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»Simpler ist nicht besser« - George R.R. Martin übt Kritik an Serienumsetzung von House of the Dragon, löscht sie danach wieder

Der Autor der Buchvorlage ist mit einer Entscheidung in Staffel 2 nicht einverstanden und warnt vor Konsequenzen für die weitere Geschichte.

George R.R. Martins Kritik dreht sich vor allem um Königin Helaena Targaryen. (Bildquelle: HBO) George R.R. Martins Kritik dreht sich vor allem um Königin Helaena Targaryen. (Bildquelle: HBO)

Dass es Unterschiede zwischen einer Romanvorlage und einer Serien-Adaption gibt, ist gang und gäbe. HBOs House of the Dragon macht da keine Ausnahme, doch verstimmt gerade eine folgenschwere Entscheidung den Autor von Feuer und Blut.

George R.R. Martin veröffentlichte auf seinen Blog einen Beitrag, in dem er HBO und Showrunner Ryan Condal kritisiert. Der Beitrag ist mittlerweile wieder offline.

Spoilerwarnung: Der folgende Artikel enthält nicht nur Details zu House of the Dragon Staffel 2 und dem Buch Feuer und Blut, sondern auch Informationen zu Figuren, die über den aktuellen Stand der Serie hinaus gehen.

Drei Königskinder

Martins Kritik dreht sich konkret um die erste Folge der 2. Staffel und einen Unterschied zwischen Buch und Serie, der schon zur Ausstrahlung der Folge auffiel.

König Aegon II. Targaryen (Tom Glynn-Carney) und Helaena Targaryen (Phia Saban) haben in der Serie zwei Kinder: Die Zwillinge Jaehaerys (Jude Rock) und Jaehaera (Lulu Barker) im Alter von sechs Jahren. Im Roman gibt es jedoch noch einen zweijährigen Bruder namens Maelor.

Wie Martin im über das Web Archive noch aufrufbaren Blog schreibt, ist die Abwesenheit von Maelor auf zwei Arten problematisch.

1. Helaenas Wahl

Konkret geht es um die Szene, in der Helaena zwei Attentätern gegenübersteht und wählen soll, welches ihrer Kinder stirbt.

Im Buch bietet sie zunächst ihr eigenes Leben an, entscheidet sich dann aber für Maelor. Das lehnen die Attentäter jedoch ab und teilen dem Kind mit, dass seine Mutter seinen Tod wollte.

Am Ende töten sie dann den ältesten Sohn Jaehaerys. Dieser stirbt auch in der Serie, der Teil mit Maelor fehlt natürlich komplett. Statt ihres Lebens bietet Helaena jedoch den Attentätern Schmuck an.

Laut Martin wird die Szene dadurch schwächer, da »der stärkste, dunkelste und emotionalste Teil«  in Form von Helaenas Wahl fehlt.

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2. Helaenas Tod

Dem Autor zufolge soll Maelor auch nicht zu einem späteren Zeitpunkt in die Serie geboren werden. Dadurch wird sein Tod, der wiederum zum Suizid von Helaena führt, ebenfalls nicht stattfinden.

Martin weiß laut eigenen Angaben, dass Helaena sich in Staffel 3 das Leben nehmen soll, jedoch ohne einen speziellen Grund. »Es gibt keinen neuen Schrecken, kein auslösendes Ereignis, das die zerbrechliche junge Königin überwältigt«, erklärt er.

Helaenas Tochter Jaehaera kann die tragische Rolle von Maelor laut dem Schriftsteller nicht übernehmen, da sie für den weiteren Verlauf der Geschichte zu wichtig ist.

Der Autor wusste Bescheid

Da Martin als ausführender Produzent an der Serie beteiligt ist, erfuhr er laut eigenen Angaben bereits im Jahr 2022 von Ryan Condal, dass Maelor nicht in House of the Dragon vorkommen soll.

Schon damals argumentierte er gegen diese Entscheidung, verstand aber dann Condals Gründe für die Änderung. Da war zum einen das limitierte Budget und die Tatsache, dass ein zweijähriges Kind eine Produktion ziemlich ausbremst.

Außerdem sei es schwer, so junge Darsteller mit dem Alterungsprozess ihrer Figuren in Einklang zu bringen, da die Serie mehrere Jahre in einer Staffel abbildet.

Martin schließt seinen Blog mit den warnenden Worten, dass es seiner Meinung nach noch größere Probleme dieser Art geben wird, wenn für Staffel 3 und 4 von House of the Dragon weitere bereits angedachte Änderungen vorgenommen werden. Um welche Änderungen es dabei konkret geht, erklärt er jedoch nicht, der Autor scheint jedoch zu wissen, wie es mit der Serie inhaltlich weitergehen soll.

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