennoch bringen die vielen Waffen auch einen gehörigen Spaß, wenn Sie gerne experimentieren. Manchmal wird Ihnen eine schlechte Waffe dadurch aufgezwungen, dass Munition in den Levels im Verhältnis zur Gegnerzahl rar gesät ist.

Lara turnt besser

Sie steuern das Wunderwerk Julie genreüblich mit Maus und Tastatur. Die Bewegungen sind deshalb schnell erlernt. Das Feintuning erhalten Sie in einem umfangreichen Trainingslevel, der Ihnen eine Menge über Julies Spezialfähigkeiten verrät.

Julies Waffenmenü: Im übelsten Fall müssen Sie sich durch sechs Fenster bis zur richtigen Wumme schalten. Das kann schon mal zu haarigen Situationen führen. Julies Waffenmenü: Im übelsten Fall müssen Sie sich durch sechs Fenster bis zur richtigen Wumme schalten. Das kann schon mal zu haarigen Situationen führen.

So saugt sie sich an besonders schmalen Simsen förmlich an die Wand, um an ihr Ziel zu rutschen. Dahinter verbirgt sich nichts anderes als eine alternative Methode zum Hangeln. Denn anders als Lara kann Julie nicht um Ecken greifen, wenn sie an den Händen über einem Abgrund baumelt. Sprungtechnisch ist Julie mehr im Mittelfeld anzusiedeln. Sie beherrscht weder die Seitwärtssprünge noch die Rückwärtssalti der berühmten Archäologin. Aber das ist auch nicht nötig, da solch abstruse Sprungkombinationen wie in Tomb Raider nicht vorkommen.

Dennoch können die Jump-and-run-Sequenzen, die sich zu Anfang häufen, aufgrund des Schwierigkeitsgrads an den Nerven zerren. Sie werden mehr als einmal fluchen, denn Julie neigt dazu, nach einer erfolgreichen Sprungeinlage doch noch genau das Fitzelchen zur Seite zu rutschen, um in die Tiefe zu stürzen. Da das Spiel linear aufgebaut ist, müssen Sie zumindest keinen Weg zweimal absolvieren. Und wenn Sie den richtigen Pfad nicht sofort erkennen, gibt es Abhilfe: In Fällen drohenden Kopfzerbrechens haben die Designer einfach einen Hinweis in einer Zwischensequenz eingebaut.

Monster und Mutanten

Gegnerhorden warten hinter fast jeder Tür. Mal sind es nur lustig anzuschauende Watschelkreaturen, die keinen großen Schaden anrichten, oder fleischfressende Pflanzen, die Sie mit Kleinvieh füttern müssen. Unangenehmer sind krallenbewehrte Monster oder teilskelettierte Mutanten, die Julie mit Feuer und Raketen beharken.

Zu Anfang ist die Heldin noch brav in ein Cat Suit gequetscht, der aber gut erahnen lässt, was kommt... Zu Anfang ist die Heldin noch brav in ein Cat Suit gequetscht, der aber gut erahnen lässt, was kommt...

Aber selbst relativ harmlose Vögel können ihren Tod bedeuten: Die Gute steht auf einem kleinen Plateau, schnappt sich einige Extras und ruft dadurch das Federvieh auf den Plan. Eine Sekunde später können Sie Julies markerschütternden Schrei hören, mit dem sie in die Tiefe stürzt - die Vögel haben sie einfach runter geschubst!

Die Masse an Gegnern und Julies ungenaue Steuerung zwingen selbst erfahrene Spieler zum Dauerspeichern. Einige der größeren Widerlinge können Sie nur mit Tricks besiegen: Wenn Ihnen die Munition ausgeht, sollten Sie Ihre Umgebung genau beobachten. Diverse Felsen, Rohre oder Dampfdüsen warten nur darauf, von Ihnen eingesetzt zu werden.

Die erweiterte Fassung des Artikels sowie zusätzliche Screenshots finden Sie in GameStar 10/2000 oder online als pdf im Heftarchiv.

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