House of the Dragon: Die Darsteller erklären, warum sie sich nicht ganz an die Buchvorlage halten können

Das Prequel zu Game of Thrones beruht zwar auf einem Buch von George R. R. Martin, ist aber keine reine Nacherzählung.

Matt Smith verkörpert in House of the Dragon den charismatischen aber launischen Prinzen Daemon Tagaryen. Matt Smith verkörpert in House of the Dragon den charismatischen aber launischen Prinzen Daemon Tagaryen.

Wie auch schon Game of Thrones beruht House of the Dragon auf dem Werk von George R. R. Martin. Die Buchvorlage namens Feuer und Blut ist zwar für die Serienmacher eine praktische Informationsquelle, für die Schauspieler aber nicht immer hilfreich.

Warum das so ist, haben die Darsteller Matt Smith (The Crown, Doctor Who) und Fabien Frankel (Last Christmas) in einem Interview mit Filmstarts erklärt.

Es gibt nicht viel für uns da drin

Im Gegensatz zur Vorlage von Game of Thrones, Das Lied von Eis und Feuer handelt es sich bei Feuer und Blut nicht um einen klassischen Roman. Stattdessen hat Martin das Buch in Form einer wissenschaftlichen Abhandlung eines Historikers aus der Fantasywelt geschrieben.

Deshalb sind hier vor allem Tatsachenbeschreibungen zu lesen, die auch nicht immer zuverlässig sind, wenn sich etwa zwei fiktive Quellen des Erzählers widersprechen. Wie Fabien Frankel berichtet, hat er zwar das Buch gelesen, besonders hilfreich war es für die Vorbereitung auf die Rolle aber wohl nicht:

Ich habe das Buch gelesen, und ich denke, Matt hat es auch getan. Zunächst nicht das ganze Buch, ich habe unseren Abschnitt von Feuer und Blut gelesen. Es ist [...] ein Geschichtsbuch. Es gibt überhaupt nicht viel für uns Schauspieler da drin. Es ist nur ein Tatsachenbericht, in diesem Jahr ist dies passiert, in diesem Jahr jenes. In dieser Hinsicht ist es überhaupt nicht nützlich.

Matt Smith stimmt Frankel zu, ergänzt aber noch:

Aber wie jedes Buch dient es als Informationsquelle. Und es kann dir helfen, die Essenz eines Charakters mit so viel Forschungsmaterial wie möglich zu verfeinern.

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Die rein faktische Erzählung des Buches können dann natürlich auch die Autoren der Serie nicht Eins zu Eins umsetzen. Fabien Frankel führt genauer aus:

Ich glaube, dass [der Showrunner] Ryan Condal zwar versucht, den Büchern treu zu bleiben, aber gleichzeitig ist es eben auch Fernsehen, und sie werden Sachen ändern, sie haben Sachen geändert. So viele Dinge, die in unserer Serie passiert sind, sind nicht in den Büchern passiert und andersherum. Ich meine, Criston Cole ist eine völlig andere Figur im Buch als er in der Serie ist. Etwa ein Drittel von dem, was im Buch steht, ist ihm in diesen zwei Staffeln passiert.

Wie Ryan Condal in einem weiteren Interview mit Filmstarts erklärt, wird die Handlung der ersten beiden Staffeln aus nur insgesamt 60 Seiten der Buchvorlage erzählt.

Mehr zur zweiten Staffel der Serie um das Haus Tagaryen findet ihr natürlich bei uns. Wir erklären euch etwa, warum die neueste Folge einen Logikfehler aus Game of Thrones offensichtlich macht.

Natürlich interessieren wir uns aber auch für eure Meinung. In unserer Umfrage wollen wir von euch wissen, was ihr bisher von der zweiten Staffel von House of the Dragon haltet. Stimmt gerne ab!

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