Die spannendsten Heimkino-Neuheiten der CES 2026, auf die ihr euch noch dieses Jahr freuen dürft

Die größte Elektronikmesse der Welt war wieder besonders ergiebig. Diese Dinge erwarten euch 2026.

Auf der einen Seite die neue RGB-LED-Technologie, auf der anderen Samsungs Lifestyle-TV Timeless Frame. (Bildquellen: Sony, Samsung) Auf der einen Seite die neue RGB-LED-Technologie, auf der anderen Samsungs Lifestyle-TV Timeless Frame. (Bildquellen: Sony, Samsung)

Die CES hat zwei Gesichter: Zum einen sieht man viele wilde Prototypen, deren Serienfertigung noch in den Sternen steht (und manchmal wie ein Komet verglüht). Zum anderen präsentieren Hersteller manchmal nur Pflicht-Upgrades zum bestehenden Line-up.

Dieses Jahr war die Messe aber voll von Neuerungen, die uns tatsächlich 2026 erwarten werden – zumindest, was das Heimkino angeht.

Lifestyle-TVs

Seit Jahren versuchen sich Samsung und LG verbissen daran, den Fernseher im Wohnzimmer ansehnlicher zu machen. Gemeint ist nicht die Bildqualität, sondern die Optik.

  • Kein Rahmen
  • Mattes Display
  • Möglichst elegant
  • Kunst im Stand-by

Video starten 1:09 CES 2026: Samsung stellt Riesen-TV mit 130 Zoll vor

Auch Amazon ist eingestiegen mit seinen Artline-TVs. Ob sich die Optik von Fernsehern nachhaltig verändern wird? Das muss sich zeigen. Dass die Hersteller aber vehement am Ball bleiben, zeigt, wie wichtig ihnen das Thema ist.

Riesen-TVs

Ebenfalls auffällig ist die Tatsache, dass Fernseher immer größer werden. Das ist ein Trend, der seit Jahren anhält und sukzessive die durchschnittliche Bildschirmdiagonale nach oben korrigiert hat.

  • Samsung zeigte den R95H in einer 130-Zoll-Variante (allerdings nur als Prototyp).
  • Ebenfalls nur ein Prototyp: Hisense sorgte mit dem 163 Zoll großen 163MX für große Augen.
  • Top-Modelle werden zum Teil erst ab Größen von 75 Zoll angeboten.

Die Zeichen stehen also auf größer, heller, breiter. In unserem Heimkino-Talk zur CES besprechen Jan, Nils und Lorenz dieses und andere Themen ausführlich.

Video starten 56:31 Bildqualität ohne Kompromisse: Die neue TV-Generation kommt genau recht für GTA 6

RGB-LED und Tandem-OLED

Sowohl LED- als auch OLED-Modelle bekommen unter der Haube ein Upgrade.

RGB-LED-TVs – egal ob Mini- oder Micro-RGB-LED – arbeiten in der Hintergrundbeleuchtung nicht mit weißen oder blauen LEDs, sondern mit roten, grünen und blauen.

Die Vorteile:

  • Breiteres Farbspektrum: Wenn die Farbe der Hintergrundbeleuchtung mit der Farbe auf dem Schirm passt, entstehen weniger Misstöne in den Zwischenräumen. Der DCI-P3-Farbraum soll zu 99 Prozent abgedeckt werden, der breitere BT.2020 bis zu 90 Prozent, ein Unikum bisher.
  • Höhere Spitzenhelligkeit: Sony spricht von bis zu 4.000 Nits. Das wäre Spitzenklasse; der Bravia 9 kommt »nur« rund auf die Hälfte.
  • Bessere Blickwinkelstabilität: Helle Hintergrundbeleuchtung lässt das Bild bei LED-TVs verblassen, weil sie durchstrahlen. Bei RGB LED passiert das nicht, weil die Hintergrundbeleuchtung bereits die »richtige« Farbe zeigt.
  • Weniger Clouding: Helle Lichtwolken entstehen bei LEDs immer dann, wenn helle Objekte vor schwarzem Hintergrund stehen. Ist die Hintergrundbeleuchtung nicht einfach nur hell, sondern farbig, wird das verringert.
  • Leicht geringerer Stromverbrauch: Die Hintergrundbeleuchtung leuchtet nur in den benötigten Farben und nicht als Ganzes. Das dreht an der Strompreisschraube, wenn auch nur ein kleines Bisschen.
Herkömmliches Backlight RGB-LED Herkömmliches Backlight RGB-LED

