Auf der CES wird jährlich faszinierende neue Unterhaltungselektronik gezeigt. Mit vorn dabei: Fernseher. Die Messe gilt als Place to be für Hersteller, wenn sie ihr neues Line-up vorstellen.
Damit einher gehen natürlich auch neue Technologien. Dieses Jahr im Rampenlicht stehen vor allem RGB-LEDs – Mini wie Micro – und Tandem-OLEDs.
Was ich nicht auf dem Bingozettel hatte: Hersteller konzentrieren sich auch (wieder?) darauf, TVs optisch attraktiv zu machen – und das gefällt mir!
Samsung Timeless Frame
1:09
CES 2026: Samsung stellt Riesen-TV mit 130 Zoll vor
Ja, natürlich, auf einer großen bunten Messe und auf Produktbildern sehen solche Lifestyle-TVs immer schnieke aus. Doch darum geht es mir gar nicht.
Ein Trend der Messe dieses Jahr scheint zu sein, Fernseher wieder sexy machen zu wollen. Ich persönlich finde TVs an und für sich nicht unattraktiv, verstehe aber, wenn man optisch mehr aus den Kisten herausholen will – und in diese Kerbe schlägt der Timeless Frame.
Der TV erinnerte mich zunächst an den Loewe Bild 9 (zu sehen auf 4Kfilme), den ich vor Jahren auf der IFA gesehen hatte. Bei dem mittlerweile nicht mehr verfügbaren Modell war der Rahmen golden und für eine Eckaufstellung gedacht.
Ob wir Otto Normalos den Timeless Frame leisten können, steht auf einem anderen Blatt. Die 130-Zoll-Variante auf dem Bild oben dürfte jedenfalls mehr kosten, als ich in der Portokasse habe, zumal Micro-RGB-LED-Beleuchtung zum Einsatz kommt. Darüber hinaus ist das gezeigte Modell lediglich ein Prototyp.
LG W6 Wallpaper
Hier muss ich kurz ein wenig nostalgisch werden. Als ich 2016 als Tech-Redakteur bei der SFT anfing, war einer der ersten OLED-TVs, die ich testen durfte, der LG Signature OLED W7 (zu sehen auf der LG-Webseite).
- Extrem dünn (damals noch ein Novum)
- Kein Rahmen
- Sämtliche Technik ausgelagert in einer Art Soundbar
Der W6 Wallpaper ist 2026 der Nachfolger dieses Prachtstücks von 2017.
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OLED: Die Lichtgestalt für Gamer oder übertriebener Hype?
Natürlich sieht der Fernseher auf einer Glasplatte aufgezogen noch einmal beeindruckender aus. Täuscht euch aber mal nicht, denn auch »an die Wand geklebt« macht der OLED eine richtig gute Figur.
Digitaltrends schreibt, dass das Panel gerade mal 9 Millimeter dick ist. Hinzu kommt ein einzelnes Stromkabel, das in eine eigene Box läuft, in der die Technik steckt; die Soundbar des W7 ist nicht mehr.
Minimalistischer geht es nicht und ich hoffe, dass so die Zukunft von TVs aussieht.
Technische Daten
- Display: Tandem-OLED (Primary RGB Tandem 2.0)
- Features: Nvidia G-Sync, FreeSync Premium Pro, 4K @ 165Hz, 1.080p @ 330Hz, Zero Connect Box, 4.2-Speaker-System mit 60 Watt
Amazon Artline
Noch vor drei Jahren hat sich meine Kollegin Alana vom hübschen The Frame-Gimmick blenden lassen. Seitdem ist viel Wasser den Han-Fluss in Südkoreas Hauptstadt Seoul hinuntergeflossen – so viel, dass selbst Amazon bei den Lifestyle-TVs eingestiegen ist.
Was mir an Amazons Version besonders gut gefällt: das matte Display. Das ist übrigens ein Trend, den neuerdings auch andere Hersteller verfolgen, nachdem TV-Panels jahrelang glossy und spiegelnd waren.
Mein Problem mit TVs, die sich als Kunstwerke ausgeben, war bisher, dass sie im »Kunstmodus« wie Fernseher aussahen, die Bilder zeigen – und nicht wie Kunstwerke.
Wollt ihr mehr zu Amazons Lifestyle-TV wissen, dann schaut gerne in unsere News dazu.
Schaut man sich auch die anderen gezeigten Fernseher auf der CES an, fällt auf, dass es einen Trend in Richtung Minimalismus gibt. Ich finde das gut, denn jeglicher Ballast, den wir von TVs wegnehmen können, um sie optisch schlanker zu machen, gefällt mir. Das reduziert die Geräte nämlich aufs Wesentliche: das Bild. Wenn das doch auch nur inhaltlich ginge.

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