Auf der linken Seite seht ihr, dass die Hintergrundbeleuchtung bunt ist. Das ist neu bei RGB-LED. (Bildquellen: Sony)

Im Falle von Tandem-OLEDs tut sich auch etwas beim Panel. Wie der Name bereits suggeriert, arbeitet hier OLED im Tandem. Das bedeutet: Das Panel setzt sich anders zusammen; die Halbleiter-Schichten der einzelnen Bildpunkte haben eine neue Struktur. Anstatt nur eine Leuchtschicht pro Pixel zu verwenden, stapeln Tandem-OLEDs zwei oder mehr Leuchtschichten übereinander.

Die Vorteile:

  • Höhere Helligkeit bei HDR: Während OLED sein perfektes Schwarz behält, sollen helle Lichtbereiche bei HDR-Inhalten, nun, heller sein. Das Ergebnis: ein erhöhter Kontrast. Das bestätigt der Test der Kollegen von Hifi.de
  • Höhere Langlebigkeit: Pixel in OLEDs bestehen aus organischem Material. Das bedeutet, dass sie mit der Zeit schlechter werden. Durch die geringere Belastung der einzelnen Schichten erhöht sich die Langlebigkeit der Bildpunkte – und des Displays.
  • Höhere Effizienz: Wie im Bild oben zu sehen, kumulieren sich die Lichtquellen. Das heißt auch: Die einzelnen Schichten müssen nicht mit voller Kraft arbeiten.
  • Geringere Wärmeentwicklung: Die Arbeitslast wird auf eine Schicht mehr als bisher verteilt. Dadurch wird weniger Wärme erzeugt.

Vereinfacht gesagt lassen die Schichten der einzelnen Pixel mehr Licht durch und verbrauchen dabei weniger Energie. (Bildquelle: LG) Vereinfacht gesagt lassen die Schichten der einzelnen Pixel mehr Licht durch und verbrauchen dabei weniger Energie. (Bildquelle: LG)

Dolby Vision 2

Auch bei der Software hat sich etwas getan. Bereits vergangenes Jahr wurde der Nachfolger von Dolby Vision angekündigt. Auf der CES war das Format für alle schließlich live zu sehen.

Was wir auf der Messe erfahren haben: Das Format wird in zwei Versionen kommen – als Dolby Vision 2 und Dolby Vision 2 Max.

Das macht Dolby Vision 2:

  • Precision Black: Diese Funktion soll feine Details in dunkleren Szenen besser hervorheben, ohne dass die Szene an sich darunter leidet. Schwarz soll nicht zu grau werden, wir sollen Menschen oder Gegenstände in einem finsteren Raum trotzdem besser sehen können.
  • Bidirektionales Tone Mapping: Das soll erlauben, die Inhalte gezielter an Premium-TVs anzupassen. Das heißt: je besser euer Fernseher, desto besser auch die Bildqualität.
  • Light Sense: Das Feature soll Lichtsensoren an TVs diffiziler arbeiten lassen. Ein Lichtsensor passt die Helligkeit des Displays an die Umgebung an.

Und dann ist da noch Dolby Vision 2 Max. Der Unterschied liegt vorrangig an zwei Komponenten.

  • Eine verbesserte Bild-Engine, die das Ergebnis knackiger machen soll.
  • Authentic Motion. Dabei handelt es sich um ein Tool, das Judder – also Ruckeln – minimieren soll. Filmemacher sollen Bewegungen selbst anpassen können, anstatt sich auf das Motion Smoothing des TVs verlassen zu müssen, wodurch der Seifenoperneffekt entsteht.

Warum gibt es zwei Formate? Dolby möchte sicherstellen, dass TVs, die Authentic Motion nutzen, gewisse Qualitätsstandards einhalten, so Techradar. Ferner müssen besagte Fernseher ein 120-Hz-Display besitzen.

Wie immer gilt: Auf der CES in Las Vegas wird zwar gerne gezeigt, was man hat. Wann was aber tatsächlich zu uns auf den Markt kommt, bleibt abzuwarten.

Sicher ist, dass wir attraktivere Fernseher bekommen, die dank neuer Bildtechnologien besser Bildqualität bekommen, die dann durch Dolby Vision 2 noch mal aufgemöbelt wird. Heimkino-Fans haben dieses Jahr gut gespeist.

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